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Eine Schulklasse auf Besuch bei der Schweizer Armee

Am 7. April hat das Spitalbataillon 5 in Zusammenarbeit mit der Logistikbasis der Armee (LBA) die 7. Klasse der Schule Erlen nach Emmen eingeladen. Drei LBA-Angestellte präsentierten den Jugendlichen verschiedene Lehrberufe. Im Anschluss zeigten die Angehörigen des Spitalbataillon 5 der Schulklasse die, in der Schweizer Armee einzigartige, Mobile Operationszelle.

07.04.2017 | Kommunikation Verteidigung, C. Hauswirth

Wunden
In der Mobilen Operationszelle entstanden kleine, realitätsnahe Kunstwerke.

Das Spitalbataillon 5 organisierte dieses Jahr ihren Öffentlichkeitsanlass in Zusammenarbeit mit der LBA. Eingeladen wurden verschiedene Schulklassen, angemeldet hat sich die siebte Klasse des Schulhauses Erlen in Emmen. Das Ziel des Besuches war, den Schülerinnen und Schülern in einem ersten Teil die Berufe der Logistikbasis der Armee (LBA) näherzubringen, sowie im zweiten Teil, die Mobile Operationszelle des Spitalbataillon 5 vorzustellen.

Lehrberufe bei der LBA

Die LBA ist mit ihrem Lehrstellenangebot in der Bundesverwaltung einzigartig: Mit rund 300 Lehrstellen in über 20 verschiedenen Berufen ist die Auswahl riesig. Von dem Beruf Polygraf/in über Logistiker/in bis zum Automobil-Fachmann/frau EFZ bietet die LBA eine breite Palette an Lehrberufen an.
Im ersten Teil stellte die LBA drei Lehrberufe näher vor: Logistiker/in EFZ, Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ sowie Automobil-Fachmann/frau EFZ.  LBA-Angestellte aus den drei Berufen, führten die Jugendlichen an ihren Arbeitsplatz, wo die Jugendlichen nicht nur zuhören sondern die Maschinen und Fahrzeuge auch erleben konnten. Bei den Logistikern kletterten die Schülerinnen und Schüler in den Führerstand von Gabelstaplern. In der Fahrzeughalle konnte, wer sich getraute, in den Führerstand eines gepanzerten Lastwagen hineinsteigen. Aus der Höhe von etwa zwei Metern bot sich dann eine gute Aussicht durch die kugelsichere Scheibe. Der Fachmann Betriebsunterhalt stellte die verschiedenen Maschinen vor, mit denen Lernenden in Kontakt kommen: von Kettensägen über Rasenmäher bis zum Wassersauger. Besonders freuten sich die Jugendlichen, dass allen Lernenden beim Bund sieben Wochen Ferien und Lohngleichheit zusteht.

Demonstration der Mobilen Operationszelle

Im zweiten Teil des Nachmittags nahmen die Schüler an einem Parcours durch die Mobile Operationszelle des Spitalbataillon 5 teil. Dabei lernten sie das System und die damit in Verbindung stehenden medizinische Berufe kennen. Leutnant Barth erzählte den Jugendlichen, dass die Operationszelle bei einer Katastrophe mit vielen Verletzten oder Kranken zum Einsatz kommen könnte, wenn die zivilen Spitäler an ihre Auslastungsgrenze stossen. Für den Ernstfall sind ein Teil der Soldaten des Spitalbataillon 5 dafür ausgebildet, eine dem öffentlichen Spital vorgelagerte Triage-Funktion zu übernehmen sowie die anschliessende Pflege der Patienten sicherzustellen. Die Dimensionen der mobilen Operationszelle sind riesig und in der Schweizer Armee einzigartig. Entsprechend braucht es um die 20 Stunden bis der ganze Komplex aufgebaut ist. Der Rekord liegt bei ca. 17 Stunden, geleistet von etwa 15 Personen, erzählt ein Soldat stolz der Schulklasse. Die Mobile Operationszelle wird jeweils am Anfang des WK durch einen Teil der Soldaten des Spitalbataillon 5 aufgebaut und dient im Verlaufe des WK als Ort für Übungen. Beim Aufbau werden ausgehend vom Operationssaalcontainer die restlichen Container-Elemente mit Kränen platziert und die Zelte ringsum aufgestellt.

Die Mobile Operationszelle in der Übersicht.
Die Mobile Operationszelle in der Übersicht.

Die Mobile Operationszelle stand am Besuchstag fertig aufgestellt bereit und die Jugendlichen konnten in das Labyrinth aus Containern und Zelten eintauchen. An fünf Posten stellten die Soldaten die verschiedenen Funktionen, welche die Zelle bietet, spielerisch vor und erklärten den Aufbau und Betrieb. So konnten die Jugendlichen lebenserhaltende Massnahmen an einer Gummipuppe üben, oder mit der mobilen Bahre herumfahren. Besonderen Anklang fand die Station, wo Wunden auf die Haut aufgemalt werden, um bei Übungen Realitätsnähe simulieren zu können. Auf den Armen der Jugendlichen entstanden als Resultat teilweise furchterregende Kunstwerke.

Der Öffentlichkeitsanlass des Spitalbataillons war ein Erfolg und die Zusammenarbeit mit der LBA hat sich gelohnt, sagt der Presse- und Informationsoffizier Joel Bigler. Die Angestellten der LBA und die Soldaten des Spitalbataillon 5 konnten der Schulklasse in einem spannenden Programm die Lehrberufe bei der LBA näherbringen und den Einsatz der mobilen Operationszelle demonstrieren.