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Ein Rettungszentrum mit fast 300 Plätzen

Zwischen Pflastern, Kopfschmerztabletten und Notfallkoffern finden wir heraus, wozu das Rettungszentrum dient. Cuminaivel besucht die Sanitätskompanie 7.

22.01.2020 | CUMINAIVEL | ab

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Es tauchte quasi aus dem Nichts auf: Das Rettungszentrum der San Kp 7 mitten in Davos. Das Zentrum ist durch die Zusammenarbeit zwischen den Bündner Zivilbehörden und der PCi entstanden. Sie haben der Armee das Lager und die Ausstattungen zur Verfügung gestellt. Das Militär ergänzte das Zentrum mit der medizinischen Spezialausrüstung: Ein militärisches Herz in einem zivilen Skelett.

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© @VBS/DDPS, Autor: Paritteepan Premraj

«Das Rettungszentrum hat zwei Zwecke», erklärt der San D Verantwortliche Oberstleutnant Alfio Finochiaro. «Erstens: Im Falle eines Grossereignisses ist das Zentrum bereit, erste Hilfe zu leisten. Zweitens: Alle am WEF im Einsatz stehenden Einsatzkräfte erhalten hier jederzeit medizinische Unterstützung.» Mit anderen Worten: Wer ein Pflaster, Kopfschmerztabletten oder einen Verband braucht, kann im Davoser Rettungszentrum behandelt werden. Bei stationären Patienten, beispielsweise bei einer Grippe, werden sie in das Medizinisches Zentrum der Region (MZR) nach Chur gebracht. «Hier in Davos haben wir acht Triageplätze für die Triage und weitere acht Plätze für kleinere Operationen. Zudem können bis zu 300 Lagerstellen aufgebaut werden», erklärt Finochiaro.

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© @VBS/DDPS, Autor: Paritteepan Premraj

Das Rettungszentrum wird von der San Kp 7 unter der Führung von Hauptmann Luca Prete geführt. Insgesamt arbeiten hier über 100 militärische und zivile Rettungskräfte. Unter ihnen Sanitätssoldaten und -Kader, Ärzte, Rettungssanitäter und Angehörige des Rotkreuzdienstes. Gefreite RKD Sonja Ramseyer ist zum ersten Mal am WEF im Dienst und sagt: «Mit all den wichtigen Persönlichkeiten am WEF ist es sicherlich eine intensive und gleichzeitig anregende Erfahrung, die ich machen kann.» Zum Rettungszentrum gehört auch ein Detachement von ABC Soldaten. Es sind Armeeangehörige der ABC Kp 10/3. Sie dekontaminieren im Ereignisfall betroffene Personen. Oberleutnant Jan Hossli sagt: «Wir sind bereit und ein eingespieltes Team.» Hossli meint: «Wir hoffen trotzdem, nicht eingesetzt werden zu müssen.»

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© @VBS/DDPS, Autor: Paritteepan Premraj