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Der neue Heliport in Davos

Personentransporte per Helikopter sind am WEF an der Tagesordnung. Für die diesjährige Ausgabe musste allerdings ein neuer Landeplatz eingerichtet werden. Ein Augenschein am temporären Heliport Pischa.

27.05.2022 | CUMINAIVEL | rb


Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen oder Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. Sie und viele weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft kamen für das diesjährige Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Davos. Die VIP unter den VIP, sprich die sogenannten völkerrechtlich geschützten Personen, wurden als einzige per Helikopter direkt nach Davos an das WEF geflogen und landeten auf dem neuen Heliport bei der Talstation der Davoser Pischabahn. Für den Transport ist die Armee zuständig.

Cuminaivel trifft Oberstleutnant Lukas Rechsteiner auf dem Heliport Pischa. Als einer von zwei Chief Flight Operators (CFO) ist er dort für den Flugbetrieb verantwortlich. Heute ist es ausserordentlich ruhig. Gewitter und Windböen verhindern die geplanten Flüge. «Üblicherweise landen hier etwa fünf Delegationen pro Tag», sagt Rechsteiner und zeigt aus dem Fenster. Auf dem Landeplatz befinden sich insgesamt vier Landefelder. Zudem ist ein grosser Platz eingerichtet, auf dem die VIP vom Helikopter in das Auto umsteigen. Per Konvoi begleitet die Kantonspolizei Graubünden von hier aus die gelandeten Gäste bis in das Dorf. Vor Ort ist auch die Militärpolizei, die das gesamte Dispositiv sichert.

Ein anspruchsvoller Landeplatz

Bei schlechtem Wetter müssten die Delegationen vom Unterland per Strassenkonvoi nach Davos gefahren werden, sagt Oberstlt Rechsteiner. Dabei gehe viel Zeit verloren. Denn ein Helikopterflug von Zürich nach Davos dauert mit dem Super Puma nur eine halbe Stunde. Während des Flugs ist der Flugdienstleister mit den Piloten per Funk verbunden und führt sie sicher zum Landeplatz. «So weiss ich genau, wann die Helikopter hier sind und koordiniere mit der Kantonspolizei Graubünden den reibungslosen Umsteigeprozess vom Helikopter in die Autos», so Rechsteiner. Er fliegt selbst seit rund 30 Jahren mit dem Helikopter.

Für ihn ist es bereits das dritte WEF, allerdings zum ersten Mal am Standort Pischa. «Der sonst genutzte Heliport beim See können wir im Mai nicht nutzen, weil der Boden zu weich für die schweren Helikopter ist», sagt Oberstlt Rechsteiner. Daher habe man auf den Heliport Pischa aufweichen müssen; ein durchaus anspruchsvoller Landeplatz. «Der Heliport befindet sich in einem engen Tal und kann daher nur in eingeschränkter Richtung angeflogen werden. Ausserdem befinden sich die Landefelder auf einem schmalen, leicht geneigten Parkdeck». Trotz dieser Umstände sei die Landung für die Piloten am neuen Heliport gut zu bewältigen, so Rechsteiner. Als Vorbereitung hätten die Piloten eine Probelandung am neuen Standort Pischa gemacht. Somit alles im grünen Bereich.


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