Medienmitteilungen
Bodengestützte Luftverteidigung grösserer Reichweite: Bundesrat prüft die Beschaffung eines zusätzlichen Systems
Angesichts der angespannten geopolitischen Lage und der zunehmenden Bedrohung durch Distanzwaffen will der Bundesrat die Luftverteidigung gezielt stärken. Neben der Beschaffung des Systems zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite Patriot wird die Beschaffung eines zusätzlichen, bevorzugt in Europa produzierten, Systems geprüft. Dies hat er an seiner Sitzung vom 6. März 2026 entschieden.
F-35A: Der Bundesrat verzichtet auf die ursprüngliche Anzahl von 36 Flugzeugen
Angesichts der sich zuspitzenden sicherheitspolitischen Lage bekräftigt der Bundesrat seinen Entscheid vom 12. Dezember 2025 zur Beschaffung des Kampfflugzeugs F-35A. Innerhalb des vom Volk bewilligten Finanzvolumens soll die maximal mögliche Anzahl Flugzeuge beschafft werden. Auf einen Zusatzkredit, um die ursprünglich geplante Anzahl von 36 Flugzeugen zu erreichen, verzichtet der Bundesrat aus finanzpolitischen Gründen. Um jedoch Mehrkosten für Teuerung, die Entwicklung der Rohstoffpreise und weitere Faktoren auszugleichen, hat der Bundesrat in seiner Sitzung vom 6. März 2026 beschlossen, dem Parlament im Rahmen der Armeebotschaft 2026 einen Zusatzkredit von 394 Millionen Franken zu beantragen und damit das bewilligte Finanzvolumen auszuschöpfen.
Befristete Mehrwertsteuer-Erhöhung zur Stärkung der Sicherheit und Verteidigung: Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung
Angesichts der verschlechterten geopolitischen Lage will der Bundesrat die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz substanziell stärken. Eine befristete Mehrwertsteuererhöhung soll es ermöglichen, der Armee und den sicherheitsrelevanten zivilen Bundesämtern jene finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Bevölkerung und das Land gegen die wahrscheinlichsten Bedrohungen besser zu schützen – namentlich gegen hybride Aktivitäten und Angriffe aus der Distanz. Der Bundesrat hat dazu in seiner Sitzung vom 6. März 2026 die Vernehmlassung zur befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer, zur Schaffung eines Rüstungsfonds und zur Änderung des Mehrwertsteuergesetztes eröffnet.
RLE@NDP: Stabilisierungsmassnahmen zur Sicherung von Zeitplan und Budget
Das Projekt «RLE@NDP» zur Erneuerung zentraler Komponenten des Luftraumüberwachungssystems Florako befindet sich in einer entscheidenden Phase. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 6. März 2026 über den aktuellen Stand des Projekts informiert. Erkenntnisse, die dank der Test- und Referenzplattform gesammelt werden konnten, zeigen, dass der Personal- und Zeitbedarf erheblich höher ist als ursprünglich angenommen. Das VBS hat gemeinsam mit den Lieferantinnen Massnahmen vorbereitet.
Arbeitsbesuch des Chefs der Armee bei den Ständigen Missionen der Schweiz bei der NATO und der EU in Brüssel
Vom 5. bis 6. März 2026 stattet der Chef der Armee, Korpskommandant Benedikt Roos, den Ständigen Missionen der Schweiz in Brüssel einen Arbeitsbesuch ab. Dieser ermöglicht es ihm, sich einen Überblick über die relevanten Akteure und Prozesse innerhalb der NATO und der EU zu verschaffen.
Spitzensportförderung der Armee: Vier Para-Athleten in Milano/Cortina sind Sportsoldaten
An den Paralympischen Winterspielen in Milano/Cortina werden 4 von insgesamt 9 Schweizer Athleten als Sportsoldaten antreten. 3 von ihnen haben die Spitzensport-Rekrutenschule in Magglingen absolviert.
2025 leistete die Armee 5,7 Millionen Diensttage
2025 haben die Angehörigen der Schweizer Armee 5,7 Millionen Diensttage und damit rund 180'000 Tage mehr als 2024 geleistet. Davon entfielen 210'847 Diensttage auf Operationen, Einsätze und Unterstützungsleistungen. Die Truppenaufwände beliefen sich auf 207,2 Millionen Franken.
Der Chef Kommando Cyber besucht das Kommando der US-Streitkräfte in Europa
Der Chef Kommando Cyber der Schweizer Armee, Divisionär Simon Müller, besucht vom 1. bis 2. März 2026 das Europäische Kommando der Streitkräfte der Vereinigten Staaten (USEUCOM) in Stuttgart. Beim Besuch geht es insbesondere um die Stärkung der Zusammenarbeit im Cyber- und elektromagnetischen Raum zwischen den USA und der Schweiz.
Divisionär Patrick Gauchat beendet erfolgreichen Einsatz als Chef der UNTSO
Divisionär Patrick Gauchat, Chef der UNO-Friedensmission UNTSO, beendet Ende Februar 2026 seinen Einsatz. Während seiner Amtszeit leitete er die erste Friedensmission der UNO in einer sicherheitspolitisch anspruchsvollen Phase, geprägt von erheblichen Spannungen und einer volatilen Lage im Nahen Osten. Mit seiner Führung, seiner Erfahrung und seinem diplomatischen Geschick leistete er einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Deeskalation in der Region.
Der Chef Kommando Operationen besucht die Schweizer Truppen im Kosovo
Korpskommandant Laurent Michaud, Chef Kommando Operationen, besucht vom 19. bis 20. Februar 2026 die in der Kosovo Force (KFOR) im Einsatz stehenden Schweizer Armeeangehörigen.
Die Schweiz verstärkt 2027 ihren Einsatz zugunsten der friedensfördernden Mission in Bosnien und Herzegowina
An seiner Sitzung vom 18. Februar 2026 verabschiedete der Bundesrat die Botschaft zuhanden des Parlaments, die eine zeitlich befristete Verstärkung des Beitrags der Schweiz im Jahr 2027 um 12 bewaffnete Armeeangehörige zugunsten der multinationalen European Union Force in Bosnien und Herzegowina (EUFOR ALTHEA) vorsieht. Die 12 zusätzlichen Armeeangehörigen werden in den Bereichen Transport und Stabsarbeit eingesetzt. Vor dem Hintergrund der politischen Krisen im Land spielt die Mission EUFOR ALTHEA eine wesentliche Rolle für die Stabilisierung. Der Schweiz würde ihr Beitrag ermöglichen, die Europäische Union bei deren Stabilisierungsbemühungen in einer für die Schweiz wichtigen Region zu unterstützen. Der bewaffnete Einsatz muss nun vom Parlament genehmigt werden.
