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SWISSCOY Update - Der Wegbereiter im Kosovo

«Ich versuche unseren Pionier- und Transportelementen günstige Startvoraussetzungen zu verschaffen. » So beschreibt Oberstleutnant Cyrus Wagner seine Arbeit im 44. SWISSCOY-Kontingent. Seit April 2021 stehen der Kosovo Force (KFOR) wieder ein Pionier- und ein Transportzug zur Verfügung. Als Verbindungsoffizier suchte Oberstlt Wagner mit der Logistikeinheit der KFOR den Dialog, damit die Schweizer Truppe im Juni 2021 ihre operationelle Einsatzbereitschaft erreichen konnte.

07.07.2021 | Fachoffizier Michelle Steinemann, Presse- und Informationsoffizierin SWISSCOY 44

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Wer auf irgendeine Art bereits mit der KFOR zu tun oder über sie gelesen hat, dem sind diese Akronyme geläufig: SASE und FOM. Sie stehen für die beiden Hauptaufträge der KFOR: Safe and Secure Environment und Freedom of Movement. Also für ein stabiles und sicheres Umfeld sorgen und die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit im Kosovo gewährleisten. Seit April 2021 kann die KFOR im Bereich des Freedom of Movement wieder auf Schweizer Verstärkung zählen. 

 

Erneuter Pionierzug und Transportzug

Mit dem 44. Kontingent wurde die Truppenstärke der SWISSCOY von 165 auf 195 Armeeangehörige aufgestockt. Der grösste Anteil der Aufstockung betrifft dabei den Pionier- und den Transportzug. Seit der Entstehung des Freedom of Movement Detachments (FoMD) der KFOR im Jahr 2011 standen diese beiden Elemente des Schweizer Kontingents bis 2018 bereits im operationellen Einsatz und wurden nun reaktiviert. Mit der erneuten Schweizer Beteiligung erlangt die KFOR eine grössere Handlungsfreiheit und kann diese Leistungen auch bei der SWISSCOY beziehen.

 

Begehrte Maschinen und geschätztes Know-how der Schweizer

Die Durchsetzung des Auftrags Freedom of Movement sieht beispielsweise Räumungen von Strassenblockaden vor, wenn diese von der lokalen Behörde nicht durchgeführt werden können. In solchen Situationen werden die allfälligen Demonstranten, die sich bei der Blockade aufhalten zuerst von den Kräften anderer KFOR-Nationen zurückgedrängt. Anschliessend haben die anderen Angehörigen des Freedom of Movement Detachements Platz, ihre Arbeit auszurichten.

Dazu gehört, dass als erstes das Team der Kampfmittelbeseitigung (Explosive Ordnance Disposal - EOD) die Strassenblockade auf Sprengstoff untersucht und wenn nötig davon befreit. In einem zweiten Schritt können die Pioniere mit ihren Fahrzeugen und Maschinen die Blockade wegräumen und die Bewegungsfreiheit auf den Strassen wiederherstellen.

 

Persönliche Gespräche als Erfolgsfaktor

Das Ziel war, dass die Schweizer FoMD-Elemente bis im Juni 2021 ihre operationelle Bereitschaft erreichten. Hier kam Oberstlt Cyrus Wagner in der Anfangsphase eine entscheidende Rolle als Verbindungsoffizier zu. Er war dafür zuständig, dass die neuen Schweizer Elemente in die Strukturen der KFOR eingegliedert und künftig bei Bedarf richtig eingesetzt werden. Er vermittelte deshalb zwischen der Joint Logistic Support Group (JLSG) – also der Logistikabteilung der KFOR – und der SWISSCOY. Zudem übernahm er administrativ anfallende Arbeiten. Er zeigte auch auf, dass die neu der KFOR zur Verfügung stehenden Elemente nicht nur Strassenblockaden entfernen, sondern auch weitere Geniearbeiten zu Gunsten der KFOR erledigen können. Wie gross der Leistungsumfang dieser Schweizer Elemente ist und diesen der JLSG darzulegen lag damit an Cyrus Wagner.

