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Ein (fast) komplett neuer Duro

Der schon fast legendäre Duro hat eine intensive Verjüngungskur erhalten. Neu kommt der Mannschaftstransporter nicht nur moderner daher, sondern bietet den Truppen auch deutlich mehr Sicherheit und Komfort. Cuminaivel hat den Kleinlaster getestet.

14.01.2020 | CUMINAIVEL | ac

Ein (fast) komplett neuer Duro


Kein Militärfahrzeug wird so mit der Schweizer Armee in Verbindung gebracht, wie der Duro. Wohl jeder Soldat wurde schon mindestens ein Mal mit dem schwerfälligen Kleinlaster durch die Gegend gekarrt. Nun hat der Mannschaftstransporter ein aufwendiges Lifting erhalten. Schon nach wenigen Kilometern Fahrt wird klar: Der Duro ist in der Gegenwart angekommen. 

Bei der ersten Drehung mit dem Zündschlüssel zeigt der Duro sogleich eine seiner bedeutendsten Neuerungen. Wo früher ein schlichtes Armaturenbrett aus Plastik montiert war, leuchtet nun eine komplett elektronische Anzeige auf. Egal ob Kilometerstand, Tankfüllung, Aussentemperatur oder Tacho – alles erscheint nun auf dem kleinen Bildschirm hinter dem Lenkrad.

Auch sonst bietet das Fahrzeug allen voran für den Fahrer deutlich mehr Komfort. Neu verfügt der Duro endlich auch über ein Antiblockiersystem (ABS) sowie ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP). Dank eines modernen Automatik-Getriebes und neu 163 PS beschleunigt der im Gesamtgewicht über sechs Tonnen schwere Duro spürbar geschmeidiger, während er bergab automatisch das Tempo drosseln kann. Damit schont der Transporter nicht nur die Nerven der Insassen, sondern auch das Material. Der moderne Auftritt wird abgerundet durch die vier LED-Scheinwerfer an der Frontschürze, welche die Fahrbahn bei Bedarf hell erleuchten.

Der Duro I WE, wie der Laster offiziell bezeichnet wird, ist aber kein komplett neues Fahrzeug, sondern das Ergebnis eines sogenannten Werterhaltungspakets. Karosserie und Chassis sind noch immer praktisch identisch wie beim Vorgängermodell. Auch das Lenkrad und die Mittelkonsole in der Fahrerkabine haben es in den überarbeiteten Duro geschafft. Ansonsten hat sich jedoch gerade auch in punkto Sicherheit einiges getan. Waren die Fahrten auf den unbequemen Längsbänken früher berüchtigt, wurde jetzt auch der Passagierraum stark überarbeitet. Jeder Soldat sitzt neu auf einer separaten Sitzschale, die jeweils mit einem 4-Punkt-Gurt ausgestattet ist. So lassen sich selbst abrupte Bremsmanöver in Vollmontur problemlos wegstecken. Dafür mussten Abstriche bei der Transportkapazität gemacht werden: Konnten früher bis zu 20 Personen auf den Sitzbänken befördert werden, ist der Platz hinten nun auf 12 Passagiere limitiert.

Die Truppen werden nun fortlaufend auf das überarbeitete Duro-Modell umgeschult und Fahrer mit dem neuen (Mit-)Fahrerlebnis vertraut gemacht. Schon während des WEF werden diverse Einheiten von den neuen Qualitäten des Duro profitieren können – und damit auf und neben den Strassen noch sicherer unterwegs sein.