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Aus dem Flugplatz wird ein Flughafen

Das WEF sorgt auf dem Flugplatz Dübendorf für Betrieb – gerade im Tower von Major Andreas Zurbrügg.

24.01.2019 | CUMINAIVEL | mrm

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Illegal importiertes Fleisch wurde sichergestellt. Ein Nato-General wird erwartet. Und am Rande des Geländes wurden Spotter kontrolliert. Die Meldungen erfolgen zackig, es ist 9.30 Uhr in Dübendorf und die Oberen des ganzen Flugplatzes sammeln sich im Kommando zum Rapport. Polizei, Grenzwachtkorps, Wache, Militärpolizei, Zivilfliegerei – es ist eine bunt gemischte Gruppe, die während des WEF-Einsatzes auf einem der wichtigsten und beschäftigtsten Militärflugplätzen des Landes funktionieren muss. Mittendrin: Tower-Kommandant Major Andreas Zurbrügg.

Auf «seinem» Flugplatz ist während der WEF-Tage ungleich mehr los, als sonst durchs Jahr. Alleine elf Privatjets sind am ersten vollen offiziellen Einsatztag gelandet. Dübendorf als Umsteigeplatz für VIP-Gäste ist aber nur eine der Funktionen, die der Flugplatz während des Forums hat. Auch die Armeeflotte startet und landet fleissig auf dem nur zwölf Kilometer von Kloten entfernten Flugplatz. Wenn in Kloten zuviel los ist, weichen verschiedene Flugzeuge nicht selten nach Dübendorf aus.

Im Tower herrscht deshalb während der ganzen Einsatzzeit 24-Stunden-Betrieb. Zwei Leute regeln oben im Turm den Traffic auf dem Flugplatz, einer unterstützt im Stockwerk darunter den instrumentengestützten Flugverkehr in unmittelbarer Nähe, eine weitere Kraft befindet sich auf Pikett. «Es sind intensive Tage», bestätigt Zurbrügg, der auch im Zivilen das Tower-Team leitet und während des WEF in der gleichen Funktion Dienst leistet.

Die vielen Landungen aus aller Welt machen aus Dübendorf temporär einen internationalen Start- und Landeplatz. Den besucht die Tage auch mal ein ranghoher NATO-General, was für die vielen zusätzlichen militärischen Einsatzkräfte die Gewährleistung eines anspruchsvollen Sicherheitsdispositivs bedeutet. Die Militärpolizei kontrolliert vermehrt Personen rund um das Gelände – unter ihnen oftmals auch Plane-Spotter. Und das Grenzwachtkorps hat eine Zollstation eingerichtet, bei der alle Ankommenden und mitsamt Gepäck und Ladung der Flugzeuge kontrolliert werden. Bei einem Ankömmling wurde so eben 21 Kilogramm Fleisch sichergestellt – eine Einfuhr solcher Mengen ist nicht erlaubt. Aus dem Flugplatz wird vorübergehend ein Flughafen.