 

Der frühere Bankkaufmann leistete vor sieben Jahren seinen ersten Einsatz zu Gunsten der SWISSCOY. Damals war er Transportzugführer und kennt die Fähigkeiten und Kompetenzen der Unterstützungsverbände. Dieses Wissen, die langjährige militärische Erfahrung und seine offene und kommunikative Art kamen ihm bei den Gesprächen zu Gute.

Für Cyrus Wagner waren die persönlichen Treffen der Erfolgsfaktor: «Durch die örtliche Nähe war es mir möglich, ins Büro meiner Ansprechperson der KFOR zu gehen und das direkte Gespräch zu suchen. So konnten wir gemeinsam Herausforderungen angehen. »

 

Ziel: operationelle Einsatzfähigkeit

Er ist von den Fähigkeiten der Angehörigen der Schweizer Armee überzeugt: «Unsere Pioniere arbeiten hart und genau – auch wird geschätzt, dass wir Schweizer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. » Der Kommandant der JLSG aus Österreich, Oberst Georg Podlipny, kann dies nur bestätigen: «Für die Joint Logistic Support Group der KFOR ist die Unterstellung des schweizerischen Transportzuges und des Pionierzuges ein grosser Gewinn. Die Effizienz der logistischen Unterstützung für die eingesetzten Elemente wird damit wesentlich gesteigert. Der dadurch gegebene Fähigkeitenzuwachs trägt massgeblich zur Auftragserfüllung bei. »

 

Die Schweizer FoMD-Elemente sind mittlerweile voll einsatzfähig und in der KFOR integriert. Ihre Fähigkeiten konnten sie bereits an einer multinationalen Übung Anfangs Juni 2021 unter Beweis stellen. Die Arbeit von Oberstlt Wagner als Verbindungsoffizier in der Anfangsphase ist damit abgeschlossen. Nach seinem Kurzeinsatz im SWISSCOY Kontingent 44 geht es für ihn eine Station weiter in der militärischen Friedensförderung: Im Juli 2021 begibt er sich in den Nahen Osten und wird als Personalchef der UNTSO im Hauptquartier dieser UNO-Mission in Jerusalem, Israel, im Einsatz stehen.

Wer auf irgendeine Art bereits mit der KFOR zu tun oder über sie gelesen hat, dem sind diese Akronyme geläufig: SASE und FOM. Sie stehen für die beiden Hauptaufträge der KFOR: Safe and Secure Environment und Freedom of Movement. Also für ein stabiles und sicheres Umfeld sorgen und die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit im Kosovo gewährleisten. Seit April 2021 kann die KFOR im Bereich des Freedom of Movement wieder auf Schweizer Verstärkung zählen.

 

Erneuter Pionierzug und Transportzug

Mit dem 44. Kontingent wurde die Truppenstärke der SWISSCOY von 165 auf 195 Armeeangehörige aufgestockt. Der grösste Anteil der Aufstockung betrifft dabei den Pionier- und den Transportzug. Seit der Entstehung des Freedom of Movement Detachments (FoMD) der KFOR im Jahr 2011 standen diese beiden Elemente des Schweizer Kontingents bis 2018 bereits im operationellen Einsatz und wurden nun reaktiviert. Mit der erneuten Schweizer Beteiligung erlangt die KFOR eine grössere Handlungsfreiheit und kann diese Leistungen auch bei der SWISSCOY beziehen.

 

Begehrte Maschinen und geschätztes Know-how der Schweizer

Die Durchsetzung des Auftrags Freedom of Movement sieht beispielsweise Räumungen von Strassenblockaden vor, wenn diese von der lokalen Behörde nicht durchgeführt werden können. In solchen Situationen werden die allfälligen Demonstranten, die sich bei der Blockade aufhalten zuerst von den Kräften anderer KFOR-Nationen zurückgedrängt. Anschliessend haben die anderen Angehörigen des Freedom of Movement Detachements Platz, ihre Arbeit auszurichten.

