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Aufbau und Koordination: So entsteht ein Standort für den Lufttransport

Damit die Helikopter der Schweizer Luftwaffe sichere Landeplätze haben, braucht es ein Zusammenspiel verschiedener Truppen. Auf einen Standortkommandanten kommt deswegen viel Arbeit zu. Besuch eines Lufttransport-Standorts beim Stellungsbezug.

23.01.2019 | CUMINAIVEL | ct

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Von aussen sieht man wenig: Einige Armeeanlagen, einen Zaun drum, Wachen stehen vor der Zufahrt. Autos mit Armeekennzeichen fahren auf dem Gelände. Helikopter starten und landen. Die Armeeanlage ist während des WEF ein wichtiger Standort für den Lufttransport.
Ein solcher Standort wird von einem Einsatzverband eines Lufttransportkommandos betrieben. Der Einsatzverband besteht aus mehreren Detachementen von (fast) allen Kompanien des Lufttransportkommandos.
Er umfasst vor allem Heli-Warte für den Flugbetrieb, aber auch Soldaten des Flugunfallpiketts, der Instandhaltung, Motorfahrer und weitere Funktionen. Der Kommandant dieses Einsatzverbandes ist der Kdt der Lufttransportkompanie, Hauptmann Tobias Binz.

Gemeinsamer Effort

Binz ist aber nicht nur der «Kadi» seiner Kompanie, er ist auch für den gesamten Standort verantwortlich. Als Standortkommandant nimmt er während des WEF eine ziemlich komplexe Koordinationsaufgabe wahr. Diese beginnt für ihn schon im Dezember mit den Vorbereitungen des Stellungsbezugs.
Konkreter wird der Aufbau des Standorts dann Anfang Januar. Es ist ein Zusammenwirken unterschiedlicher Kräfte: Genietruppen bauen das Dispositiv aus, indem sie das Gelände einzäunen. Dann können Richtstrahler ihre Netze einrichten, Wettersoldaten ihre Wetterposten organisieren und die Infanterie sich um die Sicherung der Anlagen kümmern. Koordiniert werden muss die Errichtung des Standorts mit diversen zivilen und behördlichen Stellen.

Zusammenarbeit mit der Infanterie

Der Lufttransportverband, der schlussendlich den Betrieb aufnimmt, ist gewissermassen der «Kunde» der übrigen Truppeneinheiten. «Meine Aufgabe ist, zu diesem Zweck sämtliche Partner an einen Tisch zu bringen», sagt Standortkommandant Tobias Binz.
Binz, der im zivilen Leben Sekundarlehrer ist und sich zum Schulleiter ausbilden lässt, hat Gefallen an dieser Aufgabe. Sicherlich müsse er sich um viele Kleinigkeiten kümmern. Aber er sagt auch: «Indem ich die Arbeiten von Truppen aus acht Kompanien mit acht Kommandanten koordiniere, lerne ich auch selber viel dazu.»
Besonders erfreut ist er über die gute Zusammenarbeit mit der Infanterie. Die Luftwaffe ist beim Betrieb der Transportstandorte nämlich auf die Unterstützung aus dem Einsatzverband Boden (EVB) angewiesen.