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Mensch und Maschine als Einheit

Die LT Kp 3 operiert für die Wartung und Instandhaltung der Helikopter mit tonnenweise Material am Boden. Am WEF muss sie innert kürzester Zeit verschieben - ohne die gewohnte Präzision vermissen zu lassen.

21.01.2020 | CUMINAIVEL | mm

Mensch und Maschine als Einheit

 

Über der Innerschweiz hört man Helikopterrotoren, am Himmel herrscht viel Verkehr. Und auch am Boden geht es geschäftig zu und her: Mensch sortiert Material, Mensch schraubt an Maschine - und offenbar muss alles ziemlich schnell gehen. «Sobald wir hier aufgebrochen sind, sollten wir eigentlich schon am Ziel sein», sagt Hptm Michael Gloor, Kp Kdt der LT Kp 3. Während des WEF verlässt diese ihren Heimathafen und schlägt die Zelte an zwei neuen Standorten auf.

Dass die Kompanie mit Material für die Heli-Instandhaltung und -reparatur mobil sein muss, ist eine grosse Herausforderung. Gloors Zugführer und deren Detachement-Chefs sind auf Drill. Wenn vom Ei KP der Befehl zur Verschiebung kommt, haben sie nur wenige Stunden Zeit, um den Einsatz auszulösen, die Helikopter in die Luft zu schicken, alles zusammenzupacken und am neuen Standort das Rückwärtige zu beziehen. Das braucht Training.

Wenige Tage, bevor der WEF-Einsatz offiziell startet, wird deshalb noch einmal trainiert - nicht nur am Boden. EC-635 sind in der Luft, dazu abwechslungsweise die von der Kompanie betreuten Super-Pumas. Sie fliegen bis zu 2,5 Tonnen schwere Lasten an, welche die Soldaten der LT Kp 3 am Boden im Empfang nehmen. «Beim Lastenflugtraining sind Präzision und gute Absprache gefragt», betont Wm Reto Fritschi, «weil bei einem 10 Tonnen schweren Helikopter über dem Kopf der eine oder andere nervös wird».

Am einen Standort im Bündnerland bezieht die LT Kp 3 eine leere Halle statt eines Flugplatzes. «Das ist die grösste Herausforderung bei diesem Einsatz», sagt Hptm Michael Gloor. Bis zum letzten Schraubenzieher müssen die Lufttransport-Soldaten alles selber mitbringen, nichts darf vergessen gehen. Und so gleicht das Geschehen in den Hallen vor dem Einsatz einer riesigen Materialkontrolle. Am Ende wird alles auf Lastwagen verladen, sogar Tiefbettanhänger werden auf Schlepper gepackt, damit die Helis bei Bedarf am Boden bewegt werden können.

Terrestrisch wird das Material dann an den neuen Einsatzort verschoben - und ist dort innerhalb von wenigen Stunden wieder für Empfang, Wartung und Einsatz der Helikopter bereit. Mensch und Maschine - bei der LT Kp 3 ist das eine aufeinander abgestimmte Einheit.