Aufforderung zum Obligatorischen Schiess-Programm wird digital
Im Rahmen der Digitalisierung werden auch im ausserdienstlichen Schiesswesen die Prozesse modernisiert. Angehörige der Armee erhalten die Aufforderung zum Absolvieren des Obligatorischen Programms neu digital über den Dienstmanager. Die bisherigen Prozesse bleiben während einer Übergangsphase bestehen.
Publikationshinweis: Projektbericht VBS für das 2. Halbjahr 2025
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat seinen Projektbericht für das 2. Halbjahr 2025 publiziert. Der Bericht im Webformat erscheint halbjährlich und gibt Auskunft über den aktuellen Stand der wichtigsten Top-Projekte des Departementes per 30. Juni und per 31. Dezember.
ZHAW rechnet militärische Kaderausbildung an Studiengänge an
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) rechnet künftig in verschiedenen Studiengängen die militärische Kaderausbildung an. Als erste Fachhochschule anerkennt die ZHAW die Kaderlaufbahn als Arbeitswelterfahrung. Dies regelt eine kürzlich unterzeichnete Vereinbarung zwischen der ZHAW und der Armee.
Frühzeitige Informationen vor Bedrohungen: Bundesrat will den Austausch von Luftlagedaten mit Partnern stärken
Der Bundesrat will den Schutz vor Bedrohungen aus der Luft weiter erhöhen. Er hat an seiner Sitzung vom 11.02.2026 beschlossen, Verhandlungen aufzunehmen, um internationale Abkommen zum Austausch von Luftlagedaten zu erweitern oder neu abzuschliessen. So soll die Schweiz rechtzeitig Hinweise auf potenzielle Bedrohungen erhalten – noch bevor diese den eigenen Luftraum erreichen – und wertvolle Vorwarnzeit für Bevölkerung und Armee gewinnen.
Bundesrat genehmigt internationales Übungsprogramm der Armee 2026
An seiner Sitzung vom 11. Februar 2026 hat der Bundesrat das Übungsprogramm für die internationale militärische Ausbildungszusammenarbeit 2026 genehmigt. Das Programm enthält Übungen im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden sowie Übungen, die nicht bereits durch bilaterale Rahmenausbildungsabkommen gedeckt sind.
Erneutes vorläufiges Fahrverbot für die Schützenpanzer M113 der Armee
Bei der Instandhaltung an den Schützenpanzern des Typs M113 wurden technische Probleme am Seitenantrieb festgestellt, welche den Schützenpanzer unter Umständen lenk- und bremsunfähig machen können. Sicherheit hat höchste Priorität, deshalb hat die Armee ein vorläufiges Fahrverbot für die gesamte M113-Flotte verfügt. Betroffen sind 238 Fahrzeuge.
Rekrut der BODLUV RS 33 in Emmen an Meningitis erkrankt
In der BODLUV RS 33 (Rekrutenschule Bodengestützte Luftverteidigung 33) in Emmen ist ein Rekrut an einer Meningitis erkrankt. Er befindet sich in Spitalpflege. Rund 120 weitere Rekrutinnen und Rekruten werden prophylaktisch behandelt und können vorsorglich nicht in den Wochenendurlaub.
Universität Luzern und Armee lancieren CAS in Aufsuchender Seelsorge mit Schwerpunkt Armeeseelsorge
Die Theologische Fakultät der Universität Luzern und die Höhere Kaderausbildung der Armee (HKA) initiieren das Certificate of Advanced Studies (CAS) in Aufsuchender Seelsorge mit Schwerpunkt Armeeseelsorge. Dieses Weiterbildungsprogramm ist Bestandteil des Technischen Lehrgangs Armeeseelsorge.
Milano/Cortina 2026: Rekordanteil auch bei den Sportsoldatinnen und Sportsoldaten
94 der 175 Schweizer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten und werden von der Spitzensportförderung der Armee für Trainings und Wettkämpfe unterstützt. Damit erreicht die Spitzensportförderung der Armee einen neuen Höchstwert.
Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 folgende Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.
G7-Gipfel in Evian: Assistenzdienst der Armee und eingeschränkte Luftraumnutzung
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 einen Assistenzdiensteinsatz der Armee zur Unterstützung der zivilen Behörden bei der Gewährleistung der Sicherheit während des G7-Gipfels in Évian-les-Bains (Frankreich) vom 15. bis zum 17. Juni 2026 gutgeheissen. Dieser subsidiäre Einsatz ergänzt die von den zivilen Behörden vorgesehenen Sicherheitsmassnahmen. Die Bundesversammlung befindet in ihrer nächsten Session, im März 2026, über den Einsatz.
armasuisse saniert Schiessplatz Langnau bei Reiden im Auftrag der Armee
In den kommenden Jahren saniert armasuisse im Auftrag der Armee den Schiessplatz Langnau bei Reiden. Die Sanierung beinhaltet Baumassnahmen, welche die Schiesslärmbelastung in der Umgebung senken. Mit dem Bauvorhaben einher gehen eine Altlastensanierung und auch eine Renaturierung des Weierbachs. Am 26. Januar 2026 informierten armasuisse sowie die Armee die Bevölkerung und Medien über die geplante Sanierung.
Armee zieht positive Bilanz nach WEF-Einsatz
Der Sicherungseinsatz der Armee zugunsten des Kantons Graubünden und das WEF-Jahrestreffen 2026 ist erfolgreich verlaufen. Täglich erfüllten rund 4700 Soldatinnen und Soldaten die Aufträge der Armee. Im geschützten Luftraum über Davos kam es zu zwei leichten Regelverletzungen.
Gemeinsame Trainings der Armee mit Frankreich für 2026
2026 trainieren Schweizer und französische Verbände der Truppengattungen Infanterie, Genie, Panzer und Artillerie gemeinsam. Diese Aktivitäten finden im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit der Schweizer Armee mit Frankreich statt. Sie ermöglichen es, die Interoperabilität zwischen den beiden Armeen zu vertiefen und die Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Der Chef der Armee nimmt an einem Empfang der NATO-Armeechefs in Brüssel teil
Am 21. Januar 2026 nimmt der Chef der Armee, Korpskommandant Bänz Roos, auf Einladung des Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, an einem Empfang der NATO-Armeechefs teil. Der Anlass in Brüssel ermöglicht dem neuen Chef der Armee einen ersten Austausch mit seinen europäischen Amtskollegen. Gesprächsthemen werden die Stärkung der Interoperabilität sowie die Möglichkeiten der Ausbildungskooperation sein.
