print preview

Zurück zur Übersicht WEF – CUMINAIVEL


Keine Unterkunft wie jede andere

Für das Weltwirtschaftsforum (WEF) kommen zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland nach Davos. Unterkünfte im Dorf und in der Umgebung sind stets ausgebucht. Auch die militärischen Einheiten müssen beherbergt werden. Ein Augenschein in der grössten Truppenunterkunft im Raum Davos.

19.05.2022 | CUMINAIVEL | rb


Bereits vor dem Gebäude wird dem Betrachter klar: Es handelt sich um keine gewöhnliche Truppenunterkunft. Die riesige Anlage thront an erhöhter Stelle, vor dem Eingang herrscht ein reges Kommen und Gehen. «Hier übernachten täglich mehrere hundert Armeeangehörige», erklärt Oberstleutnant Fabian Frehner, Kommandant des Log Bat ad hoc. Die verschiedenen im Gebäude untergebrachten Kompanien und Detachements beherbergt er quasi als Gastgeber. Nachdem er im Januar 2021 und 2022 die Unterkunft mit einer Logistikbereitschaftskompanie lediglich hatte vorbereiten können, ehe der Assistenzdienst abgesagt respektive verschoben wurde, ist dies sein erster Echteinsatz am WEF.


An seiner Seite sorgt Frau Hauptfeldweibel Riccarda Schweiger für Ordnung und Hygiene in der gesamten Unterkunft. Sie war bereits während der letzten Ausgabe des WEF im Winter 2020 vor Ort und kennt die Unterkunft daher bestens. Trotzdem ist im Unterschied zu vor zwei Jahren einiges anders: «Bei warmen Temperaturen wird weniger ‘Matsch’ in die Unterkunft getragen und die Reinigung geht schneller. Auch können wir uns mehr um Dinge in der Freizeit kümmern. Damit meine ich beispielsweise Sport machen auf dem nahegelegenen Sportplatz», sagt Schweiger.


Bis zu 900 Menüs pro Mahlzeit

Die grosse und weitläufige Unterkunft scheint darauf bedacht, den Kompanien einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu bieten. «Wir wollen sicherstellen, dass sich alle hier stationierten Truppen bestmöglich auf ihre Aufgaben konzentrieren können», sagt Bat Kdt Frehner. Trotz der grosszügigen Unterkunft mit teils prächtiger Aussicht auf die Bergkulisse bleibe man fokussiert. Denn es gebe viel zu tun.

Viel zu tun haben unter anderem die zehn Truppenköche. In der Küche bereiten sie täglich bis zu 900 Menüs pro Mahlzeit zu. Während des Assistenzdienstes der Truppen in Davos wird im 24-Stunden-Betrieb gekocht. Verpflegt werden nämlich nicht nur die AdA in der Truppenunterkunft, sondern auch die Kompanien an den Aussenstandorten. «Um das Essen warm halten zu können, haben wir zusätzliche Steamer gemietet», sagt Hptfw Schweiger. Anders könne ein zuverlässiger Betrieb gar nicht aufrechterhalten werden.

Wir wollen sicherstellen, dass sie sich alle hier stationierten Truppen im Einsatz bestmöglich auf ihre Aufgaben konzentrieren können.

        Kdt Bat Log ad hoc Oberstlt Fabian Frehner


In der gesamten Unterkunft steht der ordentliche Dienstbetrieb immer wieder vor neuen Herausforderungen. Gemäss der Frau Hauptfeldweibel seien praktisch immer alle Betten besetzt. Dies erfordere eine durchdachte Logistik bei der Zimmerverteilung, sodass die Schichtwechsel im 24-Stunden-Betrieb störungsfrei erfolgen. Und auch die Hygienemassnahmen müssten, nach der Auflösung sämtlicher nationaler Schutzvorkehrungen, weiterhin berücksichtigt werden. «Obwohl wir kein Schutzkonzept mehr befolgen müssen, halten wir die Mindestabstände zwischen den Betten weiterhin ein», sagt Schweiger. Im gesamten Gebäude seien zudem Desinfektionsmittelspender verteilt. Dank dem warmen Wetter bilden sich im Speisesaal oder Eingangsbereich nur selten grosse Menschenmassen, weil die Armeeangehörige schneller wieder nach draussen gehen», so Schweiger. Sie alle würden ihren Beitrag dazu leisten, dass in der grössten Truppenunterkunft in Davos alles reibungslos funktioniert.


Eine Video-Tour durch die Unterkunft gibt es hier.


Zurück zur Übersicht WEF – CUMINAIVEL