print preview Zurück zur Übersicht WEF – CUMINAIVEL

Feldpöstler mit Herzblut

Seit knapp 40 Jahren verteilt Adjutant Unteroffizier André Kuster die Feldpost. Warum das WEF 2019 das Schönste ist, erklärt er dem Cuminaivel.

25.01.2019 | CUMINAIVEL | ni

DSC00111


Post ist da! Es ist ein spezielles Gefühl, wenn man seinen Namen auf der Päckliliste findet – sei es in der Rekrutenschule oder während des WKs. Ein Fresspäckli oder ein Brief von den Liebsten, eine willkommene Ablenkung im militärischen Alltag.

Seit knapp 40 Jahren können die AdA’s auf die Dienste von Adjutant Unteroffizier André Kuster setzen. Die gute Seele der Feldpost verträgt übers ganze Jahr die Pakete. Auch während des Weltwirtschaftsforums in Davos steht er mit seinem Team im Einsatz, und hat in der WEF-Woche eine besondere Aufgabe. Nachdem er die Pakete und Briefe in Landquart eingesammelt und sortiert hat, gehts für Kuster rauf nach Davos. Dort übergibt er die Ware in die Hände von Spezialisten, die die Post nach Drogen, Waffen, Bomben und weiteres durchsuchen. «Bis jetzt lief dieses Jahr alles reibungslos», sagt Kuster. Aber auch sonst läufts dieses Jahr super für den nimmermüden Feldpöstler: «Das ist das schönste WEF. Wir geniessen das schöne Wetter und die verschneite Berglandschaft.»

Lange Autofahrten und gleiche Songs im Radio

Auch Korporal Basil Froidevaux gehört dieses Jahr zum Team von Kuster. «Ich bin zum ersten Mal hier am WEF», sagt er. In den Tag startet Froidevaux etwas früher als andere AdA’s: «Um 5.30 Uhr klingelt mein Wecker. Dann mache ich parat und befreie das Auto von Schnee und Eis», sagt er. Froidevaux ist während den vier Wochen mit ebenso viel Herzblut dabei wie sein Vorgesetzter. «Das tolle an der Arbeit ist, dass man so viele verschiedene Leute kennenlernt.»
Die Arbeit eines Feldpöstlers ist aber kein Zuckerschlecken. Lange Autofahrten und die immer wieder gleichen Songs im Radio gehen auch Froidevaux ab und zu gegen den Strich, wie er sagt. Aber dafür ist er eine bekannte und gern gesehene Person bei der Truppe. Weil viele seinen frankophonen Namen nicht aussprechen können, rufen sie mir jeweils einfach Pöstler zu.»