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Das Gebirgsinfanteriebataillon 48 rückte in den WK 2021 ein

Das Zuger Gebirgsinfanteriebataillon 48 (Geb Inf Bat 48) rückte an Montag 18. Januar zum jährlichen Truppendienst ein. Nachdem sich der Traditionsverband bereits im Jahr 2020 bereithielt, um zu Gunsten der zivilen Behörden eingesetzt zu werden, darf er auch dieses Jahr die Einsatzbereitschaft sicherstellen.

25.01.2021 | PIO Geb Inf Bat 48, Hptm Kevin Hofstetter

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Am Morgen des 18. Januar 2021 rückte die Truppe des Geb Inf Bat 48 in die Dienstleistung 2021 ein. Das traditionelle Zuger Bataillon, welches zum letzten Mal vom Bündner Berufsoffizier und Oberstlt im Generalstab Gregor Hänggi kommandiert wird, absolviert in diesem Jahr den Dienst im Raum Walenstadt. Aufgrund der aktuellen Situation übernimmt der Kommandant die Fahne für die Dienstleistung nicht wie üblich, vor dem versammelten Bataillon, sondern vor den einzelnen Kompanien. Auch bekannten Gründen wurde zur Sicherheit der Truppe auf die Einladung von weiteren Gästen verzichtet. Dafür soll die Vorfreude auf das Treffen in normalen Zeiten umso grösser werden.

Die Dienstleistung des Geb Inf Bat 48 ist wichtig, weil es damit die Bereitschaft sicherstellt, um die zivilen Behörden nicht nur im Kampf gegen das Corona, sondern in allen nicht fachspezifischen Notfällen zu unterstützen. Um den Schutz der Truppe sicherzustellen, startete die Dienstleistung mit einem detaillierten Gesundheits-Check. Während der Dienstleistung werden die vom Bund empfohlenen Massnahmen strikte umgesetzt. So werden den Abständen besondere Achtung geschenkt und auch die Gesichtsmaske ist jederzeit zu tragen. Dies stellt insbesondere das Küchen- und das Betriebspersonal vor grosse Herausforderungen, da die Truppe die Mahlzeit nun in verschiedenen Gruppen einnimmt und die Räumlichkeiten mehrmals täglich gereinigt und desinfiziert werden müssen. Nach dem Gesundheits-Check startete das Bataillon mit den ersten Ausbildungen im Sanitätsdienst, im Umgang mit der persönlichen Waffe aber auch in der Personen- und Fahrzeugkontrolle.

Der Entscheid, dass die Truppe an den Wochenenden nicht nach Hause entlassen wird, war sicher kein Herzensentscheid. Zu gerne hätte der Kommandant die Truppe heimkehren lassen. Um die Sicherheit der Truppe aber auch der Daheimgebliebenen zu wahren, musste eine schwierige aber in jeder Hinsicht nachvollziehbare Entscheidung getroffen werden. So leisten die Soldaten ihren Dienst zum Wohle der Schweizer Bevölkerung an einem Stück. An den Wochenenden soll der Militärdienst jedoch nicht einfach weitergehen. Die Truppe soll sich erholen können. Deshalb wird ein abwechslungsreiches Programm geplant, bei denen die Kameradschaft trotz der Umstände gepflegt werden kann.

Dieser besondere Dienst wird den 48er sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen den schwierigen Umständen, sondern auch deshalb, weil es seit langem wieder einmal ein Schiess-WK ist. Ein WK in dem nicht nur die eigene persönliche Waffe eingesetzt werden kann. So freuen sich insbesondere die Kanoniere, dass sie Ihren 8.1 cm Minenwerfer endlich wieder zum Einsatz bringen können. Das Buddeln der Stellungen haben sicher viele bereits vermisst. Doch auch für die Späher ist es ein besonderer Dienst, da sie zum ersten Mal im Rahmen des Sensorwirkungsverbundes das Bogenfeuer leiten. Zum Schluss sorgen auch die Wetterbedingungen wie z.B die grossen Schneemassen dafür, dass spezielle Übungen mit den Gebirgsspezialisten des Kompetenzzentrums Gebirgsdienst der Armee durchgeführt werden. Unter der Leitung des Alpin Offiziers und der Gebirgsspezialisten lernt die Truppe, wie im Falle einer Lawine gehandelt werden muss und welche Hilfsmittel und Ausrüstungsgegenstände im Gebirge unerlässlich sind. Das Gebirgsinfanteriebataillon 48 wird ihrem Namen diesen WK sicher mehr als gerecht und deckt nicht nur die infanteristischen Tätigkeiten ab, sondern bewährt sich auch im Gebirge. 

Badge Geb Inf Bat 48