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Militärpolizei sorgt für Sicherheit bis zum letzten Diensttag

Der letzte offizielle militärische Gang für einen Angehörigen der Armee ist die Rückgabe des persönlichen Materials. Dabei hat vor kurzem das Militärpolizei Sicherheitsdienst Detachement Othmarsingen während der Rückgabe in Luzern und beim anschliessenden Transport der Waffen ins Lager der LBA für die Sicherheit von Mensch und Material gesorgt.

19.12.2021 | Kommunikation Kommando Militärpolizei

Die Militärpolizei im Dienst für die Sicherheit - bis zum letzten Diensttag beim Abgeben des persönlichen Materials.
Die Militärpolizei im Dienst für die Sicherheit - bis zum letzten Diensttag beim Abgeben des persönlichen Materials.

(Bilder und Video unterhalb des Textes)

 

Einsatzbesprechung in Othmarsingen beim Militärpolizei Sicherheitsdienst Detachement (MP Sich D Det). Kurz, knapp und prägnant informierte am Morgen des 14. Dezember der Einsatzleiter über den bevorstehenden Auftrag. Die Militärpolizisten wurden als Unterstützung in Luzern erwartet. In den Messehallen auf der Allmend fand an zwei nacheinander folgenden Tagen die Wehrmännerentlassung statt. Damit verbunden war natürlich auch die Rückgabe des persönlichen Materials der Soldaten – und in den meisten Fällen auch der persönlichen Waffe. Seit einigen Jahren ist bei solchen Anlässen die Militärpolizei vor Ort, um die Sicherheit während der Rückgabe sicherzustellen. Doch auch der Rücktransport der Waffen in den jeweiligen Sicherheitsraum der Logistikbasis der Armee (LBA) wird durch die Militärpolizisten verantwortet.

 

Tierischer Einsatz

Zur Einsatzbesprechung gehört unter anderem die Einschätzung der Bedrohungsstufe. Wirklich Grund zur Beunruhigung bestand bei diesem Einsatz jedoch nicht. Routiniert führte der Einsatzleiter durch die Punkte des Einsatzbefehls, erörterte die Fahrroute und natürlich die «Rules of Engagment» - also die Verhaltensregeln während des Einsatzes. Die grosse Erfahrung im Team macht sich in solchen Momenten bezahlt. Nachdem die persönliche Ausrüstung wie Bewaffnung, Schutzwesten und Helm kontrolliert waren, setzte sich der kleine Konvoi in Richtung Luzern in Bewegung. Mit an Bord eines der Fahrzeuge auch der vierbeinige Helfer, die Hündin Fox. Zusammen mit ihrem Herrchen war es nämlich die Schutz- und Sprengstoffhündin, welche als erstes zum Einsatz kam. Das Ziel: mögliche Sprengstoffbedrohungen zu erschnüffeln. Keine Ecke liess die engagierte Hündin aus, von den Türfallen über Rucksäcke bis zu den bereitstehenden Paletten. Als eine der wenigen Suchhunden in der Schweiz hat Fox erst kürzlich eine Fortbildung mit richtigem Sprengstoff absolviert, wie ihr Herrchen erzählte. Glücklicherweise waren die von Militärpolizisten eigens deponierten Geruchsproben die einzigen Funde. Somit konnte die Halle für die Materialrückgabe freigegeben werden.

 

Gute Zusammenarbeit mit Kreiskommando

Während die ankommenden noch Angehörigen der Armee, für einmal in Zivil, ihrem letzten Marschbefehl folgten und in den Messehallen ihr persönliches Material abgaben, hatten die Militärpolizisten des MP Sich D Det Othmarsingen Othmarsingen ihre Augen überall. Schon beim Eingang postiert, begrüsste ein Militärpolizist in Vollmontur die Abgabepflichtigen. Dadurch war auch für allfällige Störenfriede klar, dass die MP vor Ort für die Sicherheit besorgt war. Seine Kameraden standen diskret im Hintergrund der Halle bereit, im Ereignisfall jederzeit eingreifen zu können. «Ich bin sehr froh, dass die Militärpolizei hier ist», meinte der Luzerner Kreiskommandant, Oberst Philippe Achermann. Unter seinem Kommando fand die Entlassung der Soldaten aus der Wehrpflicht statt. «Wir haben doch einige Waffen hier, die abgegeben werden, da sind wir froh, können wir auf die Hilfe der Militärpolizei zählen und damit die Sicherheit von Material und Menschen sicherstellen», ergänzte er. Ausserdem sei die Zusammenarbeit immer sehr angenehm.

 

Erfolgreich weil ereignislos

Nachdem die Tore abends für die Abgabe geschlossen wurden, die letzten Dankesgeschenke des Regierungsrats sowie des Chefs der Armee übergeben und die letzten Angehörigen der Armee durch den Kreiskommandanten in den militärischen Ruhestand versetzt wurden, begann der zweite Auftrag für die Militärpolizisten. Die Paletten mit den abgegebenen Waffen wurden ordentlich in den Lieferwagen verladen, die Ladungssicherung angebracht, um danach den Weg ins Sicherheitsraum der LBA anzutreten. Die Anspannung bei den Militärpolizisten war durchaus etwas höher, lag die Verantwortung für den reibungslosen Transport nun allein in deren Händen. Nachdem der Variantenentschluss für die Route gefällt war, machte sich der Konvoi auf den Weg.

Rund zwei Stunden nach der Abfahrt konnte der Einsatzleiter sodann auf dem MP Sich D Det Othmarsingen die Nachbesprechung abhalten. Sein Fazit: «Alle Waffen sind ordentlich hinter verschlossenen Türen deponiert, der Auftrag konnte zu aller Zufriedenheit erfüllt werden.» Dazu haben aber auch die Mitarbeitenden der LBA und im Speziellen des Armeelogistikcenters Othmarsingen beigetragen. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Erfolg einer Aktion meist auf der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Partner basiert, wie in diesem Falle zwischen der LBA und der Militärpolizei. Entsprechend war es für die involvierten Militärpolizisten ein eigentlich sehr ruhiger, aber dennoch erfolgreicher Tag. Auf das Unvorhersehbare gewappnet, wären sie jederzeit bereit gewesen, einer möglichen Bedrohung entgegenzutreten. Somit haben sie durch ihren Einsatz einmal mehr zur Sicherheit von Material und Mensch – nicht nur von Angehörigen der Armee – beigetragen.


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