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Boxenstopp in der Bat Werkstatt

Jedes Bataillon hat eine Werkstatt: Defekte Waffen und Fahrzeuge werden abgegeben, repariert und wieder der Truppe übergeben. Cuminaivel hat die Werkstatt des Gebirgsinfanteriebataillons 29 besucht.

23.01.2020 | CUMINAIVEL | rb

Boxenstopp in der Bat Werkstatt

 

Es ist kalt und dunkel in der Werkstatthalle. Unbeirrt kauern zwei Soldaten vor einem Feldumschlaggerät. Problem: Ölverlust. Sie untersuchen die Leitung und ziehen einige Schrauben an. «Alle Armeeangehörigen, die hier im Dienst sind, arbeiten im zivilen Leben in verwandten Berufen», sagt Oberleutnant Luca Kraner, Zugführer des Instandhaltungszugs. In der Werkstatt wird immer zu zweit gearbeitet. Einerseits aus Sicherheitsgründen, andererseits können so neue WK-Soldaten vom Wissen erfahrener AdA profitieren – und umgekehrt.

Geht während des WK des Geb Inf Bat 29 etwas an einem Fahrzeug kaputt, sind die Soldaten des Ih Zugs gefragt. «Auf dem Werkstatt-Telefon sind wir während 24 Stunden erreichbar und einsatzbereit. Je nach Dringlichkeit und Relevanz des Problems entscheiden wir, ob in der Werkstatt oder auf dem Feld repariert wird», erklärt Oblt Kraner das Vorgehen. Sein Zug behandelt Defekte der sogenannten «Anwendungsstufe eins». Es handelt sich dabei um kleinere Reparaturen, die im Einzelfall nicht länger als fünf Stunden Arbeit bedeuten. «In diesem WK ist auffällig, dass bei den Fahrzeugen oft Getriebeprobleme auftauchen». Das liege wohl daran, dass die Fahrzeuge oft im steilen Gelände unterwegs seien und beansprucht würden, so Kraner.

Sorgfalt spart Zeit

Die Ersatzteile bezieht der Ih Zug des Geb Inf Bat 29 von der Logistikbasis der Armee. Nur wenige Meter von der Bat Werkstatt entfernt, befindet sich ein Standort. «Die Zusammenarbeit funktioniert effizient. Länger geht es nur, wenn Teile bestellt werden müssen», sagt Oblt Kraner. Zusätzlich schulen die Mitarbeitenden der nahegelegenen LBA die WK-Soldaten, um ihr Wissen aufzufrischen. Umgekehrt helfen die AdA in der LBA-Werkstatt mit.

Oblt Kraner wünscht sich, dass die Armeeangehörige mehr für das zur Verfügung gestellte Material sensibilisiert wären. «Ein sorgfältiger Umgang mit den Fahrzeugen spart Nerven und vor allem Zeit. Das ist gerade in einem Einsatz wie hier am WEF von entscheidendem Vorteil», sagt er. Denn im Schadensfall gilt: Die Fahrzeuge werden erst wieder herausgegeben, wenn sie vollständig einsatzfähig sind.