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Wettersoldaten im Einsatz für die Piloten

Das Wetter sorgt immer wieder für Diskussionen: Ob am Abend am Stammtisch, zuhause während der Wettersendung oder als Gesprächsstoff für einen netten Smalltalk. Auch in der Armee ist das Wetter ein Thema: So verarbeiten Wettersoldaten der Luftwaffe wichtige Informationen und erstellen Flugwettermeldungen. Ein verantwortungsvoller Job.

22.01.2020 | CUMINAIVEL | mr

Wettersoldaten im Einsatz für die Piloten

 

Es gibt wohl kaum ein anderes Gesprächsthema, über das man sich so oft unterhält wie über das Wetter. Den einen ist es im Sommer zu heiss, den anderen im Winter zu kalt. Die einen leben während des Winters unter einer Nebeldecke, die anderen sehen fast täglich die Sonne. Was für den normalen Bürger einfach ein Gesprächsthema ist, ist für die Wettersoldaten ihre militärische Aufgabe. Sie haben bezüglich der Sicherheit am WEF eine grosse Verantwortung.

Mit Wetterballonen die Luftschichten messen

Zu den Wetterspezialisten der Armee gehört mitunter Wachtmeister Christian Soltermann von der Wet Kp 2/5 der LW Na Abt 2. Es ist sein zweiter WEF-Einsatz in dieser Funktion. «Wir Wettersoldaten werden in den drei Fachrichtungen Sondierung, Beobachtung und Beratung ausgebildet. Bei der Sondierung werden beispielsweise mit Hilfe von Wetterballonen verschiedene Luftschichten gemessen. Die Beobachtungsposten wiederum erheben mit Wetterhütten und Windmasten notwendige Daten zu Temperatur, Windrichtung und Bewölkung», erklärt Wachtmeister Soltermann. «Mit unseren erhobenen Wetterdaten und Meldungen beraten wir dann missionsspezifisch unsere Kunden über das aviatische Wetter.» Ganz allein arbeiten die Wettersoldaten allerdings nicht an den Analysen. Meteorologen von Meteo Schweiz unterstützen die Armee in ihrer Milizfunktion am WEF. «Wir sammeln beispielsweise Daten für Wetterkarten und die Meteorologen erstellen dann die Prognostik.»

Intensive Zusammenarbeit mit den Piloten 

Auf die Berichte der Wettersoldaten sind vor allem die Piloten der Luftwaffe angewiesen. Gerade im Gebirge ist die Situation nicht ungefährlich, wenn sich Wolken anstauen. Auch starker Schneefall ist ein Risiko, da die Sicht der Piloten eingeschränkt ist. «Wir geben aber unser Bestes, die Piloten bei jeder Wetterlage zu unterstützen», so Wachtmeister Soltermann. Es sei gerade die Zusammenarbeit mit den Piloten, die ihn motiviere, im WK als Wetterunteroffizier tätig zu sein. Auch während des Jahres besucht Wachtmeister Soltermann regelmässig Weiterbildungen, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Das Wissen über das Wetter hilft ihm zudem im zivilen Leben, wenn er beispielsweise auf einer Wanderung unterwegs ist. Die Wolken zu lesen gehöre inzwischen zu seinem Fachwissen, das er in seinem Militärdienst gelernt habe, sagt Christian Soltermann.