Schweiz führte mit NATO-Partnern einen Forschungsworkshop zu Täuschtechnologien durch
Am 14. und 15. Januar 2026 führte das Bundesamt für Rüstung armasuisse gemeinsam mit der NATO Science and Technology Organisation (STO) einen Workshop zu Technologien über militärische Täuschung durch. Über 90 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Verteidigung diskutierten über den aktuellen technologischen Stand sowie zukünftige Herausforderungen.
Rüstungschef führt bilaterale Gespräche mit dänischem Amtskollegen in Kopenhagen
Der Rüstungschef, Urs Loher, trifft sich vom 15. bis 16. Januar 2026 mit dem dänischen Rüstungsdirektor, Lieutnant-General Kim J. Jørgensen, für bilaterale Gespräche in Kopenhagen, Dänemark. Im Zentrum steht der Austausch zu aktuellen sicherheits- und rüstungspolitischen Themen sowie Kooperationsmöglichkeiten im Rüstungsbereich. Zudem findet die Unterzeichnung der bilateralen Vereinbarung über die gegenseitige Anerkennung von amtlichen Güteprüfungen zwischen der Schweiz und Dänemark statt.
Neuer Kommandant Lehrverband Infanterie
Oberst i Gst Marc Schibli, zurzeit Chef Operationsgruppe A im Kommando Operationen, wird per 1. Februar 2026 neuer Kommandant Lehrverband Infanterie und zum Brigadier befördert. Er übernimmt diese Funktion von Brigadier Peter Baumgartner, der vorzeitig in den Ruhestand tritt. Der Bundesrat hat diese Ernennung an seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 beschlossen.
Publikationshinweis: Anpassung der Frist für das Vernehmlassungsverfahren zur Anpassung der Rechtsform RUAG MRO Holding AG auf den 21. April 2026
Der Versand der offiziellen Vernehmlassungseinladungen für die am 26. November 2025 eröffnete Vernehmlassung (betrifft Medienmitteilung «Neue Rechtsform für RUAG MRO: Vernehmlassung zu Überführung in spezialgesetzliche Aktiengesellschaft» vom 26. November 2025) ist noch ausstehend. Daher hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 die Vernehmlassungsfrist angepasst. Die Vernehmlassung dauert bis am 21. April 2026.
Nutzung von Synergien: Gruppe Verteidigung übernimmt Projektleitung für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem
Das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) löst bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ab und bildet das Rückgrat der sicheren Kommunikation für Bund, Kantone und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Um Synergien mit dem Projekt Telekommunikation der Armee besser zu nutzen, hat der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, die Projektverantwortung neu dem Kommando Cyber der Gruppe Verteidigung zugewiesen. Bislang wurde das Vorhaben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS geleitet.
Aktuelle Zahlen zu den Offset-Geschäften per Ende 2025
Das Offset-Register umfasst aktuell achtzehn Beschaffungsprojekte mit Offset-Verpflichtungen in der Höhe von 5,42 Milliarden Schweizer Franken, die von ausländischen Lieferanten mit Schweizer Unternehmen und Forschungseinrichtungen abgewickelt werden müssen. Davon sind per Ende 2025 Offset-Geschäfte in der Höhe von rund 2,85 Milliarden Schweizer Franken durchgeführt worden.
World Economic Forum 2026: Armee zum Konferenzschutz im Einsatz
Die Schweizer Armee unterstützt den Kanton Graubünden bei den Sicherheitsmassnahmen für das Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) 2026 in Davos. Heute Montag rückt das Gros der Truppe zum Assistenzdienst ein.
Rekrutenschulstart 1/26: 12’704 Rekrutinnen und Rekruten werden für die Verteidigung ausgebildet
Die erste Rekrutenschule 2026 beginnt heute Montag, 12. Januar. 12’704 Rekrutinnen und Rekruten sowie 2’728 Kader starten ihre Grundausbildung. Diese ist konsequent auf die Verteidigungsfähigkeit ausgerichtet. Der Anteil der Frauen liegt bei 2,4 Prozent.
Bundesrat heisst Bericht zu den Kosten der Armee gut
Die bezifferbaren Gesamtkosten der Armee lagen im Jahr 2023 bei 8510 Millionen Franken. Dies geht aus dem Bericht hervor, den der Bundesrat an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 in Erfüllung des Postulats Pointet (22.3410) gutgeheissen hat. Die schrittweise Erhöhung der Armeeausgaben richtet sich jedoch nach dem Zahlungsrahmen der Armee und nicht nach den Gesamtkosten. Damit ist die Erhöhung auf 1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) noch nicht erreicht. Der Bericht wirft zudem ein Schlaglicht auf den Nutzen der Armee und ihre aktuellen Limiten in ausgewählten Bedrohungs- und Gefahrenszenarien.
Waffenplatz Chur: Brandschutz am Zielhang Calanda wird fortgesetzt
Am 18. Dezember lassen armasuisse und die Armee zum achten Mal seit 2004 am Zielhang Calanda auf dem Schiessplatz Rossboden/Rheinsand in Chur Teilflächen von Restgrasbeständen kontrolliert abbrennen. Potenzielle Brände werden mit dieser Massnahme in ihrer Intensität und Ausbreitung gehemmt, was die Sicherheit bei Schiessübungen deutlich erhöht.
Der Chef der Armee auf Truppenbesuch in Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina
Am 18. und 19. Dezember 2025 besucht der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, in Kosovo sowie in Bosnien und Herzegowina die Truppen, die einen Beitrag zur militärischen Friedensförderung leisten. Bei dieser Gelegenheit trifft er auch den Kommandanten der Kosovo Force (KFOR) sowie den Kommandanten der Mission Althea der European Union Force (EUFOR).
Taskforce Drohnen erprobt Technologiereife von Angriffs- und Abwehrdrohnen
Vom 8. bis 19. Dezember 2025 werden auf dem Schiessplatz Hinterrhein (GR) Schweizer Angriffs- und Abwehrdrohnen erprobt. Ziel ist eine Markterkundung und qualitative Abschätzung der eingesetzten Drohnensysteme, um die Technologiereife zu erfassen. Die technischen Erprobungen werden von der Taskforce Drohnen durchgeführt mit Beteiligung des Bundesamts für Rüstung armasuisse, der Schweizer Armee und weiteren Partner. Sie soll den Fähigkeitsaufbau des Militärs im Drohnenbereich beschleunigen und Industrie, Wissenschaft und Militär zusammenbringen.
