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Die Materialschlacht hat begonnen

Bis zu 5000 Armeeangehörige stehen für das WEF im Einsatz, viele von ihnen in Davos. Damit der Betrieb schon von den ersten Tagen an aufgenommen werden kann, braucht es Unmengen an Material. Die Dienstkompanie des aufgebotenen Gebirgsinfanteriebataillon (Geb Inf Bat) arbeitet im Akkord.

12.05.2022 | CUMINAIVEL | sf


Wer zum Assistenzdienst WEF einrückt, findet bereits feste Strukturen vor, bekommt zweimal täglich eine warme Mahlzeit aus einer komplett eingerichteten Küche und fasst das notwendige Material für den dreiwöchigen Militärdienst. Doch selbstverständlich ist das nicht. Es ist vielmehr das Ergebnis eines gelingenden Kadervorkurses (KVK). Schliesslich läuft das Material nicht von selbst an seinen Platz.

Für die Dienstkompanie des Geb Inf Bat ist der KVK eine logistische Herkulesaufgabe. Die AdA der Kompanie sorgen nicht nur dafür, dass ihre eigenen Truppenangehörigen die Arbeit schnellstmöglich aufnehmen können, sondern gleichzeitig dafür, dass die anderen zum Bataillons gehörenden Kompanien kurz nach Einrücken mit der einsatzbezogenen Ausbildung (EBA) beginnen können.

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Viel gearbeitet, wenig geschlafen

Für den Materialchef der Kompanie, Oberwachtmeister Marco Emmenegger, bedeuten die ersten zwei Tage denn auch Arbeiten auf Hochtouren: «Wir haben bestimmt 30 Paletten mehr als sonst gefasst. Regenschutz, Sanitätsmaterial, Zwangsmittel, Funkgeräte – all das hat die Dienstkompanie für das gesamte Bataillon gefasst. Unter dem Strich haben wir während des Dienstes am WEF mehr Material als in einem ‘normalen’ FDT».

Am Montagvormittag sei alles Material gefasst worden, berichtet Kommandant Stellvertreter Kevin Stoll. Dass schon am nächsten Morgen die anderen Kompanien ihren Teil abholen konnten, sei vor allem auch dem buchstäblich unermüdlichen Einsatz der Kader zu verdanken. «Zu mehr als ein paar Stunden Schlaf hat es nicht gereicht», so Oberleutnant Stoll. Und Oberwachtmeister Emmenegger ergänzt: Er habe sich in der intensiven Phase vor allem von Äpfeln ernährt, die er auf dem Weg von einem Standort zum Nächsten gegessen habe.

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Viel Material – wenig Platz

Die grösste Herausforderung für den Materialchef sei, dass das Material nicht zentral gelagert werden könne: «Ich nutze neben dem grossen Lager auch drei Container und zusätzliche Räume innerhalb des Gebäudes. Zum Glück gibt es technische Errungenschaften wie etwa Rampen und Warenlifte, sodass wir die Paletten nicht ständig tragen müssen», so Emmenegger.

Und laut Kommandant Stellvertreter Stoll gibt es trotz verschiedener Standorte kaum Sicherheitsbedenken. «Die Areale werden überwacht und die einzelnen Standorte gesichert – und für besonders sensitives Material stehen Tresoren zur Verfügung», sagt Oblt Stoll. So sei in jedem Fall sichergestellt, dass die Truppen ab dem ersten Tag mit Material versorgt sind.


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