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Luftpolizeidienst 24

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Der Luftpolizeidienst ist – neben der Luftverteidigung – ein wichtiges Mittel zur Wahrung der Lufthoheit und somit zum Schutz des Luftraums. Er sorgt für einen sicheren Luftverkehr und kann die hoheitlichen Rechte der Schweiz durchsetzen, indem die Einhaltung der Luftverkehrsregeln und der Lufthoheit überprüft und – wenn notwendig – erzwungen wird. Er unterstützt Luftfahrzeuge in Not und bei technischen Problemen. 

Um das Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP24) weiter voranzutreiben, wurde die Einsatzzeit des Luftpolizeidienstes per 01. Januar 2019 auf den Zeitraum zwischen 6 und 22 Uhr erweitert. Dieser aktuelle Zeitplan gilt 365 Tage im Jahr, also auch an Wochenenden und Feiertagen. In diesem Zeitfenster werden 90% des zivilen Flugverkehrs über der Schweiz abgewickelt. Ab Anfang 2021 wird die Luftwaffe rund um die Uhr intervenieren können. 

Für den LP24 stehen permanent zwei bewaffnete Flugzeuge bereit. Diese werden für «Hot Missions» und «Live Missions» eingesetzt. Bei «Hot Missions» handelt es sich um Einsätze wegen Luftfahrzeugen,die die Lufthoheit der Schweiz oder die Luftverkehrsregeln in schwerwiegender Weise verletzen oder aufgrund technischer Probleme Unterstützung benötigen. Die «Live Missions» hingegen sind stichprobenartige Kontrollen von Staatsluftfahrzeugen, die für das Überfliegen der Schweiz eine diplomatische Freigabe (Diplomatic Clearance) benötigen.

Der Hauptstandort von LP24 ist der Militärflugplatz Payerne. Im Falle einer Pistenschliessung, welche insbesondere im Sommer für wiederkehrende Sanierungsarbeiten geplant wird, können die Flugzeuge auch von Emmen oder Meiringen aus eingesetzt werden. Durch LP24 kann es auch ausserhalb der ordentlichen militärischen Flugbetriebszeiten zu Flugbewegungen mit Kampfjets und dabei teilweise auch zu Überschallflügen kommen.