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Erfahrung, Freude und Genugtuung

Nach der Corona-Pause findet das Jahrestreffen des World Economic Forum dieses Jahr wieder statt. Das sicherheitspolitische Umfeld ist dabei so angespannt wie seit langem nicht. CUMINAIVEL hat mit dem Kommandanten der Schweizer Luftwaffe, Divisionär Peter Merz, über den bevorstehenden Einsatz gesprochen.

18.05.2022 | CUMINAIVEL | lw

 

Sie haben das WEF schon als Pilot sowie als Kommandant einer Fliegerstaffel, eines Geschwaders und des Flugplatzes Meiringen erlebt. Nun kommt ihr erstes WEF als Kommandant Luftwaffe. Wie fühlt sich das an?

Das WEF ist einerseits zum jährlichen «Standard-Einsatz» der Armee geworden, andererseits tauchen immer wieder neue Herausforderungen auf, welche die Planung und Durchführung spannend und abwechslungsreich gestalten. Dass ich den WEF-Einsatz in den verschiedensten Funktionen bestreiten durfte, ist ein Privileg und hilft mir enorm im Verständnis der Problemstellungen auf den verschiedensten Stufen. Es gibt mir Erfahrung, macht Freude und bereitet Genugtuung.

Die Sicherheitslage in Europa hat sich in den letzten Wochen massiv verändert. Inwiefern beeinflusst das den bevorstehenden Einsatz ALPA ECO?

Wir verfolgen die allgemeine Lage sehr genau und sind bereit, uns allen möglichen Lageentwicklungen anzupassen. Hierzu halten wir Eventualplanungen bereit und bleiben stets flexibel. Das Ziel bleibt, jederzeit den Luftraum vollumfänglich zu überwachen und bei allen Bedrohungslagen einen optimalen Schutz der Konferenzteilnehmenden gegen Bedrohungen aus der Luft und am Boden zu gewährleisten.

Ende März hat der Bundesrat einen Bericht zur Drohnenabwehr verabschiedet. Wo steht die Luftwaffe da aktuell?

Die Luftwaffe, die Bodentruppen und die Polizei sind sich der möglichen Bedrohungen durch Drohnen bewusst und adaptieren ihre Abwehrfähigkeiten laufend an die technischen Weiterentwicklungen. Auch am WEF werden wir gemeinsam mit unseren Partnern entsprechende Vorkehrungen treffen, um allfällige Drohnenangriffe abwehren zu können.

In der Politik ist die Ablösung der F/A-18 weiter ein Thema. Sie waren Projektleiter der Luftwaffe für das neue Kampfflugzeug. Was bringt der F-35A bei einem solchen Einsatz?

Mit dem F-35A werden wir ein Flugzeug bekommen, das dank seiner ausgezeichneten Sensoren und seiner erweiterten Vernetzungsfähigkeit der politischen und militärischen Führung einen noch grösseren Informationsvorsprung und Überblick verschaffen wird, als wir es heute haben. Dies vergrössert die Vorwarnzeit und die Qualität der Informationen beträchtlich. Zudem werden wir von einer längeren Verweildauer der Flugzeuge vor Ort profitieren als mit unseren heutigen F/A-18.

Möchten Sie zum Schluss noch einige Worte an die Frauen und Männer richten, die in den nächsten Wochen für ALPA ECO 22 im Einsatz stehen?

Ja gerne! Ich bedanke mich von Herzen bei allen Soldatinnen und Soldaten, aber auch bei den Mitarbeitenden aller beteiligten Organisationen für ihren selbstlosen Einsatz zum Schutz der Konferenzteilnehmenden und für die Sicherheit unserer schönen Schweiz!


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