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Mit Shuttle-Bussen durch Davos

Die vielen Autos und Limousinen während des WEF stellen die Davoser Bevölkerung und auch den Verkehrsbetrieb teilweise vor grosse Herausforderungen. Nach dem WEF im Jahr 2018, als das Verkehrschaos wegen des vielen Schnees die Leute in Davos verärgerte, haben alle Betroffenen und der Verkehrsbetrieb Davos mit einem neuen Konzept reagiert.

17.01.2020 | CUMINAIVEL | mr

Verkehrsbetriebe Davos

 

Es waren unangenehme Schlagzeilen für Davos im Jahr 2018. Die Davoser Bevölkerung ärgerte sich am Stammtisch und auf Social-Media Plattformen über die Verkehrssituation während des WEF. Die Strassen waren voll von Autos und Limousinen, die in Davos ihre Runden drehten, weil sie wegen des vielen Schnees keine Parkplätze gefunden haben. Die Leidtragenden waren die Davoserinnen und Davoser sowie die Feriengäste. 

Die Sicherheitszone wird grosszügig umfahren 

Auch André Fehr, Betriebsleiter des Verkehrsbetriebs Davos, erinnert sich noch genau an dieses WEF im Jahr 2018: «Die Situation vor zwei Jahren war wegen des vielen Schnees wirklich eine grosse Herausforderung. Wir waren damals noch mit den grossen Gelenkbussen unterwegs und standen oft im Stau. Seit dem letzten Jahr setzten wir während des WEF kleinere Shuttle-Busse ein. So können wir unsere Zeiten besser einhalten und die Bevölkerung gut durch Davos bringen.» Zusammen mit der Rhätischen Bahn habe man zudem einen Shuttlezug zwischen Davos Dorf und Davos Platz mit einer temporären Haltestelle Kongresszentrum/Hertistrasse eingerichtet, damit der Transport noch einfacher funktioniere. 

Für die Verkehrsbetriebe Davos hat sich aber schon vor ein paar Jahren einiges verändert. Wegen den immer strikteren Sicherheitsbestimmungen dürfen die Busse nicht mehr beim Kongresszentrum vorbeifahren. «Wir sind jeweils mit bis zu 150 Passagieren durch die heutige Sicherheitszone gefahren. Dann stiegen vor dem Kongresszentrum Polizisten ein und stiegen bei der nächsten Station wieder aus. Aus Sicht der Polizei ist dies heute nicht mehr möglich», so André Fehr. 

Verkehrschaos sollte ausbleiben

Das WEF als Grossveranstaltung macht André Fehr und seine Busfahrer sonst aber nicht nervös. Ausser, wenn es wieder mehr schneit und ganz Davos im Schnee versinkt. «Dann habe ich jeweils auch etwas Mitleid mit den AdA, die bei tiefen Temperaturen die Schutzgitter aufstellen müssen», sagt André Fehr. Laut den aktuellen Wettervoraussagen könnte es am Wochenende zwar schneien, aber mit dem grossen Schnee ist in diesem Jahr kaum noch zu rechnen.