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SWISSCOY Update - Als PIO in der SWISSCOY: Mittendrin statt nur dabei

Sie sind im ganzen Kosovo unterwegs und besuchen die Truppe, ausgerüstet mit Kamera und vielen Fragen: Die Presse- und Informationsoffiziere (PIOs) des SWISSCOY-Kontingents. Sie breiten Geschichten und Bilder für die Truppenzeitschrift «Charlie Bravo» auf, führen Mediencoachings durch und planen und begleiten Journalistenbesuche im Einsatzraum. Doch die PIOs sind nicht nur dafür zuständig, sondern haben noch diverse andere Aufgaben. Welche, verraten sie hier gleich selber.

13.01.2022 | Fachof Stefanie Waltenspül & Wm Selina Berner, Presse- und Informationsoffiziere SWISSCOY 45

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Filmen, Fotografieren, Interviews führen – als PIO gehört Multitasking dazu

«Könntest du davon nicht noch ein Foto machen? Oder ein Video? Und ich brauche noch Flyer und ein Plakat. Kannst du mir da helfen? Ehm… Und gell: du kennst dich aus mit PowerPoint? » Es ist Montagmorgen und die Tür des PIO-Büros im Camp Film City (CFC) geht laufend auf und zu. Immer wieder kommen Kameraden oder Kameradinnen herein, erklären, was sie brauchen und wuseln wieder davon. Ein ganz normaler Montag für uns. Es ist unser Büro-Tag und im Grunde genommen der einzige Tag der Woche, an welchem wir PIOs, Fachoffizier Stefanie Waltenspül und Wm Selina Berner, beide im Büro sind, bevor wir uns wieder aufmachen und Geschichten aus und für das Kontingent sammeln. Unser Büro ist die Anlaufstelle für alle und alles Mögliche – Geschichten, Neuigkeiten, aber auch einfach eine Tasse Kaffee und ein informeller Austausch. Schon allein deshalb kommen wir mit den unterschiedlichsten Leuten aus unserem Kontingent in Kontakt. Der zweite Grund ist unsere Truppenzeitschrift, das Charlie Bravo, welches als interner Kommunikationskanal für die Angehörigen der SWISSCOY dient, die über den ganzen Kosovo an neun Standorten verteilt sind. Heute Montag verpassen wir den zehn Seiten den letzten Schliff. Denn schon am Dienstag ist es wieder soweit und das Charlie Bravo wird an das Kontingent verteilt. Darin finden unsere Kameraden und Kameradinnen alles, was das Herz begehrt: Die besten Bilder von allen Standorten – dank unseren Detachements-Fotografen –, Portraits von unterschiedlichen Funktionen und Menschen, die vorgestellt werden, und auch ein bisschen Spiel und Spass zum Schluss. «Jede Woche 10 Seiten zu füllen, das benötigt schon einiges an Planung und eine gute Übersicht», so Fachoffizier Stefanie Waltenspül.

Innovativ bleiben, das gilt auch für uns PIOs: Neu in diesem Kontingent ist, dass die grössten Stories nicht nur als Artikel fürs Charlie Bravo produziert werden, sondern auch für Social Media in Videoform. «Unser Ziel es, auch hier möglichst crossmedial zu werden – wir haben viele tolle Geschichten und diese sollen die Leute auch sehen, egal ob hier bei uns im Kontingent, auf Instagram von SWISSINT oder auf der Webseite der Armee», erklärt Stefanie Waltenspül. Für die Bewegtbilder ist Wm Selina Berner zuständig. In dieser Woche stehen einige Video-Projekte mit SWISSCOY-Angehörigen an: Mit Sdt Noah Kunz ist ein Fitnessvideo geplant, damit das Kontingent auch ein bisschen schwitzt in der kalten Jahreszeit, und Wm Berner ist unterwegs mit dem LMT Obilic für ein Funktionsportrait. Wer sich vor ihre Linse getraut, der bekommt auf dem Instagram-Kanal von SWISSINT die verdiente Aufmerksamkeit, wird mit Klicks und Likes belohnt für seinen Mut und Gleichzeitig wird die Personalgewinnung von SWISSINT unterstützt. Selina Berner dazu: «Ich finde es wirklich toll, wie viele Leute aus unserem Kontingent bei den Videos schon mitgemacht haben und zeigen wollten, was sie hier im Einsatzraum genau machen! »

Daneben betreuen wir PIOs auch Journalisten, die in den Einsatzraum reisen. Wir planen ein entsprechendes Besuchsprogramm, stellen Kontakte für mögliche Interviews her und briefen unsere Kameradinnen und Kameraden, wenn ein Medienbesuch angekündigt ist. Auch in die Ausbildung im Einsatzraum sind wir PIOs eingebunden. Ein Beispiel hierfür ist die Social Media Schulung, welche alle Angehörigen des Kontingents absolvieren müssen. Und nicht zuletzt stehen wir dem Kontingentskommandanten (NCC) und dem Stab auch beratend zur Seite, wenn Fragen im Bereich der Kommunikation auftauchen. «Langweilig wird uns definitiv nicht, es läuft immer etwas und das macht die Arbeit unglaublich spannend», sagt Fachof Stefanie Waltenspül. Tatsächlich fliegt die Woche nur so dahin mit Interviews, Texten schreiben, Fotos bearbeiten sowie dem Schnitt von Videos. Und daneben kommen immer wieder Kameradinnen und Kameraden in unser PIO-Büro, einfach für einen Schwatz und einen Kaffee. «Unser Büro soll auch ein Treffpunkt sein für das Kontingent», stellt Waltenspül klar. «Die Leute können hier einfach vorbeikommen, wenn sie im CFC sind und fünf Minuten ‚spatzig‘ haben. Denn die besten Geschichten findet man dann, wenn man nicht aktiv danach sucht. » 


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