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Mit dem richtigen Mass an Druck

Was bedeutet es, am WEF im Einsatz zu sein? Steigt die Verantwortung im Vergleich zu einem „normalen“ Wiederholungskurs? Zwei AdA des Gebirgsinfanteriebataillons 29 geben Antworten.

13.01.2020 | CUMINAIVEL | ms/rb

Einsatzbezogene Ausbildung im Kadervorkurs

 

Das Kader des Gebirgsinfanteriebataillons 29 hat seinen Dienst in einem «aussergewöhnlichen» Kontext aufgenommen. Denn eigentlich müsste um diese Jahreszeit bis in die tiefen Lagen Schnee liegen. Das jedoch ist nicht der Fall. Es herrschen milde Temperaturen und ideale Bedingungen für den Dienst am WEF. Dieser Meinung sind zwei Ausbildungsleitende, welche in diesem Jahr die Bündner Behörden beim subsidiären Sicherheitseinsatz unterstützen und begleiten.

«Im Vergleich zu einem normalen Wiederholungskurs erscheint mir das Kader angespannter und sie fordern mehr», stellt Leutnant Nathalie Liechti fest. «Das passt aber zum Dienst, den wir zu leisten haben. Das WEF ist eben das WEF und damit etwas Besonderes. »  Schliesslich werde ein Bataillon nur alle sieben bis acht Jahre zum Dienst am WEF einberufen, sagt Nathalie Liechti. Sie hat eine Funktion in der Führungsstaffel und betont: «Es ist eine zusätzliche Motivation für uns, die Aufgaben erfolgreich zu erfüllen, da es sich um einen echten Einsatz handelt. Hier liegt die Herausforderung». 

Wachtmeister Pascal Bühler zeigt sich optimistisch: «Was den Druck auf die Truppe betrifft, so müssen wir mit hohen Anforderungen umgehen. Denn die zu erreichenden Ziele sind klar und anspruchsvoll. Ich will keinen besonderen Druck auf die Truppe ausüben. Die Erzeugung unnötiger Stressfaktoren ist kontraproduktiv», meint Pascal Bühler. Er werde seine Leute deshalb auffordern, logisch zu denken und zu handeln. Wenn sich die AdA daran hielten, werde der Einsatz gelingen, ist der Wachtmeister überzeugt.