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Kameradschaft trotz Abstand: WK unter Coronabedingungen

Das Coronavirus hat den Wiederholungskurs des Logistikbataillons 21 nicht nur aufgrund der erforderlichen Hygienemassnahmen geprägt, sondern ihm auch den entsprechenden Auftrag gegeben. Das Westschweizer Bataillon hat die Armeeapotheke unterstützt und damit einen wertvollen Beitrag im Einsatz gegen die Pandemie geleistet. Stolz und Genugtuung prägen die Gefühle der Beteiligten. Ein Erlebnisbericht.

28.09.2020 | Fachoffizier (Hptm) Julien Gaspoz, PIO Log Bat 21 / Komm V

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Das Bataillon hat die Armeeapotheke beim Materialtransport unterstützt. (Foto: VBS/DDPS Fachoffizier (Hptm) Julien Gaspoz)

Es ist der Tag X, ich rücke in Grolley zum Start meines Wiederholungskurses ein. Ich bin aktuell der Presse- und Informationsoffizier des Logistikbataillons 21, und das Erste, was meine Kamera aufnimmt, sind die maskierten Gesichter meiner Kameraden. Unser Dienst beginnt denn auch mit einem Coronatest. Die Hygienemassnahmen werden dabei strikt befolgt. Alle tragen eine Maske, um die Kameraden und sich selbst zu schützen, vor allem beim Warten auf die Testergebnisse.

Wichtige Coronamassnahmen

Nach dem ungewohnten Auftakt kehrt aber bald wieder der Alltag ein. Die Soldaten repetieren die Grundausbildung. Doch auch hier begleiten uns die Hygienemassnahmen: Mindestabstand, Hygienemaske und Händedesinfizieren sorgen für einen kleinen, aber feinen Unterschied.

Am Ende des Tages beziehen wir die Unterkünfte, die speziell auf die geltenden Massnahmen ausgerichtet sind. Brigadier Silvano Barilli versucht in seiner Rede am Abend, die Soldaten zu beruhigen, und bittet sie, den gebotenen Abstand zu wahren und das Tragen von Masken zu einzuhalten. Das Bataillon spiele in dieser Krise eine wichtige Rolle. Eine der Hauptaufgaben werde nämlich die Versorgung mit medizinischen Hilfsgütern in der ganzen Schweiz sein.

Sinnstiftende Aufträge sorgen für Motivationsschub

Der kommende Tag beginnt mit einer guten Nachricht, denn nur eine Person wurde positiv auf Covid-19 getestet. Der Kamerad weist zum Glück keine Symptome auf und wird zur Sicherheit zehn Tage lang unter Quarantäne gestellt. Die anderen Soldaten machen sich auf den Weg, um die Fahrzeuge zu betanken.

Los geht es an diesem Morgen mit Transportaufträgen. Unsere Aufgabe besteht darin, SBB-Güterwagen zu entladen, um die verschiedenen Versorgungspunkte in der Region mit medizinischen Hilfsgütern zu beliefern. Es ist das erste Mal, dass wir uns an einem Einsatz beteiligen, der direkte und konkrete Auswirkungen für die Schweizer Bevölkerung und nicht nur für die Logistikbasis der Armee, unseren üblichen Partner, hat.

Enger Zusammenhalt trotz Abstand

Nach zwei Wochen stelle ich fest, dass die Aufträge zu aller Zufriedenheit erfüllt werden und dass die Kameradschaft trotz des Social Distancings immer noch vorhanden ist. Der Zusammenhalt wird durch diese einzigartige Situation sogar noch verstärkt. Darüber hinaus haben wir wirklich das Gefühl, dass unsere Arbeit wichtig ist und dass wir uns aktiv an der Verbesserung der aktuellen Gesundheitssituation beteiligen. Es ist für uns alle denn auch eine grosse Genugtuung, Teil der Anstrengungen gegen das Coronavirus und für den Schutz der Bevölkerung zu sein.

Ich bin stolz auf unseren geleisteten Einsatz. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass unser Bataillon in den letzten Wochen nützlich war, indem wir die Armeeapotheke bei ihrem Einsatz gegen das Virus, das unser täglich Leben völlig verändert hat, unterstützt haben. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich viel Positives aus diesem WK ziehe und hoffe, dass unser Beitrag die Schweizer Bevölkerung in die Lage versetzt, gelassener in die Zukunft zu blicken.

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