Neuer, einfacherer Zugang für Armeeangehörige: Dienstmanager neu mit AGOV nutzbar
Seit dem 15. Oktober 2025 steht Angehörigen der Armee neben dem bisherigen V-Login auch das neue behördenübergreifende AGOV-Login zur Anmeldung im Dienstmanager zur Verfügung. Damit wird der Zugang erleichtert und standardisiert, AGOV ist das Behörden-Login der Schweiz und wird von Bund, Kantonen und Gemeinden eingesetzt.
Waffenplatz Brugg: Aufwertung der Naturschutzzone Auschachen in Folge des Neubaus eines Munitionsmagazins
Im Herbst 2025 haben der Kanton Aargau, die Stadt Brugg, Pro Natura Aargau, das Waffenplatzkommando Brugg und armasuisse eine Vereinbarung unterzeichnet, um das Waffenplatzgelände bei der Naturschutzzone Auschachen in Brugg (AG) aufzuwerten. Ein Teil der ökologischen Aufwertungen dient als Ausgleich für den kürzlich realisierten Neubau eines Munitionsmagazins.
Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2025 folgende Ernennungen und Mutationen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.
Der Chef Kommando Operationen besucht das Einsatzführungskommando der italienischen Streitkräfte
Der Chef Kommando Operationen, Korpskommandant Laurent Michaud, besucht am 12. Dezember 2025 das Hauptquartier des Comando Operativo di Vertice Interforze (COVI) der italienischen Streitkräfte in Rom. Dieser Arbeitsbesuch ermöglicht die Stärkung der Beziehungen der Schweizer Armee zu ihrem internationalen Partner.
Der Kanton Waadt und der Bund bestätigen die Übernahme des Waffenplatzes Moudon
Die Waadtländer Regierung und der Bund als Eigentümer des Waffenplatzes Moudon haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Auf dem Waffenplatz Moudon im Waadtländer Broye-Bezirk soll künftig die neue Waadtländer Polizeiakademie entstehen. Die Armee wird ihrerseits voraussichtlich Ende 2027 den Standort Moudon verlassen. Der Kanton Waadt wird die Polizeiakademie zwischen 2030 und 2032 nach Moudon verlegen, sofern die erforderlichen Umbau- und Anpassungsarbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind. Längerfristig könnte der Standort als Ausbildungszentrum auch von anderen Sicherheitspartnern genutzt werden.
Sicherheitspolitische Gespräche zwischen der Schweiz und Österreich
Am 11. Dezember 2025 finden Gespräche zwischen den Verteidigungsministerien der Schweiz und Österreichs in Wien statt. Ziel des sicherheitspolitischen Dialogs ist es, die bilaterale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken. Im Fokus steht die aktuelle Lage in Europa sowie die Entwicklung der transatlantischen Beziehungen.
Waffenplatz Thun: Arealpartnerschaft erhöht Sicherheit bezüglich Stromversorgung deutlich
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), die RUAG Real Estate AG und die AVAG Umwelt AG haben eine Stromnetzpartnerschaft gegründet. Die Partner legen ihre Stromnetze auf dem Waffenplatz Thun zusammen. Dieser Schritt erhöht die Versorgungssicherheit und Resilienz deutlich und entlastet das öffentliche Stromnetz.
Kommando Cyber der Schweizer Armee trainierte an der «Cyber Coalition 25»
Das Kommando Cyber trainierte vom 24. November bis 4. Dezember 2025 in der internationalen Cyber-Defence-Übung der NATO «Cyber Coalition 25». Im Fokus standen der Einsatz von Mission Defence Teams (MDT), ihr Zusammenspiel mit der Berufsorganisation des Kommandos Cyber sowie die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern. Die Fähigkeiten und die Einbindung von MDT stärken die Verteidigungsfähigkeit der Armee.
Bundesrat ernennt Daniel Frutig-Meier zum Verwaltungsratspräsident der RUAG International
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Dezember 2025 Daniel Frutig-Meier zum Verwaltungsratspräsident der RUAG International, der Muttergesellschaft der Beyond Gravity, ernannt. Er wird per Januar 2026 zuerst als reguläres Mitglied in den Verwaltungsrat aufgenommen und an der ordentlichen Generalversammlung 2026 sein Amt als Verwaltungsratspräsident antreten
SIG Sauer P320: Neue Pistole für die Schweizer Armee aus inländischer Produktion
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse hat die Evaluation für eine neue Dienstpistole abgeschlossen und eine Typenwahl getroffen. Als neue Pistole wurde das Modell SIG Sauer P320 gewählt. Der Hersteller hat zugesichert, die Produktion in der Schweiz aufzubauen. Das entspricht der rüstungspolitischen Strategie des Bundesrats, sicherheitsrelevante industrielle Fähigkeiten in der Schweiz zu erhalten und aufzubauen.
Schweizer Armee stärkt internationale Kooperation im Pionierbereich
Am Military Engineering Centre of Excellence im deutschen Ingolstadt wurde heute Donnerstag, 4. Dezember 2025, die Schweizer Flagge gehisst. Grund für dieses Anlass ist eine Institutionalisierung der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der Schweizer Armee und dem MILENG COE. Der Lehrverband Genie/Rettung/ABC wird künftig in Ingolstadt mit einem Stabsoffizier vertreten sein.
Berufsoffizierslaufbahn künftig auch mit Fachhochschul-Studium möglich
Die Schweizer Armee ermöglicht angehenden Berufsoffizierinnen und -offizieren künftig einen neuen Ausbildungsweg: Sie absolvieren zuerst einen technischen Bachelor an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und erwerben danach das militärische Grundlagenwissen in einem Diploma of Advanced Studies (DAS) an der ETH Zürich. Am 28. November 2025 unterzeichneten dazu der Chef Kommando Ausbildung der Schweizer Armee, Korpskommandant Hans-Peter Walser, und der Direktionspräsident der FHNW, Prof. Dr. Crispino Bergamaschi, einen Letter of Intent.
Schweiz und USA starten Forschungsprojekt «A-VIPER» zur automatisierten Erkennung von Softwareschwachstellen
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse und das U.S. Air Force Research Laboratory (AFRL) haben das Forschungsprojekt «A-VIPER» gestartet. Es basiert auf dem bestehenden Rahmenabkommen zwischen dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und dem US-Verteidigungsdepartement (DoD). Es zielt darauf ab, die automatisierte Identifikation, Analyse und Priorisierung von Software-Schwachstellen in sicherheitskritischen Systemen entscheidend weiterzuentwickeln.
