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Die WEF-VIP können auf die Sappeure zählen

Die Sappeure der Kp 9/2 haben sich vergangene Woche für die VIP des World Economic Forums ins Zeug gelegt. Dieses Jahr mussten die AdA weniger gegen die Schneemassen kämpfen, dafür stellte sie die Wärme vor neue Herausforderungen. Cuminaivel begleitete die Truppe einen Morgen lang.

13.01.2020 | CUMINAIVEL | mr

Sappeure beim Aufbau der Abrollstrasse

 

Es war eisig kalt und stürmisch vor einem Jahr, als eine Genie-Truppe Metallgitter für die Sicherheit am WEF aufstellen musste. Die äusseren Umstände waren eine ziemliche Herausforderung. In diesem Jahr zeigt sich ein anderes Bild, als wir im Raum Davos unterwegs sind. Die Sonne scheint bereits früh am Morgen und auch mit Neuschnee müssen die Sappeure der Sap Kp 9/2 des Geniebataillon 9 in diesem Jahr nicht kämpfen. Das bedeute allerdings nicht, dass die Bedingungen für die Arbeiten viel einfacher seien, sagt uns Lt Gian-Luca Stecher, Chef Bauten am WEF. Seine Truppe verlegt unter anderem eine Abrollstrasse auf einer grossen Schneefläche, damit die VIP am WEF besser transportiert werden können. «Um die Abrollstrasse zu verlegen, sind wir auf einen festen Untergrund angewiesen. Weil es die letzten Tage in Davos verhältnismässig warm war, konnte der Schnee nicht richtig frieren. Für mein Team ist es dann schwierig, mit dieser Unterlage zu arbeiten», so Lt Stecher. «Eine solche Situation ist eine spannende Herausforderung für meine Soldaten, weil sie so neue Lösungen finden müssen. Es ist schön zu sehen, wie sie diese Herausforderung problemlos meistern.»

Die Sap Kp 9/2 ist auch als Unterstützung für die zivilen Kräfte im Einsatz. So werden Metallgitter für Absperrungen aufgebaut, um sensible Gebäude und militärische Anlagen zu schützten. Auf unserem Rundgang treffen wir auf den Rammpontonier Obgfr Patrick Buri. Momentan unterstützt er die Truppe bei der Pistenpräparierung für die Verlegung der Abrollstrasse. «Zuvor habe ich mit anderen Zimmermännern Wachthäuser aufgebaut. Das macht schon Spass. Die Abläufe sind gut organisiert und wir können etwas für die Allgemeinheit machen. Das unterscheidet sich von einem normalen WK-Einsatz», erzählt uns der 28-jährige Holzbautechniker Buri

Zurück bei Lt Stecher beobachten wir, dass die Truppe mit der Verlegung der Abrollstrasse immer weiter vorwärtskommt. «Diese Rollbahn muss extrem gerade sein, damit die Autos mit den VIP ohne grosse Probleme fahren können. Wir haben noch eine Schnur gespannt und Markierungspunkte gesetzt, damit wir diese Genauigkeit hinkriegen.» Und dann gehen die Diskussionen zwischen dem Leutnant und seiner Truppe über die Abrollstrasse bereits weiter. Teamarbeit ist wohl das Wichtigste, wenn diese temporäre Strasse dann auf der nicht ganz harten Schneeunterlage für den VIP-Transport während des WEF auch funktionieren soll.