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Den Grippeviren keine Chance lassen

Die Schweizer Armee empfiehlt mit Nachdruck die Grippenimpfung vor dem Einsatz am WEF. Wer darauf verzichtet, sollte sich – wie auch alle anderen – an Hygienevorschriften halten und warme Kleidung tragen. Sollte trotzdem eine grippeähnliche Erkrankung ausbrechen, ist schnelles Handeln gefordert.

14.01.2019 | CUMINAIVEL | mr

Impfung
Impfung im Sanitätszentrum

Es kann ziemlich schnell gehen. Kurz mal die Augen reiben und schon ist es mit der Gesundheit während der Grippe- und Erkältungszeit vorbei. Die Grippeviren dringen über die Schleimhäute in den Körper ein und machen es sich gemütlich. Via Fieber, Gliederschmerzen und Husten machen sie unangenehm auf sich aufmerksam. Aus diesem Grund sind die ärztlichen Hinweise bezüglich der Prävention fast überall zu lesen: regelmässig Hände ­waschen, in den Ellbogen niesen und sich gegen die Grippe impfen lassen.

Die Grippeimpfung ist – neben den korrekten Hygienemassnahmen – ein wichtiges Instrument zur Vorbeugung, wenn es um Grossveranstaltungen wie das WEF geht. Für die Schweizer Armee sind tausende Armeeangehörige (AdAs), teilweise auf engstem Raum, im Einsatz. Die Gefahr der Übertragung von Infektionskrankheiten ist also gegeben. Einen Impfzwang für Armeeangehörige gibt es trotzdem nicht, allerdings wird intensiv informiert. «Wir empfehlen mit Nachdruck sich gegen die Grippe impfen zu lassen» sagt Oberst Daniel Flückiger, Chef Truppenbelange Sanität.

Der Oberfeldarzt und sein Team sensibilisieren die AdAs schon mehrere Monate vor dem Einsatz am WEF bezüglich Impfmöglichkeiten und korrektem Verhalten. Dazu gehören Regeln wie ­Taschentücher benutzen, nicht in die Luft husten, genug trinken, guter Kälteschutz und regelmässiges Händewaschen. Gerade das Händewaschen ist nach wie vor eine effektive und günstige Methode zur Vorbeugung von Ansteckungen. «Sie setzt aber eine korrekte Durchführung der Händehygiene voraus. Übrigens ist Händewaschen mit Seife dem Händedesinfizieren keineswegs unterlegen», so Oberst Flückiger.

Trotz dieser Präventivmassnahmen kann innerhalb einer Truppe eine grössere Infektionskrankheit ausbrechen. In einem solchen Fall muss gehandelt werden. «Krankheitsfälle müssen rasch erkannt und von den gesunden Personen isoliert werden», sagt Dr. med. Claudine Kocher (Chefin Medintel, ­Spezialärztin für Infektionskrank­heiten), «vor allem erkrankte Personen müssen sich besonders gut an die Hygienevorschriften halten.» Ein AdA, bei dem sich bereits vor dem Einrücken Grippesymptome bemerkbar machen, muss, sofern er reisefähig ist, einrücken und sich beim Truppenarzt melden, so Oberst Flückiger.

Bei Beschwerden während des WEF können sich AdAs via ihren Vorgesetzten bei den beiden Sanitätshilfestellen melden.