Inspektion militärischer Aktivitäten der Schweizer Armee durch Schweden
Auf Ersuchen von Schweden und mit Zustimmung der Schweiz trifft am 2. Dezember 2025 eine vierköpfige Inspektionsgruppe in der Schweiz ein. Diese Inspektion erfolgt im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Ideenwettbewerb zur Bergung von Munition entschieden
Ein Expertengremium hat die drei besten Vorschläge für die umweltschonende und sichere Bergung von Munition aus Schweizer Seen ausgewählt. Die Vorschläge liefern wichtige Ansätze für weitere Untersuchungen – eine konkrete Bergung ist aber nicht geplant, solange das Monitoring keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt zeigt.
Swiss Defence Industry Day in Brüssel: Eigene Industrie stärken, Kooperation mit Europa vertiefen
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse organisiert am 1. Dezember 2025 zusammen mit dem Branchenverband SWISS ASD (Aeronautics, Security and Defence), den Schweizer Missionen bei NATO und EU sowie der bilateralen Botschaft in Brüssel den zweiten «Swiss Defence Industry Day». Der Anlass findet im EFTA-Haus in Brüssel statt. Ziel ist die Pflege internationaler Kontakte und die Positionierung der Schweiz als attraktiven Standort für die Rüstungsindustrie. Armasuisse-Direktor Urs Loher reist dafür nach Belgien.
Bundesrat Pfister besucht den Militärflugplatz Florennes in Belgien
Am 1. Dezember 2025 besucht Bundesrat Martin Pfister, Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), den Militärflugplatz Florennes in Belgien. Begleitet wird er von einem Dutzend Mitglieder des National- und Ständerates. Beim Besuch geht es darum, sich über die operationellen Erfahrungen der belgischen Luftwaffe mit dem Kampfflugzeug F-35A zu informieren. Der Bundesrat nimmt zudem am Swiss Defence Industry Day in Brüssel teil, der darauf abzielt, die Schweiz als attraktiven Standort für die Rüstungsindustrie zu fördern und die internationale Sichtbarkeit ihres technologischen Knowhows zu erhöhen. Beim Besuch in Brüssel trifft Bundesrat Pfister erstmals persönlich auf NATO-Generalsekretär Mark Rutte.
Zweite Evakuation verletzter Kinder aus dem Gaza-Streifen abgeschlossen
Die Schweiz hat ihre humanitäre Aktion zur Evakuation verletzter Kinder aus dem Gaza-Streifen mit einer zweiten Operation abgeschlossen. Am Freitag wurden in Kooperation mit Norwegen 13 Kinder und 51 Familienangehörige, die zuvor vom Gaza-Streifen nach Jordanien gelangten, in die Schweiz überführt. In der Schweiz werden sie von acht verschiedenen Kantonen aufgenommen und in Universitäts- und Kantonsspitälern medizinisch behandelt. In der Schweiz durchlaufen sie ein ordentliches Asylverfahren. Im Rahmen ihrer humanitären Aktion hat die Schweiz insgesamt 20 verletzte Kinder und 78 Begleitpersonen aus dem Gaza-Streifen evakuiert.
Kommandoübergabe des Chefs der Armee
Heute Donnerstag, 27. November 2025, übergibt der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, in Luzern in einer feierlichen Zeremonie das Kommando der Schweizer Armee an seinen designierten Nachfolger Divisionär Bänz Roos. Die Standartenübergabe im Ratssaal des Regierungsgebäudes des Kantons Luzern markiert den Wechsel an der Spitze der Armee.
Neue Rechtsform für RUAG MRO: Vernehmlassung zu Überführung in spezialgesetzliche Aktiengesellschaft
Der Bundesrat will die RUAG MRO Holding AG (RUAG MRO) in eine spezialgesetzliche Aktiengesellschaft (AG) des öffentlichen Rechts überführen und hat an seiner Sitzung vom 26. November 2025 die Vernehmlassung eröffnet. Die neue Rechtsform trägt den veränderten sicherheitspolitischen Bedürfnissen besser Rechnung als die heutige privatrechtliche AG. Zudem verfügt der Bund so über wirksamere und präziser umschriebene Steuerungsinstrumente. Damit schafft der Bundesrat Rechtssicherheit und berücksichtigt im Parlament geäusserte Kritikpunkte.
Publikationshinweis: Bericht des Bundesrates «Allgemeine Bilanz über den Einsatz der Armee und des Zivilschutzes zur Unterstützung der Kantone in der Covid-19-Pandemie»
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. November 2025 seinen Bericht «Allgemeine Bilanz über den Einsatz der Armee und des Zivilschutzes zur Unterstützung der Kantone in der Covid-19-Pandemie» in Erfüllung des Postulats 23.4314 der GPK-S vom 12. Oktober 2023 gutgeheissen.
Zusammenstoss von zwei Patrouillenbooten der Armee auf dem Genfersee
Heute Nacht ist es im Rahmen einer Übung der Motorbootkompanie 10 der Schweizer Armee auf dem Genfersee zu einem Zusammenstoss von zwei Patrouillenbooten 16 gekommen. Ein Armeeangehöriger wird medizinisch untersucht. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet.
Überprüfung der Militärpolizei der Schweizer Armee durch die Niederlande, Belgien und Portugal
Auf Ersuchen der Niederlande und nach erfolgter Zustimmung der Schweiz findet am 25. November 2025 eine Überprüfung der Militärpolizei im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt.
Staatssekretär Mäder besucht das Halifax International Security Forum
Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, vertritt das VBS vom 21. bis 23. November 2025 an der Sicherheitskonferenz «Halifax International Security Forum» in Kanada.
Schweizer Armee baut weiter ihre Fähigkeiten im Bereich Drohnen auf
Fünfzehn Rekruten absolvierten eine Ausbildung zu First Person View-Drohnenpiloten, um in der Folge mit der Truppe in einem Feldversuch eingesetzt werden zu können. In diesem unterstützten sie mit ihren Fähigkeiten die Entwicklung von Einsatzverfahren für Angriffsdrohnen. Die Ausbildung in Thun und der anschliessende Feldversuch in Bure bauten die Fähigkeiten der Schweizer Armee im Bereich Drohnen weiter aus und erfolgten im Kontext der Taskforce Drohnen mit Beteiligung der Schweizer Armee, des Bundesamts für Rüstung armasuisse sowie mit externen Partnern.
