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Veröffentlicht am 12. Januar 2026

Kapazitätsaufbau

Die Schweizer Armee engagiert sich personell und finanziell in verschiedenen Bereichen des Kapazitätsaufbaus, der sich zu einem zentralen Element in der internationalen Friedensförderung entwickelt hat. Durch Ausbildung, Beratung und den Austausch von Fachwissen wird Sicherheit, Stabilität und Rechtsstaatlichkeit gefördert. Diese Unterstützung stärkt die Fähigkeiten und die Eigenverantwortung lokaler Sicherheitskräfte sowie staatlicher Institutionen und trägt langfristig zur Stabilisierung ganzer Regionen bei.

Zum Kapazitätsaufbau zählen die Sicherheitssektor-Reform (SSR) sowie der Entwaffnungs-, Demobilisierungs- und Reintegrationsprozess (DDR). SSR bezweckt lokale Sicherheitskräfte wie Armee, Polizei, Grenzschutz oder Justizorgane mit Massnahmen zu unterstützen, so dass diese effizient, rechtsstaatlich, transparent und im Dienst der Bevölkerung handeln. Bei DDR geht es darum, Angehörige von Armeen und nichtstaatlichen, bewaffneten Gruppierungen zu entwaffnen, zu demobilisieren und nachhaltig in die Gesellschaft zu integrieren.

Die Schweizer Armee unterstützt zudem Ausbildungszentren in Afrika, wo Militärangehörige, Polizistinnen und Polizisten sowie zivile Fachpersonen für den Einsatz im Rahmen der internationalen Friedensförderung ausgebildet werden: Seit 2006 das Kofi Annan International Peace Support Training Centre (KAIPTC) in Ghana und seit 2014 das International Peace Support Training Centre (IPSTC) in Kenia.

Ebenfalls zum Kapazitätsaufbau zählt das 2014 initialisierte United Nations Triangular Partnership Project for African Rapid Deployment of Engineering Capabilities (UN TPP ARDEC) mit dem Ziel Genieeinheiten afrikanischer Staaten auszubilden, um sie in friedensfördernden Missionen für horizontale Geniearbeiten einsetzen zu können. Dieses Know- how wird für den Bau von Camps, Strassen und Flugplätzen benötigt.

Zunehmende Wichtigkeit im Bereich Kapazitätsaufbau erfahren der sichere Umgang und die entsprechende Lagerung von Waffen und Munition, dem sogenannten Physical Security and Stockpile Management (PSSM). Dabei geht es um die gesamtheitliche Planung, Durchführung und Sicherstellung des korrekten Umgangs sowie der angemessenen Schutzverwahrung von gefährlichen Gütern wie Munition, Explosivstoffen und Waffen. So entsendet die Schweizer Armee beispielsweise seit 2011 Kleinwaffen- und Munitionsexperten nach Bosnien und Herzegowina, um die Streitkräfte vor Ort zu befähigen ihre Waffen- und Munitionsbestände signifikant zu reduzieren sowie die Restbestände sicher einzulagern und zu bewirtschaften.

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