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Der Geist von Davos

Am 21. Januar fällt der Startschuss zum 50. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Anlässlich des Jubiläums blickt Cuminaivel in einer täglichen Serie zurück und beleuchtet historische, überraschende und manchmal auch lustige Ereignisse des legendären Jahrestreffens.

14.01.2020 | CUMINAIVEL | ni

WEF 50 Jahr Rübrik 2

 

Das WEF war immer wieder Schauplatz internationaler Konflikte. Hier in den Bergen von Davos sprachen die politischen Gegner miteinander – und fanden manchmal auch Lösungen. Der in den Medien vielbeschworene Geist von Davos zeigte sich erstmals Ende der 1980er-Jahre, als die Türkei und Griechenland 1988 die «Davos Declaration» unterzeichneten. Ein Abkommen, das eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen beiden Ländern wegen des Zypern-Konflikts verhinderte. Ein Jahr später hielten Nord- und Südkorea ihr erstes Treffen auf Ministerebene statt. Bedeutsam war auch das Treffen zwischen dem westdeutschen Kanzler Helmut Kohl und DDR-Ministerpräsident Hans Modrow zweieinhalb Monate nach dem Fall der Berliner Mauer. In Davos diskutierten sie über die deutsche Wiedervereinigung.

Bis heute der bedeutendste Moment fand im Jahr 1994 statt: Die Organisatoren versuchten, Israels Aussenminister Peres mit Arafat, dem Vorsitzenden der Palästinensischen Befreiungsorganisation, in einen Raum zu bringen. Und es gelang! Die Bilder der beiden Politikern gingen um die Welt. Besser noch: Peres und Arafat einigten sich damals auf einen Vertragsentwurf für den umkämpften Gaza-Streifen und Jericho.