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Auf dem Weg zur BODLUV-Brigade: Transformation bringt neues Feuer

Die Transformation des Lehrverbandes Fliegerabwehr 33 (LVb Flab 33) zur BODLUV Brigade ist auf Kurs. In Zukunft wird der Milizstab der zukünftigen BODLUV Brigade die Verbände in den Einsätzen und Übungen führen. Eine Aufgabe, welche die Augen der Stabsmitarbeitenden zum Leuchten bringt, erzählt Oberst i Gst Daniel Hochuli, Kdt Stv des LVb Flab 33 im Interview.

12.10.2020 | Fachof Noël Graber, Komm Gr LVb Flab 33

Oberst i Gst Daniel Hochuli
Oberst i Gst Daniel Hochuli anlässlich der Stabsübung SCALA

Was bedeutet es für dich, dass der Milizstab in Zukunft wieder Einsätze führt?

Daniel Hochuli: Der Milizstab tut wieder das, was er eigentlich tun soll: die Verbände in den Übungen und den Einsätzen führen. Seit die Flab-Kampfgruppen aufgelöst wurden, fehlt ein Element, das die verschiedenen Waffensysteme kombiniert zum Einsatz bringt. Das hat auch die Übung am Führungssimulator gezeigt. Es braucht eine Synchronisation mit der Luftwaffe und dem Heer. Diese Funktion kann nur der Brigadestab übernehmen. Dafür sind wir ausgebildet und legitimiert. Anderswo sind weder die Kapazitäten noch die Expertise vorhanden.

Der Milizstab hat seit Jahren keine Einsätze mehr geführt. Merkt man das dem Stab an?

Daniel Hochuli: Ja. Vor allem an den leuchtenden Augen der Stabsmitarbeitenden. Da glänzt neues Feuer. Jeder weiss wieder, warum er da ist. Keiner stellt die Sinnfrage. Natürlich merkt man es auch daran, dass der eine oder andere nicht mehr 100 Prozent fit ist in der Stabsarbeit, der Einsatzplanung oder der Einsatzführung. Stabsarbeit muss trainiert werden. Das tun wir intensiv – mit eigenen Trainings, Stabsübungen und Volltruppenübungen.

Und zwar im neuen Hauptquartier des Brigadestabs in Emmen/Neuadligen,…

Daniel Hochuli: Wie es sich gehört. Dafür kämpfen wir seit Jahren. Und ich meine nicht nur ein Brigade-KP. Dazu gehört auch ein Ort zum Leben, Essen und zum Schlafen. Es ist wichtig für die Brigade, dass sie ein Zuhause hat.

Wie sieht es personell aus? Ist der Milizstab des heutigen Lehrverbandes überhaupt genügend dotiert, um künftig auch Einsätze zu führen?

Daniel Hochuli: Noch nicht. Der Stab eines grossen Verbandes in der Schweizer Armee hat zwischen 100 und 150 Stabsmitarbeitende. Diese Stäbe leisten das, was wir in Zukunft auch leisten werden. Unser Milizstab besteht derzeit aus 45 Personen. Per 1. Januar 2023 streben wir eine Aufstockung bis auf 80 Stabsmitglieder an. Den Aufwuchs alimentieren wir unter anderem aus den Stäben der Rapier-Abteilungen. Wir sind sehr motiviert und freuen uns auf die BODLUV der Zukunft.