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Wie das Armeelogistikcenter Thun seine Lehrlinge meisterlich ausbildet

Wer im Armeelogistikcenter Thun eine Lehre absolviert, hat die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die hoch qualifizierten Ausbildner am Standort im Schwäbis nehmen sich viel Zeit für die Lehrlinge und vermitteln den Stoff in aller gebotenen Breite und Tiefe. Ein Augenschein an der Industrienacht Thun+ in den Werkhallen.

24.05.2019 | Kommunikation Verteidigung, Christoph R. Schelhammer

Lehrlinge des ALC Thun zeigen ihr Handwerk an einem Motorenblock.
Lehrlinge des ALC Thun zeigen ihr Handwerk an einem Motorenblock.

Mitte Mai öffnete das Armeelogistikcenter (ALC) Thun im Rahmen der Industrienacht Thun+ für die Jugend seine Tore und lud Schülerinnen und Schüler aus der Region ein, sich in den Werkstätten im Schwäbis über die Ausbildungsmöglichkeiten am ALC zu informieren und sich auch gleich handwerklich zu betätigen. Hierfür wurden verschiedene Posten aufgebaut, die es auch bei einem allfälligen Selektionstest zu durchlaufen gilt. Vom Modellbau über die Diagnostik bis hin zum Schweissen wurde alles geboten.

Erstklassige Lernbedingungen

47 junge Frauen und Männer sind der Einladung gefolgt und haben Tuchfühlung mit dem Beruf des Automobilmechatronikers aufgenommen. Eines von dreizehn Berufsbildern, die am Standort Thun sehr erfolgreich gelehrt werden. Die Lehrjahre am ALC Thun lohnen sich, denn in den Hallen im Schwäbis steht die Qualität der Lehrlingsausbildung an erster Stelle. Die Lehre gestaltet sich äusserst abwechslungsreich und vielschichtig, die Lernenden erhalten einen tiefen Einblick in die Materie, mit viel Sorgfalt wird an ihren Fähigkeiten gearbeitet. Die Lehrlinge werden denn auch einen Grossteil ihrer Ausbildung in der Karosserie, in der mechanischen sowie der technischen Werkstatt, ebenso in Malerei und Sattlerei, Schlosserei oder der Panzerwerkstatt verbringen.

Die erfahrenen Berufsbildner mit ihrem fundierten Wissen sorgen für nötige die Motivation und begleiten die Lernenden eng während der gesamten vierjährigen Ausbildung. Ihre Aufgabe ist es, ihre Schützlinge auf ein fachliches Topniveau zu bringen. Dafür nehmen sie sich dementsprechend viel Zeit. Diesen Zeitaspekt sowie die hohe fachliche Kompetenz streicht die Leiterin berufliche Grundbildung im ALC Thun, Monika Haug, heraus. Zudem verweist sie auf die fairen Gesamtleistungen, die kaum ein Privatunternehmen bieten könne.

Anspruchsvolle Lehre mit hoher Reputation

Unter der fachkundiger Anleitung von Beat Niederhauser, Verantwortlicher für die Lernendenausbildung, und Reto Bärtschi, Werkstattchef, erlernen die Auszubildenden ihr Handwerk bis zur Abschlussprüfung. Die Ausbildung zum Mechatroniker am ALC Thun sei eine anspruchsvolle Sache, betont der Lehrlingsverantwortliche, denn neben dem Willen, sich engagieren zu wollen, werden von den Bewerbern auch überdurchschnittliche Mathematikkenntnisse, ein gutes Vorstellungsvermögen sowie eine schnelle Auffassungsgabe und vernetztes Denken erwartet. «Ich will den Lehrlingen eine gute Ausbildung, Durchhaltewillen und Selbstdisziplin mitgeben, damit sie später in der Arbeitswelt bestehen und erfolgreich sind», lautet denn auch das Credo des Lehrlingsverantwortlichen.

Ich will den Lehrlingen eine gute Ausbildung, Durchhaltewillen und Selbstdisziplin mitgeben, damit sie später in der Arbeitswelt bestehen und erfolgreich sind.

Beat Niederhauser, Verantwortlicher für die Lernendenausbildung Automobilmechatronik

 

Dank der hohen Erfordernisse an die Ausbildner wie auch an die Auszubildenden hebt sich die Lehre im ALC qualitativ von jener im Privatgewerbe merklich ab. «Unsere Ausbildung geniesst einen hervorragenden Ruf. Dies bestätigen uns die vielen positiven Feedbacks der Garagisten aus der Region, die unsere ausgebildeten Berufsleute anstellen», unterstreicht Niederhauser die Reputation seiner Lehrlingsausbildung. Denn nach der Lehre am ALC heisst es für die Lehrabgänger erst einmal, sich in der Privatwirtschaft freizuschwimmen, Erfahrungen im Privatgewerbe zu sammeln und Zusatzausbildungen zu absolvieren, zum Beispiel als Diagnostiker. Davon profitiert wiederum das ALC, wenn ehemalige Lehrlinge nach einer gewissen Zeit an ihre Ausbildungsstätte zurückkehren, denn sie bringen stets wieder neue Ideen und Spezialwissen in die Werkstatt mit.

Attraktive Berufsaussichten

Die Ausbildung zum Mechatroniker ist zwar anspruchsvoll, doch mit der nötigen Begabung findet sich am ALC Thun eine der besten Lehrstellenplätze für einen Beruf mit Zukunft, der viel Potenzial aufweist. Das ist eine grosse Chance für die jungen Menschen der Region. Derzeit sind es 88 Lernende, die im ALC Thun für das Autogewerbe ausgebildet werden. Sie werden nach dem Abschluss ihrer Lehre bestens gerüstet sein für den Arbeitsmarkt.

Fachkräftemangel:

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht wie in so vielen Handwerksbranchen auch im Automobilgewerbe ein Fachkräftemangel. Das spürt auch das Armeelogistikcenter Thun. Hatten die Lehrlingsverantwortlichen des ALC Thun vor ein paar Jahren noch die Möglichkeit, unter 100 bis 150 Bewerbern auszuwählen, sind es heute noch deren 20, die sich für eine Lehrstelle bemühen. So ist intensive Werbung für die angebotenen Berufsbilder und insbesondere ein gelungener Industrietag wie dieser wichtig für die Rekrutierung. Erste Schnupperlehren konnten bereits abgemacht werden, wie Monika Haug, die Leiterin berufliche Grundbildung im ALC Thun, noch vor Ort bestätigen konnte.

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