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MitteilungVeröffentlicht am 13. Februar 2025

Scheinbar unsichtbare Helfer für die Infrastruktur in der SWISSCOY

Dass die Infrastruktur des Kontingentes 51 reibungslos funktioniert, dafür sorgt die Infra Gruppe, die zum Logistikzug (Log Zug) gehört. Eine kaputte Heizung, eine Türe, die nicht mehr richtig schliesst oder der Tumbler, der plötzlich den Geist aufgibt – solche alltäglichen Probleme fallen in ihren Aufgabenbereich.

Die Arbeit der Infra Gruppe ist sehr abwechslungsreich. Es geht nicht nur um die Reparatur von Infrastruktur in den Gebäuden und Geräten, sondern auch um kreative Lösungen und Improvisationstalent.

Text & Bilder: Fachoffizier Elisa Lutz, Presse- und Informationsoffizierin SWISSCOY 51

Gruppenführer Fw Messer ist für die Organisation und Verteilung der eingehenden Aufträge an die Fachspezialisten aus den Bereichen Elektrik, Sanitär und Holzbau zuständig. Es ist eine Herausforderung, die vielen Anfragen im Bereich Infrastruktur zu bewältigen. Diese reichen von kleineren Servicearbeiten über Reparaturen bis hin zum kompletten Austausch beispielsweise einer Heizung. Am meisten zu tun gibt es in den Camps: «Dort leben deutlich mehr Menschen auf engem Raum, was zu einem höheren Bedarf an Reparaturen und Wartungsarbeiten führt», erklärt Fw Messer. Dagegen sind die Field Houses der Liaison and Monitoring Teams (LMT) weniger anfällig, da sie robuster gebaut sind und eher als «Selbstläufer» gelten. Doch auch hier gibt es immer wieder kleinere Instandhaltungsarbeiten, die erledigt werden müssen. Die Aufgabe des Gruppenführers bestehe vor allem darin, die Planung im Griff zu haben: «Wer aus dem Team übernimmt welchen Auftrag, welche Aufträge stehen an und sporadisch kann ich auch mit ‹go büeze›.»

Der Spagat zwischen Organisation und praktischer Arbeit

Für Gruppenführer Fw Messer ist es der erste Einsatz im Kosovo und sein Aufgabengebiet erfordert sowohl technisches Know-how als auch ein hohes Mass an Organisationstalent. «Die Arbeit als Gruppenführer erfordert eine gute Koordination und das Verständnis für die Bedürfnisse der einzelnen Fachspezialisten. Manchmal stellt man erst im Verlauf eines Projekts fest, dass beispielsweise zusätzliches Material benötigt wird, was den gesamten Ablauf beeinflussen kann», sagt Messer.

Die Infrastrukturgruppe ist ein kleines Team, welches sich aber um eine Vielzahl an Aufträgen kümmert. Gerade bei grösseren Aufträgen kann dies eine Herausforderung sein. Hier hilft Fw Messer sein Knowhow aus dem zivilen Bereich: Seine Kenntnisse als gelernter Bauzeichner (Hochbau) helfen ihm, die richtigen Schritte in der Planung und Ausführung der Aufgaben und der Aufträge zu verstehen und zu koordinieren. Gleichzeitig erfordert die administrative Seite seiner Arbeit viel Zeit am Schreibtisch, um alle Aufträge und Anfragen zu bearbeiten und den Überblick zu behalten.

Kreativität und Improvisation sind gefragt

Die Arbeit der Infra Gruppe ist sehr abwechslungsreich. Es geht nicht nur um die Reparatur von Infrastruktur in den Gebäuden und Geräten, sondern auch um kreative Lösungen und Improvisationstalent. Projekte, wie aktuell das Folieren von Fenstern in einem Field House eines LMT für mehr Sichtschutz, gehören genauso zum Alltag wie die Planung und Durchführung grösserer Projekte, wie ein geplanter Umbau der Küche in einer Betreuungseinrichtung der SWISSCOY. Ein echtes Highlight ist es jedoch, wenn die Infra Gruppe selbst kreativ werden kann: «Es macht uns immer Freude, wenn wir kleinere Möbelstücke selbst schreinern oder bei anderen Arbeiten unsere Kreativität ausleben können», sagt der Gruppenführer.

Ein unverzichtbares Team hinter den Kulissen

Die Infra Gruppe ist eine scheinbar unsichtbare, aber unverzichtbare Einheit der SWISSCOY. Sie sorgt dafür, dass die Infrastruktur des Kontingentes 51 funktionsfähig bleibt und dass die Angehörigen des Kontingentes in ihren Camps und Field Houses ein sicheres und komfortables Umfeld haben. Auch wenn das Team klein ist und mit begrenzten Ressourcen arbeitet, sorgen sie für eine hohe Lebensqualität – und das oft mit viel Kreativität, Improvisation und dem richtigen «Bau»-Verständnis. Die Arbeit der Infra Gruppe wird oft erst dann wahrgenommen, wenn etwas kaputtgeht – und genau das ist ihr Erfolg: Probleme schnell zu lösen, bevor sie grösser werden.