print preview Zurück zur Übersicht Militärische Friedensförderung

SWISSCOY Update - Herzenssache Post

Die Feldpost ist ein wichtiger Bestandteil der SWISSCOY und vor allem für die Truppenmoral von grosser Bedeutung. Leutnant Federico Basetti ist als Chef Feldpost stets gut gelaunt und immer mit einem Lächeln auf den Lippen anzutreffen. Er hat die schöne Aufgabe den Angehörigen der SWISSCOY nicht nur mit Paketen, sondern auch mit Briefen eine Freude zu bereiten.

13.07.2021 | Wm Aline Brülisauer, Stv. Presse- und Informationsoffizierin SWISSCOY 44

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Seit über einem Jahr ist es schwieriger als sonst engen Kontakt zu seinen Liebsten zu halten. Ein Friedensförderungseinsatz, bei dem man knapp ein halbes Jahr von zu Hause weg ist, macht die Situation zusätzlich herausfordernd. Umso schöner ist es, während dem Dienst einen Brief oder ein Verpflegungspäckli beispielsweise mit der Lieblingsschokolade von zu Hause zu erhalten. Gerade wegen der Freude der Empfängerinnen und Empfänger der Post liebt Leutnant Basetti seinen Job als Chef Feldpost. Alle freuen sich, wenn der sympathische Tessiner auftaucht. In dieser schnelllebigen Zeit von Social Media ersetzt keine elektronische Nachricht oder ein Telefongespräch die Note von einem handgeschriebenen Brief.

Knotenpunkt Flughafen Slatina

Der militärische Teil des Flughafens Slatina ist der Austauschpunkt der Post. Damit diese aber überhaupt an den Flughafen kommt, sammelt Federico Basetti tags zuvor alle Pakete und Briefe von den Standorten der Angehörigen der SWISSCOY im Camp Novo Selo und bringt sie an den Flughafen. Dort wird die Fracht als Erstes gewogen und jedes Paket wird auf verbotene Gegenstände durchleuchtet. Nun ist die Ware, die für die Schweiz bestimmt ist, bereit für das Einladen ins Versorgungsflugzeug.

Das Ausladen beginnt

Direkt nach der Ankunft des Flugzeugs aus der Schweiz findet der grosse Austausch statt. Pakete, die aus der Schweiz im Kosovo angekommen sind, werden ausgeladen und Pakete und Briefe vom Einsatzraum machen sich per Lufttransport auf den Weg in die Schweiz. Die Lucke wird durch den Chef Feldpost geöffnet und schon ist ein grosser Schriftzug mit dem Wort «Fragile» ersichtlich. Das wird wohl die Frontscheibe von einer Mercedes G-Klasse sein, auf die die Automechatroniker schon seit einer Woche warten. Nebst den Paketen und Briefen werden also auch Ersatzteile für die Fahrzeuge oder Verbrauchsmaterial transportiert. An diesem Morgen waren bei der Fracht beispielsweise ebenso Druckerpatronen und Papier dabei, die an die verschiedenen Aussenstandorte der LMTs verteilt werden.

Alle arbeiten zusammen

Nach dem Ausladen wird der Flieger neu bestückt mit der Fracht für die Schweiz. Als Loadmaster ist Leutnant Basetti nicht nur für das Abholen, Umladen und Verteilen der Briefe zuständig. Er schaut auch dazu, dass das Flugzeug richtig beladen ist. Mit der Post für die Angehörigen der SWISSCOY geht es weiter ins Camp Novo Selo. Dort angekommen, stehen die Angehörigen der Nachschub Gruppe schon bereit und helfen tatkräftig mit, alles angelieferte Material auszuräumen und beginnen gleich mit der Verbuchung und der Sortierung des Verbrauchsmaterials. Ganz nach dem Motto «Zusammen, stärker» arbeiten die Angehörigen der SWISSCOY über die Detachemente hinweg zusammen, denn ohne einander wäre es gar nicht möglich. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es auch für Federico Basetti weiter mit der Kontrolle der Pakete. Er kontrolliert akribisch, ob alle Sendungen vorhanden sind und sortiert die Pakete nach den Zieldestinationen der Truppe im Kosovo. So ist er sicher, dass nichts verloren oder vergessen geht.

Alle Standorte werden angefahren

Am Tag darauf beginnt die Versorgungsfahrt quer durch den Kosovo. Die einzelnen Standorte werden angefahren und die grünen Säcke mit der Post ausgeladen. Wöchentlich legt der Chef Feldpost hunderte von Kilometern zurück. Alles zur Freude der Soldaten des 44. SWISSCOY-Kontingents.