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Brevetierung der Berufsmilitärpiloten der Pilotenklasse 2012 mit grosser Tessiner Beteiligung

Nach ungefähr 2000 Ausbildungstagen war es nun so weit: Die Pilotenanwärter der Pilotenklasse 2012 durften ihr hart erarbeitetes Militärpilotenbrevet entgegennehmen. Am 13. Dezember 2018, wurden sie in Locarno zudem zum Oberleutnant befördert.

18.12.2018 | Kommunikation Verteidigung / Kommunikation Luftwaffenausbildungs- und -trainingsbrigade

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Von links nach rechts: Oblt Remo «Geni» Genhart, Oblt Fabian «Vandi» Van der Meer, Oblt Robin «Binio» Wenger, Oblt Philipp «Mülpi» Mühlemann, Oblt Emanuele «Fritz» Ceschi, Oblt Pascal «Aldi» Haldenstein, Oblt Nik «Nano» Neumeister, Oblt Silvan «Gollum» Andereggen, Oblt Marco «Taxi» Huber, Oblt Silvan «Greench» Keller, Oblt Mario «Zava» Zavalloni, Oblt Tino «Chili» Mainardi.

«Heute werden wir Ihnen Flügel verleihen», eröffnete Oberst im Generalstab Markus Thöni die Brevetierungsfeier, welche nicht zufällig im Sala Sopracenerina in Locarno stattfand. Zwei der insgesamt zwölf in diesem Jahr zu brevetierenden Pilotenanwärter sind Ticinesi. Aus diesem Grund wurden alle bisherigen Tessiner Piloten zur Feier eingeladen. Die Stimmung war wie bei einem Klassentreffen: reger Austausch und Schwelgen in vielen Geschichten und Anekdoten.

In diesem Jahr wurde das Militärpilotenbrevet fünf Jet- und sieben Helikopteranwärtern überreicht. Ihre klingenden Pilotenübernamen: Aldi, Binio, Chili, Fritz, Geni, Gollum, Greench, Mülpi, Nano, Taxi, Vandi und Zava. Sie alle haben neben ihrer fliegerischen Ausbildung auch einen Bachelor of Science in Aviatik abgeschlossen.

«Menschen machen die Luftwaffe», betonte Divisionär Bernhard Müller, Kommandant der Luftwaffe, in seiner Ansprache und kam auf die nötige offene Fehlerkultur in der Luftwaffe zu sprechen. Es gehe darum, begangene Fehler zu teilen und daraus zu lernen. Fliegen bedeute, immer wieder neu zu beurteilen, neu zu entscheiden sowie kreative Lösungen zu suchen und zu finden. Die Flugsicherheit stehe immer an oberster Stelle. Divisionär Bernhard Müller meinte, es sei aber nicht nur ein Tag zum Feiern, sondern auch zur Andacht für die vor 80 Jahren im Raum Muotathal verunglückten Kameraden. Dazu forderte er die Anwesenden auf, das aus diesem Unglück heraus entstandene Lied «Voglio Volare» zu singen. Dieses ist gleichzeitig auch die inoffizielle Hymne der Schweizer Militärpilotinnen und -piloten.

2018 im Zeichen der Frauenpower

Der Luftwaffenkommandant zeigte sich erfreut über das Jahr 2018, welches im Zeichen der Frauenpower stand. In der Armee wurden die erste Pilotin auf F/A-18 umgeschult und die erste Helikopterstaffelkommandantin ausgewählt. Und auf politischer Ebene wurde Frau Viola Amherd bei der diesjährigen Bundesratswahl und anschliessenden Neuverteilung der Departemente per 1. Januar 2019 zur ersten dem VBS vorstehenden Bundesrätin gewählt.

Stolz über «seine» Piloten

Sichtlich stolz über «seine» Anwärter, beförderte der Kommandant der Pilotenschule 85, Oberst im Generalstab Markus «Märk» Thöni, anschliessend die Berufsmilitärpiloten über der Standarte und überreichte ihnen das Brevet. Ein bewegender Moment für jeden Einzelnen, auf welchen sowohl die Pilotenanwärter als auch ihre Ausbildner hingearbeitet hatten. Doch nicht nur ihnen galt der Dank von Oberst i Gst Markus Thöni, sondern auch den jeweiligen Familien, Frauen und Freundinnen. Sie sind den Pilotenanwärtern auf dem langen Weg zum Berufsmilitärpiloten eine wichtige Stütze.

Zu Ehren der Brevetierten flogen am Nachmittag das PC-7 TEAM und das Super Puma Display Team eine Flugshow im Himmel über Locarno. Eine Gratulation live und direkt aus dem Cockpit durfte dabei nicht fehlen.