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Einer wie jeder andere: Nico Hischier wird rekrutiert

Alle jungen Schweizer Bürger haben die Pflicht, an der Rekrutierung der Schweizer Armee teilzunehmen. Lediglich Auslandschweizer sind in Friedenszeiten von der Rekrutierung und der Militärdienstpflicht befreit. Sie können sich aber freiwillig zum Dienst melden, wie etwa der Schweizer NHL-Eishockeyspieler Nico Hischier: Während der Sommerpause flog er deshalb aus den USA zurück in die Schweiz und rückte im Juni 2019 im Rekrutierungszentrum Sumiswald ein, um seine Bürgerpflicht zu erfüllen.

25.06.2019 | Kommunikation Verteidigung, Eve Hug

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Der Schweizer NHL-Eishockeyspieler Nico Hischier (2.v.r.) nimmt an der Rekrutierung teil. (Fotos: ZEM, André Scheidegger)

Pünktlich um 8 Uhr startete der Kommandant des Rekrutierungszentrums Sumiswald, Oberst im Generalstab Hans Schori, mit der Begrüssung. Er zeigt sich sehr erfreut darüber, dass er heute Nico Hischier rekrutieren darf. «Egal wie berühmt und bekannt, er tut seine Bürgerpflicht und leistet Dienst.» Oberst Schori weist aber auch deutlich darauf hin: «Jeder und jede hier ist eine einzigartige Persönlichkeit. Auch wenn der Fokus heute etwas mehr auf einer Person liegt, gelten für alle genau die gleichen Regeln. Alle werden gleichbehandelt.»

In den folgenden Stunden durchlaufen alle anwesenden Frauen und Männer die gleichen Eignungstests. Während der Rekrutierung werden keine Namen benutzt: Jeder und jede wird ausschliesslich mit der persönlichen Rekrutierungsnummer angesprochen, die immer gut sichtbar getragen werden muss. Nico Hischier durchläuft wie alle anderen die medizinischen, psychologischen und sportlichen Prüfungen. Ziel der Rekrutierung ist es, die Tauglichkeit festzustellen und am Ende die Zuteilung in eine geeignete Funktion vorzunehmen. Immer mit dem Grundsatz: «gleiche Leistung, gleiche Chance».

Für Nico Hischier stand ausser Frage, dass er sich rekrutieren lässt: «Ich bin Schweizer und will meine Bürgerpflicht erfüllen. Und ich finde es eine Supersache, dass alle gleichbehandelt werden. Mir gefällt, dass jeder Schweizer die Rekrutierung durchläuft und ich das jetzt auch persönlich erlebe.» Am liebsten würde er wie sein Bruder die Spitzensport-RS absolvieren, weil er so in der Armee die Möglichkeit hätte, in der Sommerpause in der Schweiz zu trainieren. Hischier ist überzeugt: «Die RS bringt dich auf den Boden und macht dich bereit fürs Leben. Man macht in der Spitzensport-RS nicht nur Sport, sondern man lernt auch andere Dinge, die einem persönlich weiterbringen.» Einziger Wermutstropfen ist für ihn, dass er wegen den Playoffs nie genau weiss, wie lange eine Eishockeysaison dauert und wann die Sommerpause beginnt. Er hofft aber, dass er rechtzeitig für den Start der RS zurück in der Schweiz sein wird: «Man weiss nie, wie es kommt. Aber ich möchte die RS wirklich gerne machen.»

Am Ende des Tages überreicht Oberst Schori mit Stolz die Sportauszeichnung an Nico Hischier und nimmt die Zuteilung zu den Spitzensport-Soldaten vor. Mit Handschlag wird der Deal besiegelt, und die Freude ist auf beiden Seiten gross. Wenn alles klappt, wird der Eishockeycrack im Sommer 2020 die Spitzensport-RS beginnen. Aber heute Abend geht er nach erfolgreicher Rekrutierung zunächst noch ein paar Stunden trainieren.


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