Der Waffenplatz Wil hat eine lange Geschichte. 1775 baute der Kanton Nidwalden ein Kornhaus, das ab 1857 auch als Kaserne diente. 1961 wurde die Kaserne geschlossen, da sie den Standards nicht mehr genügte. Zehn Jahre später fand die Eröffnung der neuen Kaserne statt, die sich rasch zu einem wichtigen Ort für die Ausbildung von Schweizer Soldaten entwickelte. 1992 begann der Kanton Nidwalden mit der ersten grossen Sanierung der Kaserne und eröffnete 2003 ein neues Schulungsgebäude. Im Zuge der Armeereform XXI fiel der wegweisende Entscheid die internationale Friedensförderung in Form des Kompetenzzentrums SWISSINT per Anfang 2004 in die Zentralschweiz auf den Waffenplatz Wil zu verlegen. Seither erfolgte schrittweise eine Anpassung und ein Ausbau der bestehenden Infrastruktur. So bestehen heute neben der ursprünglichen Kaserne und Mehrzweckhalle ein Kommando-, ein Lehr- und ein Kursgebäude, eine Fahrzeug- und Materialhalle, eine Tankstelle, mehrere Aufladestationen für E-Fahrzeuge, ein Camp mit 234 Büro-, Schlaf- und Sanitärcontainern und ein Übungsdorf. Im 2022 eingeweihten Logistikgebäude befinden sich nicht nur weitere Unterrichtsräume für das Ausbildungszentrum SWISSINT, sondern auch das heutige Zeughaus mit der Retablierungsstelle, Lagerräume der kantonalen Logistik, eine weitere Fahrzeughalle sowie Büroräumlichkeiten für das kantonale Amt für Militär und Zivilschutz. Ebenfalls auf dem Gelände des Waffenplatzes Wil steht seit 2011 das Zentrum Bevölkerungsschutz, das als Logistikbasis und als Standort für die kantonalen Führungseinrichtungen dient.