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Veröffentlicht am 5. Februar 2026

Situation auf dem Rüstungsmarkt

Der Krieg in der Ukraine beeinflusst den Rüstungsmarkt weiterhin stark.

Westeuropäische Staaten und die USA haben in den vergangenen vier Jahren die ukrainischen Streitkräfte umfassend mit Waffen und Munition unterstützt. Nun stocken sie ihre eigenen Lagerbestände auf. Das hat die Nachfrage nach Rüstungsgütern stark verstärkt. Deshalb sind die Preise gestiegen und die Lieferzeiten werden länger.

Von der ausländischen Rüstungsindustrie abhängig

Die angespannte Situation auf dem Rüstungsmarkt zeigt sich am Beispiel der Munition. Produkte westlicher Firmen haben sich seit Beginn des Krieges in der Ukraine um rund die Hälfte verteuert. Der Preis für Artilleriegranaten hat sich sogar vervielfacht. Hingegen werden die Produktionskapazitäten bloss langsam erhöht. Das gilt besonders für Europa.

Bei der Munition ist die Schweiz besonders stark von der ausländischen Rüstungsindustrie abhängig. Die beliefert jedoch primär das eigene Land sowie dessen militärischen Bündnispartner. Ebenfalls bevorzugt werden Kunden, die Standardprodukte in grossen Mengen bestellen. Die Schweiz, die als Staat keinem Militärbündnis angehört und vergleichsweise kleine Aufträge erteilt, geniesst bei ausländischen Herstellern keinen Vorrang.

Die Verteidigungsfähigkeit der Armee stärken

Deshalb will der Bundesrat seine Rüstungspolitik neu ausrichten. Er hat in seiner rüstungspolitischen Strategie vom 20. Juni 2025 bekräftigt, die verbleibende verteidigungskritische Industriebasis der Schweiz erhalten und die gesamte sicherheitsrelevante Technologie- und Industriebasis stärken zu wollen. Zudem will er zum einen die Forschung, Entwicklung und Innovation ausbauen, um die Armee weiterzuentwickeln. Zum andern will er die internationale Rüstungskooperation der Schweiz intensivieren. Mit diesen Massnahmen will der Bundesrat sicherstellen, dass die Armee rechtzeitig und der Notwendigkeit entsprechend bewaffnet, ausgerüstet und mit den erforderlichen Dienstleistungen versorgt wird, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

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