Armeewettkampf 25: Die erste Austragung ist gestartet
Heute Freitagmorgen, 21. November 2025, hat der erste Armeewettkampf (AWK) begonnen. Bis am Sonntag, 23. November 2025, messen sich 320 Armeeangehörige aus allen Truppengattungen der Schweizer Armee in verschiedenen militärischen Disziplinen. Dieses Engagement dient der Vertiefung der militärischen Fähigkeiten der Bürgerinnen und Bürger in Uniform und damit der Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der Armee.
Abwehr von Mini-Drohnen: armasuisse beschafft Drohnenabwehrsysteme des Schweizer Lieferanten Securiton
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse hat den Zuschlagsentscheid für Systeme zur Abwehr von Mini-Drohnen getroffen. Nach einem vierwöchigen Evaluationstest (Feldversuch) zur Detektion und Abwehr von Mini-Drohnen zum Schutz militärischer Infrastrukturen auf dem Flugplatz Meiringen hat armasuisse den Schweizer Lieferanten Securiton mit der Lieferung von mehreren Abwehrsystemen beauftragt. Die Systeme sind teilmobil ausgelegt und können damit auch bei subsidiären Einsätzen der Schweizer Armee zugunsten ziviler Behörden eingesetzt werden.
Ernennungen von Höheren Stabsoffizieren der Armee
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. November 2025 folgende Ernennungen von Höheren Stabsoffizieren beschlossen.
Verlängerung der Schweizer Beteiligung an der KFOR bis 2029 und erneute Möglichkeit der Bestandeserhöhung
Anlässlich seiner Sitzung vom 19. November 2025 hat der Bundesrat die Botschaft zuhanden des Parlaments zur Verlängerung um drei Jahre des Einsatzes der Schweizer Armee zur Unterstützung der multinationalen Kosovo Force (KFOR) der NATO und zur Erteilung der Kompetenz zur Bestandeserhöhung während der Laufzeit des Mandats verabschiedet. Vor dem aktuellen sicherheitspolitischen Hintergrund bleibt die KFOR als Garantin eines sicheren Umfelds, das der Entwicklung Kosovos und der Stabilität der ganzen Region förderlich ist, notwendig. Der bewaffnete Einsatz muss vom Parlament genehmigt werden.
Teilnahme des Chefs Kommando Cyber am internationalen Cyber Commanders Forum
Der Chef Kommando Cyber, Divisionär Simon Müller, nimmt vom 17. - 19. November am Cyber Commanders Forum (CCF) in Prag teil. Dieses bietet Kommandanten von militärischen Cyberorganisationen die Möglichkeit, sich über aktuelle Herausforderungen auszutauschen. Durch die Teilnahme festigt und erweitert die Schweizer Armee ihr internationales Netzwerk.
Schweizer Luftwaffe trainiert Helikoptereinsätze in Schweden
Vom 17. November bis 12. Dezember 2025 führt die Schweizer Luftwaffe in Vidsel (Schweden) ein Training mit vier Cougar-Helikoptern durch. Ziel der Übung ist die Weiterentwicklung der taktischen Fähigkeiten bei Tag und Nacht sowie im Tiefflug.
Armeebestand 2025 – Vorzeitige Abgänge bleiben die grösste Herausforderung
Die Armee zählte am 1. März 2025 rund 146'700 Eingeteilte. Dennoch kann in den nächsten Jahren eine ausreichende Alimentierung der Wiederholungskurse nicht sichergestellt werden. Ein wesentlicher Grund dafür sind die vorzeitigen Abgänge.
Orientierungstag für Schweizerinnen zu Armee und Zivilschutz: Bundesrat eröffnet Vernehmlassung
Der Bundesrat will den jungen Schweizerinnen einen vertieften Einblick in die Möglichkeiten und Chancen in der Armee und im Zivilschutz ermöglichen. Zu diesem Zweck will er einen obligatorischen Orientierungstag für junge Frauen einführen, wie er für junge Männer bereits Pflicht ist. Die dafür erforderlichen Änderungen in Bundesverfassung und Gesetzen hat er an seiner Sitzung vom 12. November 2025 in die Vernehmlassung geschickt.
Der Chef der Logistikbasis nimmt am Logistics Committee in Brüssel teil
Die Schweiz wurde für das Logistics Committee (LC) der NATO eingeladen. Der Chef der Logistikbasis der Armee, Divisionär Rolf A. Siegenthaler, wird am 12. November am Treffen der NATO-Logistikchefs teilnehmen. Seinen Aufenthalt in Brüssel nutzt er, um zusätzliche bilaterale Gespräche zu führen.
Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15): Vertragsnachtrag unterzeichnet
armasuisse und die Herstellerin Elbit Systems Ltd haben einen Vertragsnachtrag zum Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15) unterzeichnet. Dieser beinhaltet unter anderem auch die Leistungen für die nicht umzusetzenden drei Funktionalitäten.
Sanierung und Modernisierung des Schiessplatzes Vugelles-La Mothe: armasuisse und die Armee haben die Bevölkerung informiert
Der in den 1940er-Jahren erbaute Schiessplatz Vugelles-La Mothe ist für die Infanterie von grosser Bedeutung. Seine Infrastruktur ist jedoch veraltet und erfordert eine Gesamtrenovation. armasuisse plant die Erneuerung des Schiessplatzes in den nächsten Jahren. armasuisse und die Armee haben die Bevölkerung über das Bauvorhaben informiert.
Multispektrale Tarnsysteme: armasuisse trifft Zuschlagsentscheid für Schweizer und europäische Hersteller
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse hat den Zuschlagsentscheid für Multispektrale Tarnsysteme (MSTS) getroffen. Berücksichtigt wurden neben der Leistungsfähigkeit der Systeme auch deren Einsatzintegration sowie logistische und wirtschaftliche Kriterien. Die Beschaffung wird mit allen drei europäischen Lieferanten der Shortlist, SSZ Camouflage AG aus der Schweiz, Saro GmbH aus Deutschland und Saab Barracuda AB aus Schweden, weitergeführt.
Nacht- und Tiefflug-Training der Schweizer Luftwaffe in Grossbritannien
Vom 10. November bis 5. Dezember 2025 trainieren Angehörige der Schweizer Luftwaffe in Leeming (Grossbritannien) ihre Fähigkeiten bei Dunkelheit und in niedrigen Höhen. Mit bis zu zehn F/A-18-Kampfflugzeugen können die Piloten dort einen grossen Teil ihres jährlichen Nacht- und Tiefflugtrainings unter realistischen Einsatzbedingungen absolvieren.