Dazu gehört, dass als erstes das Team der Kampfmittelbeseitigung (Explosive Ordnance Disposal - EOD) die Strassenblockade auf Sprengstoff untersucht und wenn nötig davon befreit. In einem zweiten Schritt können die Pioniere mit ihren Fahrzeugen und Maschinen die Blockade wegräumen und die Bewegungsfreiheit auf den Strassen wiederherstellen.

 

Persönliche Gespräche als Erfolgsfaktor

Das Ziel war, dass die Schweizer FoMD-Elemente bis im Juni 2021 ihre operationelle Bereitschaft erreichten. Hier kam Oberstlt Cyrus Wagner in der Anfangsphase eine entscheidende Rolle als Verbindungsoffizier zu. Er war dafür zuständig, dass die neuen Schweizer Elemente in die Strukturen der KFOR eingegliedert und künftig bei Bedarf richtig eingesetzt werden. Er vermittelte deshalb zwischen der Joint Logistic Support Group (JLSG) – also der Logistikabteilung der KFOR – und der SWISSCOY. Zudem übernahm er administrativ anfallende Arbeiten. Er zeigte auch auf, dass die neu der KFOR zur Verfügung stehenden Elemente nicht nur Strassenblockaden entfernen, sondern auch weitere Geniearbeiten zu Gunsten der KFOR erledigen können. Wie gross der Leistungsumfang dieser Schweizer Elemente ist und diesen der JLSG darzulegen lag damit an Cyrus Wagner.

 

Der frühere Bankkaufmann leistete vor sieben Jahren seinen ersten Einsatz zu Gunsten der SWISSCOY. Damals war er Transportzugführer und kennt die Fähigkeiten und Kompetenzen der Unterstützungsverbände. Dieses Wissen, die langjährige militärische Erfahrung und seine offene und kommunikative Art kamen ihm bei den Gesprächen zu Gute.

Für Cyrus Wagner waren die persönlichen Treffen der Erfolgsfaktor: «Durch die örtliche Nähe war es mir möglich, ins Büro meiner Ansprechperson der KFOR zu gehen und das direkte Gespräch zu suchen. So konnten wir gemeinsam Herausforderungen angehen. »

 

Unsere Pioniere arbeiten hart und genau – auch wird geschätzt, dass wir Schweizer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

 

Ziel: operationelle Einsatzfähigkeit

Er ist von den Fähigkeiten der Angehörigen der Schweizer Armee überzeugt: «Unsere Pioniere arbeiten hart und genau – auch wird geschätzt, dass wir Schweizer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. » Der Kommandant der JLSG aus Österreich, Oberst Georg Podlipny, kann dies nur bestätigen: «Für die Joint Logistic Support Group der KFOR ist die Unterstellung des schweizerischen Transportzuges und des Pionierzuges ein grosser Gewinn. Die Effizienz der logistischen Unterstützung für die eingesetzten Elemente wird damit wesentlich gesteigert. Der dadurch gegebene Fähigkeitenzuwachs trägt massgeblich zur Auftragserfüllung bei. »

 

Die Schweizer FoMD-Elemente sind mittlerweile voll einsatzfähig und in der KFOR integriert. Ihre Fähigkeiten konnten sie bereits an einer multinationalen Übung Anfangs Juni 2021 unter Beweis stellen. Die Arbeit von Oberstlt Wagner als Verbindungsoffizier in der Anfangsphase ist damit abgeschlossen. Nach seinem Kurzeinsatz im SWISSCOY Kontingent 44 geht es für ihn eine Station weiter in der militärischen Friedensförderung: Im Juli 2021 begibt er sich in den Nahen Osten und wird als Personalchef der UNTSO im Hauptquartier dieser UNO-Mission in Jerusalem, Israel, im Einsatz stehen.