Zurück zur Übersicht Wirtschaft und Armee

Höhenflüge mit Bildung und Wirtschaft

Der Chef der Armee hat die Flugvorführung auf der Axalp-Ebenfluh im Oktober als Gelegenheit für einen Austausch mit Gästen aus den Wirtschafts- und Bildungssektoren genutzt. Es kam zu vielen angeregten Gesprächen darüber, wie das Thema Sicherheit in den Unterricht einfliessen könnte oder über den Mehrwert der Führungsausbildung.

23.10.2017 | Ruth van der Zypen, Komm V

Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, mit Christiane Charmey, Präsidentin der Vereinigung Frauen-KMU Suisse Romande
Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, mit Christiane Charmey, Präsidentin der Vereinigung Frauen-KMU Suisse Romande

Sie bietet eine Plattform, die spektakuläre Flugvorführung auf der Axalp. Dies nicht nur in Form des soliden Zuschauerturms auf über 2200 Metern über Meereshöhe sondern auch metaphorisch, als Plattform der Begegnung. An jenem sonnigen Oktobertag hatte der Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, Vertreter verschiedener Wirtschafts- und Bildungsorganisationen eingeladen. Vertreten waren etwa der Schweizerische Gewerbeverband, der Verband der Schweizer Maschinen- Elektro- und Metall-Industrie Swissmem, die Westschweizer Frauen-KMU-Vereinigung sowie der Vorstand der Schweizerischen Konferenz der kaufmännischen Berufsfachschulen und die Vereinigung Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und -lehrer. 

Gespräch mit dem Chef selber

Während des Anlasses, der auf dem Flugplatz in Belp startete, präsentierte der Chef der Armee den Teilnehmern aktuelle und zukünftige Themen und Herausforderungen aus Sicht der Armee. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, ihm direkt nach dem kurzen Referat sowie auch im persönlichen Gespräch Fragen zu stellen. Beispielsweise wurden detailliertere Erörterungen zu möglichen zukünftigen Bedrohungslagen bei Cyber-Angriffen erfragt und gemeinsame Bedürfnisse diskutiert. 

Zukunft der Ausbildung

In Fragen der Aus- und Weiterbildung fanden die Gäste aus dem Bildungssektor sowie der Direktor der Militärakademie, Brigadier Peter C. Stocker, viele gemeinsame Interessen. Darunter ging es um neue Formen des Lernens, wie eLearning und Gruppencoachings. Thema war auch, welche Kompetenzen in Zukunft von jungen Menschen benötigt werden. Reges Interesse bestand wie immer am Expertenwissen der Armee sowie an der Möglichkeit einer zukünftigen Kooperation bei bestimmten Lehrgängen. Auch persönlichere Fragen durften einmal gestellt werden. Zum Beispiel interessierte die Lehrpersonen, wie der Chef der Armee seine eigene Gymnasialzeit erlebt habe. 

Voneinander lernen

Der intensive Austausch zwischen den Persönlichkeiten mit und ohne Uniform brachte zweifellos einen Mehrwert für beide Seiten. Einen aktuellen Einblick für die Armee in die Bereiche Wirtschaft und Bildung sowie einen persönlichen Dialog der zivilen Seite mit höchsten Vertretern der Armee. Ziel ist unter anderem, die Organisationen einander näher zu bringen unter dem Oberbegriff der Sicherheit. Zu verstehen, dass alle Organisationen eine gute Führungsausbildung benötigen und gegenseitig zu schätzen wissen, gerade in unserem Milizsystem. Und Anfragen zu Themen, welche die Weiterentwicklung der Armee betreffen, im Gespräch zu erläutern. Es geht um Wissenstransfer, Zusammenarbeit und das Verständnis sowie verständlich-Machen der Anliegen der Armee.  Diese Komponenten werden wird in Zukunft entscheidend sein, damit gemeinsam weitere Höhenflüge realisierbar sind.

Fotos