print preview Zurück zur Übersicht Militärische Friedensförderung

SWISSCOY Update

Vielfältig zeigt sich der Einsatz der SWISSCOY 43 im Kosovo. Die unterschiedlichsten Menschen und Funktion tragen zum Erfolg dieses Friedensförderungseinsatzes bei. So sind die einen mehr im Fokus und die anderen vielleicht eher etwas weniger. Grund genug das Scheinwerferlicht auf ein LMT Haus in Mitten des Kosovos zu lenken, dass etwas unter dem Radar funktioniert. Ein Besuch beim Liaison and Monitoring Team Malishevo.

09.11.2020 | SWISSINT

Seit einigen Wochen ist nun auch das Liaison and Monitoring Team Malishevo des SWISSCOY Kontingents 43 komplett vor Ort.
Seit einigen Wochen ist nun auch das Liaison and Monitoring Team Malishevo des SWISSCOY Kontingents 43 komplett vor Ort.

Eine schmale und holprige Strasse führt in Richtung Osten direkt ins Landesinnere des Kosovos. Häuser und Gebäude machen Landwirtschaft und weitläufigen Weiden Platz. Grün bewachsene und bewaldete Hügel säumen den Weg und lassen schon fast heimatliche Gefühle entstehen. Kuhhirten treiben Ihre Herden über die endlosen Wiesen und Bauern ziehen tiefe Furchen mit Ihren Traktoren in die Äcker.

Über unzählige Hügel und Berge muss gefahren werden, bis sich plötzlich eine kleine Stadt vor einem auftut. Kleine Marktstände mit Früchten und Gemüsen in allen Farben und Formen füllen die Strassen von Malishevo. Reges Treiben und Betrieb in jeder Seitenstrasse lässt die Ruhe des Landes schon fast vergessen.

In einer dieser Seitenstrassen lässt sich an der dunkelroten Fassade eine flatternde Schweizerfahne erkennen. Hier ist das Zuhause der Angehörigen des LMT Malishevo. Die grosse schwere Metalltüre öffnet sich und gewährt den ersten Einblick in den Innenhof, wo sich ein kleiner Garten und die Fahrzeuge des Teams befinden. Über die frisch gebohnerte Treppe geht es in den zweiten Stock des Hauses. Das dumpfe Brummen von Stimmen lässt sich nach und nach erkennen und entfaltet sich irgendwann zu einem hörbaren Gespräch. An einem grossen Tisch sitzen die Frauen und Männer des Teams gerade beim Mittagessen.

«Wir haben hier immer genug zu tun. Jede Woche behandeln wir einen anderen Schwerpunkt in unseren Gesprächen mit den lokalen Vertretern», sagt Hptm Lukas Rentsch seines Zeichens Team Commander des LMT. Das Team sitzt bei Kartoffelstock, lokalen Würstchen und knackigem Gemüse beisammen und tauscht sich etwas über ihre Arbeit aus. «Klar, haben nicht alle Gespräche immer den gleichen Mehrwert. Ab und zu wird man einfach nicht warm mit dem Gesprächspartner und es entwickelt sich kein richtiger Austausch aber das sind zum Glück die Ausnahmen», meint Sdt Mislav Krakan und ergänzt: «Gerade vor ein paar Tagen haben wir mit einer jungen Frau über die aktuelle Lage der Region gesprochen. Sie sprach perfektes Englisch und der Austausch gestaltete sich sehr angenehm. In solchen Situationen ist es dann schon fast schade, wenn der nächste Auftrag bereits wartet und wir das Gespräch beenden müssen. » Im Allgemeinen sei das Schweizer LMT in der Region Malishevo gut und gerne gesehen, da sind sich alle im Raum einig, währenddessen Sie das Mittagessen abschliessen.

«Auch wir als Team funktionieren sehr gut miteinander. Ich denke Rücksicht ist das A und O in einer solchen Gemeinschaft wie wir es hier sind», schliesst Hptm Rentsch als er seine Tasse auf den Tisch stellt. Und so stehen die Mitglieder des LMT Malishevo auf und gehen wieder als Team ihrer Arbeit nach.