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Servus, Österreich!

Am WEF waren nicht nur Schweizer Soldaten, sondern auch österreichische Offiziere im Einsatz. Cuminaivel hat mit Oberst Johannes Schöpf und Oberstleutnant Dominik Czermak über die Unterschiede zwischen beiden Armeen, den internationalen Austausch und das hiesige Bier gesprochen.

25.05.2022 | CUMINAIVEL | sf


Herr Oberst Johannes Schöpf, Herr Oberstleutnant Dominik Czermak, was machen zwei österreichische Offiziere am WEF?

Die Territorialdivision 3 und das Militärkommando Tirol, wo wir eingeteilt sind, tauschen während des WEF gegenseitig ihre Verbindungsoffiziere aus. Wir zwei sind hier in Graubünden stationiert und der Schweizer Kamerad ist derweil in Innsbruck.

Warum ist das notwendig?

Das Kongresszentrum in Davos ist nur wenige Kilometer Luftlinie von der schweizerisch-österreichischen Grenze entfernt. Es müssen daher beide Landseiten überwacht sein, um die Sicherheit des WEF gewährleisten zu können. Gibt es Koordinationsbedarf etwa im Falle eines Flugzeugabsturzes, müssen wir sofort reagieren. Mit diesem Austausch der Offiziere können wir dies viel besser gewährleisten.

Wie oft waren Sie schon hier?

Wir sind bereits zum fünften oder gar sechsten Mal hier. Gezählt haben wir nicht. Jedenfalls ist es heuer ein wenig ungewohnt, weil das WEF in Davos zum ersten Mal überhaupt im Sommer stattfindet. Sind wir ehrlich: Zum WEF gehören Winter und Schnee.

Was auch zu Davos gehört, sind die diversen kulinarischen Spezialitäten. Welche haben Sie schon gekostet?

Ein WEF ohne Bündner Gerstensuppe ist undenkbar. Aber auch Bündnerfleisch und die Bündner Nusstorte gehören dazu. Das sind wirklich feine Köstlichkeiten. Und was das Bier angeht: Es gibt eine hervorragende kleine Davoser Brauerei. Dort wird mit weichem Wasser gebraut, so schmeckt das Bier noch besser!

Sie kommen beide aus Tirol. Wie erleben Sie die Region hier?

Die Schweizer sind ein ganz normales mitteleuropäisches Volk. Wir sehen hier keine grossen Unterschiede. Auch wir kommen aus einer Tourismusregion und sind es daher gewohnt, sowohl selbst Touristen zu sein als auch Touristen zu empfangen. Wir waren auch schon mehrfach aus privaten Angelegenheiten in der Schweiz; etwa zum Wandern im Nationalpark, zum Skifahren oder zum Ballonfahren.

Und jetzt erleben Sie auch die Schweizer Armee hautnah. Konnten Sie auch einmal die Truppe besuchen?

Wir hatten die Gelegenheit, einen Einblick in das Dispositiv in Davos zu erhalten. Für uns ist es sehr interessant, die Schweizer Armee und das österreichische Bundesheer miteinander zu vergleichen. Daraus können viele positive Mehrwerte gezogen werden.

Was ist Ihnen dabei besonders aufgefallen?

In der Schweiz sticht natürlich der hohe Anteil der Milizangehörigen hervor. Es ist bemerkenswert, mit welch grosser Routine solche Einsätze abgewickelt werden.

Und wie funktioniert die Zusammenarbeit?

Das Militärkommando Tirol und die Territorialdivision 3 sind Nachbarn. Deshalb besteht diese Partnerschaft auch schon seit mehreren Jahren. Es funktioniert sehr pragmatisch und ist aus unserer Sicht erfolgreich. Dafür möchten wir uns bei der Territorialdivision 3 bedanken.


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