print preview Zurück zur Übersicht WEF – CUMINAIVEL

Die Fliegerabwehr bezieht Stellung

Vor kurzem hat die Fliegerabwehr (Flab) im Einsatzraum Raum Davos und Engadin ihre Stellungen bezogen. Ein Echteinsatz, der entsprechend motiviert. Anders als den Touristikern, spielte das Wetter in die Karten der Flab.

21.01.2020 | CUMINAIVEL | de

 Eine der Flab-Stellungen vor dem Stellungsbezug. Die Baugruppe hat ganze Arbeit geleistet.
Eine der Flab-Stellungen vor dem Stellungsbezug. Die Baugruppe hat ganze Arbeit geleistet.

Für die Sicherheit in der Luft ist während des WEF die Luftwaffe zuständig. Diesen Auftrag nimmt sie nicht alleine mit Flugzeugen wahr. Die Stellungen der Fliegerabwehr (Flab) im Raum Davos und im Engadin schützen den Tagungsort vor möglichen Gefahren aus der Luft. 

Ein Echteinsatz motiviert zusätzlich

Dieses Jahr ist die Mittlere Fliegerabwehr Abteilung 45 (M Flab Abt 45) genau dafür zuständig. Ihr Kommandant, Oberstleutnant Adrian Krauer freut sich bereits seit langem auf den Einsatz: «Der Einsatz am WEF ist ein Echteinsatz, bei dem unsere Kernkompetenzen, die bodengestützte Luftverteidigung und der Beitrag zum Luftlagebild im Zentrum stehen. Genau das trainieren wir seit Jahren in den Wiederholungskursen. Jetzt können wir zeigen, dass wir unseren Beitrag zur Sicherheit des WEF und der Schweiz leisten.» Krauer, seine Kader und die Truppe haben sich lange und intensiv vorbereitet und man freut sich darauf, loslegen zu können. Diese Freude spürt Krauer auch bei der Truppe: «Die Leute erbringen top Leistungen. Das macht mir persönlich grosse Freude.» Die Leistungserbringung am WEF wäre jedoch nicht möglich, wenn Miliz und Berufsorganisation nicht gemeinsam an einem Strang ziehen würden, wie Krauer dankbar ergänzt.

Schneemassen sind dieses Jahr kaum ein Problem

Nebst aller taktischer und materieller Vorbereitung geht es vor allem in den letzten Tagen und Stunden vor dem Stellungsbezug der Flab-Feuereinheiten auch um handwerkliche Herausforderungen. Die Stellungen der Flab werden im Vorfeld durch lokale Partner vom Schnee geräumt. Das war dieses Jahr eine weniger grosse Herausforderung als in den vergangenen Jahren, wie Hauptadjutant Rainer Niederberger von der der Berufsorganisation des Lehrverbandes Fliegerabwehr 33 (LVb Flab 33) zu berichten weiss. «Wir hatten auch schon Lawinenwarnungen und mussten mit dem Aufbau warten. Einmal hatten wir solche Schneemassen, dass wir ein Pistenfahrzeug brauchten, um Platz zu schaffen.»

Gelebte Stärke der Miliz

Ist der Schnee mal weg, kommt die Baugruppe der Stabsbatterie zum Einsatz. Oberleutnant Roger Christen ist Chef der Baugruppe und hat mit seinen Leuten innert kürzester Zeit alle Infrastruktur aufgebaut, welche die Flab-Truppe nebst dem technischen Material braucht, um den 24-Stunden-Betrieb in der Stellung aufrechterhalten zu können. Da kommt die Stärke der Milizarmee zum Zug: «Die meisten meiner Leute sind Handwerker. So sind wir sehr speditiv beim Aufbau der Holzkonstruktion, auf der das Zelt steht, in dem sich die Truppe während des Einsatzes aufwärmen kann.» Natürlich habe das Wetter gut mitgespielt, worüber Christen auch froh ist.