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Der stellvertretende Kommandant der KFOR zu Besuch beim LMT in Prizren

Der Deputy Commander der KFOR (DCOM KFOR), Brigadegeneral Luca Piperni, besuchte Ende April zum ersten Mal das Liaison and Monitoring Team (LMT) des 46. SWISSCOY Kontingents in Prizren. Der Brigadier ist für die operationellen Belange der 29 LMTs zuständig. Teil seiner Aufgaben ist, die Einsatzbereitschaft und die Aktivitäten der Einheiten vor Ort zu überprüfen.

25.05.2022 | Fachof Norbert Jenal, Presse- und Informationsoffizier SWISSCOY 46

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Gerade mal drei Wochen ist das 46. SWISSCOY Kontingent operativ. Für einen Besuch des Deputy Commanders der KFOR, Brigadegeneral Luca Piperni, eigentlich noch zu früh. Das Team wurde in Stans-Oberdorf gut auf den Einsatz vorbereitet, jetzt geht es darum Routine in den Abläufen zu gewinnen, die Kontakte in der der Area of Responsibility (AOR) kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Ziel des Besuchs des DCOM KFOR war es, sich einen Überblick über die Arbeit der Liaison and Monitoring Team (LMT) und der Region zu verschaffen. Natürlich wollte er auch vom Fachwissen der Angehörigen der SWISSCOY profitieren.

«Die Professionalität, die das LMT in Prizren bei der Durchführung der täglichen Beobachtungsaktivitäten an den Tag legt, schätze ich sehr.  Mit seiner Arbeit trägt es dazu bei, ein wirtschaftliches, soziales und politisches Situationsbewusstsein vor Ort zu erreichen. Es stellt damit auch die Glaubwürdigkeit der KFOR bei allen ethnischen Gemeinschaften in der AOR sicher», meinte Luca Piperni während seines Besuchs.

Beim Besuch galt es, dem stellvertretenden Kommandanten der KFOR möglichst genau aufzuzeigen, wie das LMT seine Aufgaben wahrnimmt, wie es sich organisiert und welchen Herausforderung es bei der täglichen Arbeit begegnet. Um die Entourage und das Presseteam des DCOM KFOR zu betreuen standen der Team Commander (TC) sowie sein Stellvertreter bereit und präsentierten ebenfalls die aktuelle Lage in ihrer AOR.

Gleichzeitig darf jedoch der eigentliche Auftrag der LMTs nicht vergessen werden. «Die Teammitglieder konnten mir die richtigen, operativen Informationen liefern und ich habe festgestellt, dass sie in der Gemeinde Prizren ein integraler Bestandteil des sozialen Netzes sind. Die Professionalität des LMT Prizren hat mich vollends überzeugt», so Luca Piperni.

 

Der Vorteil der gemischten, geschlechtsspezifisch ausgewogenen LMT ist, dass sie effizienter und produktiver sind. Die unterschiedlichen Denkprozesse und eine unterschiedliche Veranlagung für den Umgang mit anderen bringen eine perfekte Mischung mit, die sich positiv auf die gesamte Arbeitsleistung auswirkt.

 

Als besonders vorteilhaft erweisen sich auch die unterschiedlichen zivilen Hintergründe der Angehörigen des Liaison and Monitoring Teams. Im Vergleich zu anderen Liaison und Monitoring Teams der KFOR, die mehrheitlich aus Berufsmilitärs bestehen, fliesst bei den SWISSCOY Teams zusätzlich das jeweilige Wissen aus den unterschiedlichen zivilen Werdegängen mit ein. Diese hilft bei der Tätigkeit der LMT enorm, denn dadurch hat man mehr mit der lokalen Bevölkerung gemeinsam, als mit einem rein militärischen Hintergrund.  Ein weiterer Vorteil sind die Teamzusammensetzungen. Bei den LMTs patrouillieren Frauen und Männer gemischt. Ein Aspekt, der auch der DCOM KFOR erkennt:  «Der Vorteil der gemischten, geschlechtsspezifisch ausgewogenen LMT ist, dass sie effizienter und produktiver sind. Die unterschiedlichen Denkprozesse und eine unterschiedliche Veranlagung für den Umgang mit anderen bringen eine perfekte Mischung mit, die sich positiv auf die gesamte Arbeitsleistung auswirkt.»

Gemischte Teams sind also für die Arbeit der Liaison und Monitoring Teams von grosser Bedeutung, widerspiegelt es doch die Diversität der Gesellschaft besser.

Luca Piperni hält fest: «Die Anwesenheit von Frauen in einem LMT erleichtert die Annäherung an den weiblichen Teil der lokalen Bevölkerung und damit das Erreichen der Ziele der KFOR durch den direkten Kontakt mit einem bestimmten Teil der Bevölkerung, der sonst weniger einfach erreichbar wäre.»

Brigadegeneral Luca Piperni ist vom qualifizierten Engagement des Liaison and Monitoring Team der SWISSCOY in Prizren überzeugt. Beim gemeinsamen Stadtrundgang erlebte er mit welcher Bewunderung und Dankbarkeit die örtliche Bevölkerung die Arbeit der SWISSCOY und somit die KFOR Soldaten wertschätzen.

«Das Schweizer Team in Prizren sorgt mit seiner Arbeit für ein sicheres Umfeld sowie geht es auf die Bedürfnisse vor Ort ein und schlägt Lösungen vor, die der gesamten Gemeinschaft zugutekommen.»

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