Neuer Chef Kommando Ausbildung der Armee
Brigadier Gregor Metzler, zurzeit Kommandant der Generalstabsschule, wird per 1. Februar 2026 neuer Chef des Kommandos Ausbildung der Armee und zum Korpskommandant befördert. Er übernimmt diese Funktion von Korpskommandant Hans-Peter Walser, der in den Ruhestand tritt. Der Bundesrat hat diese Ernennung des Höheren Stabsoffiziers an seiner Sitzung vom 5. November 2025 beschlossen.
Beschaffung von Ausrüstung zur elektronischen Kriegführung: Bundesrat genehmigt Beitritt zum Memorandum of Understanding SAWFISH
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. November 2025 die Teilnahme der Schweiz am Memorandum of Understanding betreffend die Beschaffung und den laufenden Support von Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung (MoU Sawfish) mit den Niederlanden und Deutschland genehmigt. Dies erlaubt es der Schweiz, sich gemeinsamen Beschaffungen anzuschliessen und vom Austausch von Informationen sowie Erfahrungen der beiden Staaten im Bereich der elektronischen Kriegführung zu profitieren.
Besuch der Partner Interoperability Advocacy Group in der Schweiz
Vom 4. bis 6. November 2025 besuchen Vertreter der Partner Interoperability Advocacy Group (PIAG) die Schweiz. Die PIAG vertritt die gemeinsamen Interessen der Schweiz und ihrer Partnerländer im Bereich der militärischen Interoperabilität (Zusammenarbeitsfähigkeit) gegenüber der NATO. Ziel des Austauschs ist, das gegenseitige Verständnis zu verbessern und die partnerschaftliche Kooperation zu stärken.
Erstes Kampfflugzeug der Armee erreicht 5'000 Flugstunden
Erstmals hat ein Kampfflugzeug der Schweizer Luftwaffe die Marke von 5’000 Flugstunden erreicht. Dieser Meilenstein unterstreicht die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der F/A-18-Flotte, zeigt jedoch zugleich, dass sich die Flugzeuge dem Ende ihrer technischen Lebensdauer nähern. Der geplante Ersatz durch den F-35A ist daher ein wichtiger Schritt, um die Einsatz- und Verteidigungsfähigkeit der Schweiz auch in Zukunft sicherzustellen.
Der Chef der Armee trifft sich in der Schweiz mit seinen deutschsprachigen Amtskollegen
Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, trifft sich im Rahmen des trinationalen Austauschs DACH-Alpendreieck mit den Armeechefs Deutschlands und Österreichs. Das Treffen findet am 30. und 31. Oktober 2025 in der Schweiz statt.
Cyber Start-up Challenge 2025: Das Start-up Pometry Ltd aus London überzeugt das VBS
Das in London ansässige Start-up-Unternehmen Pometry Ltd wurde vom Cyber-Defence Campus von armasuisse zum Gewinner der diesjährigen Cyber Start-up Challenge gekürt. Mit ihrer Echtzeit-Analyse dynamischer Datenbeziehungen in Branchen wie Finanzen, Versicherungen und sozialen Netzwerken überzeugte Pometry Ltd die Fachjury und setzte sich gegen starke internationale Konkurrenz durch. Das Start-up erhält einen Auftrag im Wert von bis zu 100’000 CHF zur Umsetzung eines Proof of Concept seiner Technologie im Umfeld des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS.
Die Schweiz und die Europäische Verteidigungsagentur aktualisieren ihre Zusammenarbeit
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 29. Oktober 2025 die aktualisierte Vereinbarung zwischen der Schweiz und der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) genehmigt. Die Verabschiedung der Vereinbarung durch den Rat der EU ist noch ausstehend. Angesichts der Veränderungen des sicherheitspolitischen Umfelds in Europa will der Bundesrat die im Jahr 2012 mit der EVA abgeschlossene Vereinbarung strategischer auf die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz ausrichten.
Bundesrat richtet die Armee auf die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit aus
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. Oktober 2025 die Änderung der Verordnung über die Strukturen der Armee gutgeheissen. Ein Schwerpunkt der Revision ist die Dezentralisierung der Luftwaffe. Weitere Änderungen betreffen die Organisation der Militärpolizei, die Bildung des Kompetenzzentrums Weltraum und die Modernisierung der Bodentruppen. Die Änderungen dienen dazu, die Armee vermehrt auf die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit auszurichten. Sie tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.
Weiterer Kompetenzaufbau in der Waffen- und Munitionsbewirtschaftung in Bosnien und Herzegowina
Anlässlich seiner Sitzung von 29. Oktober 2025 hat der Bundesrat beschlossen, den Kapazitätsaufbau der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina für die sichere Lagerung und Bewirtschaftung von Waffen und Munition auf bilateraler Basis weiterzuführen. Der Bundesrat stellt mit der Entsendung von bis zu 10 Schweizer Waffen- und Munitionsexperten sicher, dass sich das seit mehreren Jahren laufende Unterstützungsprojekt erfolgreich abschliessen lässt.
Das BASPO nimmt die provisorische Unterkunft in Magglingen mit dem Start der Spitzensport-RS in Betrieb
Die Verzögerung des Baus eines neuen Unterkunfts- und Ausbildungsgebäudes für die Spitzensportförderung der Armee macht ein Provisorium notwendig. Am 27. Oktober 2025 werden die Athletinnen und Athleten der Spitzensport-Rekrutenschule (RS) erstmals in der provisorischen Unterkunft des Bundesamts für Sport BASPO in Magglingen untergebracht.
Verletzte Kinder werden für medizinische Behandlungen aus dem Gazastreifen evakuiert
Im Rahmen einer humanitären Operation evakuiert die Schweiz eine erste Gruppe von sieben verletzten Kindern aus dem Gazastreifen in die Schweiz. Diese Kinder und ihre Begleitpersonen werden von sieben verschiedenen Kantonen aufgenommen und in den dortigen Universitäts- und Kantonsspitälern medizinisch behandelt. Sie durchlaufen ein Asylverfahren in der Schweiz. Die humanitäre Operation wurde von mehreren Bundesstellen und Kantonen gemeinsam vorbereitet und wird in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Médecins Sans Frontières (MSF) und der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega durchgeführt.
Der Staatssekretär für Sicherheitspolitik trifft sich mit dem Permanent Secretary (Defence) von Singapur
Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, empfängt Chan Heng Kee, Permanent Secretary (Defence) von Singapur, am 21. Oktober 2025 in Bern. Sie tauschen sich über aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen und Herausforderungen aus und besuchen die nationale Alarmzentrale.
