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Berufsmilitärpiloten bilden sich in unbekanntem Umfeld weiter

Sechs Berufsmilitärpilotenanwärter der Luftwaffe verbringen zehn Tage in Süditalien, um sich mit PC-21 Flugzeugen im unbekanntem Umfeld vielschichtig weiterzubilden. Ausserdem dient diese internationale Zusammenarbeit der Luftwaffe dazu, Erfahrungen mit ausländischen Pilotenschulen auszutauschen.

23.06.2021 | Kommunikation Verteidigung, Roland Studer

Mit PC-21 Flugzeugen bilden sich Berufsmilitärpilotenanwärter der Pilotenklasse 15/17 der Luftwaffe bis am 1. Juli 2021 in Süditalien weiter. © VBS/DDPS, Stefan Kalm

Sechs Berufsmilitärpilotenanwärter (BMPA) der Pilotenklasse 15/17, sieben Fluglehrer und elf Mechaniker der Luftwaffe befinden sich zurzeit in Apulien. In der süditalienischen Region, die den Absatz des Stiefels von Italien bildet, nehmen sie bis am 1. Juli 2021 mit PC-21 Flugzeugen an einem Austausch der Pilotenschulen der Schweiz und Italien teil. Gastgeber der Ausbildung namens «AMA ITA 21» ist die «61° Stormo» der italienischen Luftwaffe, die drei verschiedene Ausbildungsstaffeln betreibt. Der zehntätige Austausch der beiden Pilotenschulen findet im Rahmen des Kooperationsplanes zwischen der Schweiz und unserem südlichen Nachbarland statt. Er bietet der Schweizer Luftwaffe die Möglichkeit, sich in einem internationalen Umfeld fliegerisch weiterzubilden. Zudem dient er dazu, die BMPA in die internationale Zusammenarbeit der Luftstreitkräfte einzuführen.

Trainieren und Kontakte pflegen

Das Programm der Weiterbildung ist äusserst vielseitig. Für die Schweizer Delegation stehen folgende Ziele im Mittelpunkt:

  • die Planung und Organisation solcher Einsätze im Ausland konkret anzuwenden
  • die Ausbildung im Luftkampf gemäss dem Ausbildungssyllabus weiterzuführen
  • die Tiefflugnavigation in unbekanntem Gelände zu trainieren
  • Trainingseinsätze in unbekanntem Umfeld sowie Überflüge im zivilen Luftraum zu üben
  • gegenseitige Passagierflüge auf den jeweiligen Ausbildungsflugzeugen durchzuführen
  • Mit dem Kader und den Teilnehmern der Ausbildungsstaffeln allgemeine Erfahrungen auszutauschen und die persönlichen Kontakte zu pflegen

Wichtig für die Sicherheit der Zukunft

«Solche Aus- und Weiterbildungen im Ausland führen wir mit jeder Klasse der Pilotenschule in unterschiedlichen Ländern durch», sagt Oberstleutnant Michael von Jenner, Fluglehrer PC-21 der Luftwaffe und Detachment Commander der «AMA ITA 21». Der Austausch in Lecce-Galatina fand letztmals 2012 statt, im vergangenen Jahr musste er wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Umso mehr freuen sich die Teilnehmer darüber, dass es dieses Jahr klappt – natürlich mit konsequent angewandtem COVID-19-Konzept. Denn die gemeinsame Weiterbildung mit internationalen Partnern ist für die Schweizer Luftwaffe ein wichtiges Element, um ihren Auftrag auch in Zukunft erfüllen zu können.