Zum Hauptinhalt springen

MitteilungVeröffentlicht am 11. Februar 2026

Wo Sicherheit mit Gesprächen beginnt

Toja Rauch kam über einen Nebenjob im Rekrutierungszentrum Rüti zur Armee: Dort betreute sie die psychologische Tauglichkeitsabklärung am Computer. Ein Vortrag von Swissint an einer Karriere-Nacht brachte sie dann zur Erkenntnis: Das passt.

Text: Kommunikation Verteidigung, Anna Muser, unterstützt durch KI

Toja Rauch studierte Linguistik und Übersetzung, davor arbeitete sie in der Gastronomie. Den Einstieg in die Armee fand sie nicht über den «klassischen Weg», die Rekrutenschule, sondern über einen Auslandeinsatz im Kosovo. Später liess sie sich in die Miliz einteilen und fand bei den Sprachspezialisten ihren Platz. 2024 folgte der zweite Kosovo-Einsatz, diesmal in einer Führungsfunktion. Heute ist Rauch Gruppenführerin im Rang eines Wachtmeisters an der Informatikschule 61 in Frauenfeld, im Sommer 2026 folgt die Offiziersschule.

Sinn, Sicherheit und Verantwortung

Rauch beschreibt ihre Entscheidung nicht als Abenteuer, sondern als bewussten Schritt aus der Komfortzone. Sie suchte ein Feld, das Sprache, Vermittlung und Sicherheit verbindet – und fand es in der Friedensförderung. Die geopolitische Lage mache ihr Bauchweh, sagt sie, aber keine Angst. Gerade deshalb wolle sie sich engagieren. Besonders stolz sei sie darauf nicht, viel eher möchte sie etwas zur Sicherheit in der Schweiz beitragen.

Kosovo: Zuhören als Auftrag

Im Kosovo arbeitete Rauch in einem Liaison and Monitoring Team (LMT), einem Frühwarnsystem der KFOR. Diese Teams leben mehrheitlich nicht im Camp, sondern in Häusern in Städten und Dörfern, wie in einer WG: Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsraum, manchmal eigene Zimmer. Der Auftrag: Gespräche führen mit der Bevölkerung, mit Bauern, Lehrpersonen, Ärztinnen, Politikern – und beobachten, was die Menschen beschäftigt, um für die KFOR ein gesamtheitliches Bild über die Sicherheitslage im Einsatzraum zu erstellen. «Das hat mein Feingefühl im Umgang mit anderen Kulturen gestärkt und mir gezeigt, dass man es pflegen muss». Menschen machen die Armee aus. Es braucht alle die können, um die Schweiz zu verteidigen.

Das ganze Gespräch mit Toja Rauch gibt es im Podcast aus der Serie #IchBinDabei