Teilmobile Radare kurzer Reichweite: armasuisse beschafft italienisches Radarsystem zur Luftraumüberwachung für die Luftwaffe
Um die Lufthoheit im unteren Luftraum besser wahren zu können, benötigt die Schweizer Luftwaffe teilmobile Radare kurzer Reichweite. Das Bundesamt für Rüstung armasuisse hat hierzu im Rahmen eines Einladungsverfahrens den Lieferanten für dieses neue System gewählt. Den Zuschlag für diese wichtige neue Fähigkeit der Schweizer Luftwaffe erhielt der italienische Hersteller Leonardo mit seinem Radarsystem TMMR (Tactical Multi Mission Radar).
Französische und Schweizer Panzer- und Artillerieverbände führen gemeinsame Trainings in der Schweiz weiter
Im Oktober und November 2025 trainieren französische und Schweizer Panzer- und Artillerieverbände erneut zusammen in der Schweiz. Das erste Training dieser Art fand im Mai 2025 statt. Bei den gemeinsamen Trainings wird jeweils ein realitätsnahes Szenario simuliert. Die gemachten Erfahrungen ermöglichen der Schweizer Armee, ihre Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Die bilateralen Aktivitäten erfolgen im Rahmen der langjährigen engen Kooperation der beiden Länder.
Der Chef Kommando Operationen empfängt seine deutschsprachigen Amtskollegen
Der Chef Kommando Operationen, Korpskommandant Laurent Michaud, empfängt vom 16. bis 17. Oktober 2025 seine Amtskollegen der Streitkräfte Deutschlands und Österreichs im Rahmen der jährlichen D-A-CH-Gespräche. Diese finden dieses Jahr in der Schweiz, genauer im Ausbildungszentrum der Spezialkräfte in Isone, statt.
Wirkung der Bodensysteme veranschaulicht
Die Schweizer Armee hat vom 13. bis am 17. Oktober 2025 auf dem Schiessplatz Hinterrhein (GR) mehreren hundert Armeekadern die Wirkung aller relevanten Bodensysteme im Scharfen Schuss aufgezeigt. Die Kaderausbildung mit dem Titel «Reloaded 25» ist ein weiterer Schritt hin zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.
Der Chef der Armee empfängt die in der Schweiz akkreditierten ausländischen Verteidigungsattachés
Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, vermittelt dem Korps der in der Schweiz akkreditierten Verteidigungsattachés vom 15. bis 17. Oktober 2025 einen Einblick in die Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee.
Offener Brief an die Wirtschaft für mehr Unterstützung der Armeeangehörigen
Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, und Severin Moser, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, haben sich diese Woche mit einem offenen Brief gemeinsam an die Schweizer Wirtschaft gewandt, um sie zu mehr Unterstützung und Verständnis für die Militärdienstpflicht der Arbeitnehmenden aufzufordern. Zuvor hatten in den Medien mehrere junge Betroffene von ihren Erfahrungen berichtet.
Rüstungschef führt Arbeitsgespräche mit der französischen Generaldirektion für Rüstung (DGA) in Paris
Der Rüstungschef, Urs Loher, reiste vom 9. bis 10. Oktober 2025 nach Paris für bilaterale Gespräche mit der französischen Generaldirektion für Rüstung (DGA). Bei den Gesprächen standen aktuelle rüstungspolitische Entwicklungen sowie die bilaterale Zusammenarbeit im Vordergrund.
Austritt von Treibstoff auf dem Flugplatz Meiringen
Am Nachmittag des 9. Oktober 2025 ist auf dem Militärflugplatz Meiringen eine grössere Menge an Treibstoff ausgetreten. Ein Teil der Flüssigkeit gelangte dabei in einen nahegelegenen Bach. Die Sicherheits- und Umweltschutzmassnahmen wurden umgehend eingeleitet. Die Armee steht in engem Kontakt mit den kantonalen Umwelt- und Sicherheitsbehörden.
Bundesrat Martin Pfister informiert sich in Payerne über Arbeiten für den F-35 und Investitionen in die Region
Auf dem Militärflugplatz Payerne haben die Arbeiten zur Einführung des neuen F-35A begonnen. Die RUAG MRO tätigt grosse Investitionen zur Wartung des Kampfflugzeuges, die Luftwaffe richtet ein Trainingszentrum mit Simulatoren ein und Westschweizer Technologieunternehmen profitieren von den Offsetgeschäften der Beschaffung. Bundesrat Martin Pfister, Chef VBS, informiert sich heute über den Stand der Arbeiten und tauscht sich mit Interessensvertretungen aus der Region aus.
Bodengestützte Luftverteidigung grösserer Reichweite: Arbeitsbesuch des Rüstungschefs in den USA
Rüstungschef Urs Loher führte am 2. Oktober 2025 Fachgespräche mit Vertretern des US-Verteidigungsministeriums im Pentagon in Virginia, in den USA. Im Zentrum der Gespräche stand das weitere Vorgehen bei der Beschaffung der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite (Bodluv GR).
Teilendmontage von F-35A-Kampfflugzeugen in der Schweiz: Grosse sicherheitspolitische Bedeutung
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS unterstützt das Offset-Projekt RIGI der RUAG MRO Holding AG. Die Teilendmontage und das Testen von vier F-35A-Kampfflugzeugen in der Schweiz haben eine grosse sicherheitspolitische Bedeutung. Die Schweiz kann dadurch Know-how mit dem Kampfjet der neusten Generation aufbauen und ihre Unabhängigkeit in der Instandhaltung stärken. Die RUAG MRO wird die Umsetzung des Projekts in ihre Strategie für den Geschäftsbereich «Air» einbetten. Dabei wird geprüft, wie der Bereich zu einem europäischen Zentrum für Militärluftfahrt weiterentwickelt und gestärkt werden kann.
Armee baut Fähigkeiten im Weltraum auf
An seiner Sitzung vom 8. Oktober 2025 hat der Bundesrat die «Gesamtkonzeption Weltraum» der Armee zur Kenntnis genommen. Sie zeigt auf, welche Fähigkeiten die Armee im Weltraum bis Mitte der 2030er-Jahre aufbauen wird, um die Verteidigungsfähigkeit stärken und sicherheitsrelevante Dienste für die Schweiz bereitstellen zu können. Die Konzeption schafft die Grundlage für eine verstärkte Nutzung von weltraumgestützten Anwendungen, reduziert die Abhängigkeit von Drittstaaten und ermöglicht eine gezielte Kooperation mit internationalen Partnern.