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Erfolgreiche Überprüfung der zivil-militärischen Zusammenarbeit

Die Planung für den Echteinsatz im Rahmen des World Economic Forum (WEF) auf dem Bürgenstock von letztem Jahr wurde mit einem Training abgeschlossen. Dabei stand die Zusammenarbeit verschiedener involvierter militärischer und ziviler Formationen im Fokus.

15.06.2021 | Kommunikation Verteidigung, Christoph Merki

Im Rahmen der Übung wurden auch Taucher eingesetzt, um mögliche Bedrohungen unter der Wasseroberfläche entdecken zu können. © VBS/DDPS

Das World Economic Forum (WEF) auf dem Bürgenstock. Diese Absicht hat im letzten Jahr bei den zivilen Sicherheitsorganisationen sowie bei der Armee eine eifrige Planungstätigkeit ausgelöst. Zum einen war mit dem örtlichen Wechsel in die Innerschweiz statt der Territorialdivision 3 neu die Territorialdivision 2 eingebunden und zum anderen war neu das Zentralschweizer Polizeikonkordat mit der Luzerner Polizei und der Kantonspolizei Nidwalden im Lead. In kürzester Zeit wurden die Konzepte erstellt und mit den verschiedenen Partnern abgesprochen – die Armee wäre bereit gewesen, ihren subsidiären Beitrag zu leisten. Aufgrund der volatilen Pandemielage in der Schweiz im Vorfeld der Austragung wurde der Anlass in der Schweiz aber vollends abgesagt.

Planung als Trainingsgrundlage

Die involvierten Partner haben beschlossen, auf Grundlage dieser Planungsarbeiten anhand eines Trainings einen Teil der Umsetzungsmassnahmen zu überprüfen. Dabei wurde der Fokus auf die besonderen und lokalspezifischen Einsatzformen auf dem und am Wasser gelegt. Nebst den militärischen Formationen wie der Motorbootkompanie 10, dem Militärpolizei Schutzdetachement und dem Militärpolizei Spezialdetachement sowie dem Kompetenzzentrum ABC-KAMIR waren mit der Luzerner Polizei auch die einsatzführenden zivilen Partner beteiligt. Auf militärischer Seite wurde der Übungseinsatz von der Territorialdivision 2 koordiniert. Der Chef Planung und Einsatz der Luzerner Polizei sowie der Kommandant des Militärpolizei Schutzdetachements fungierten gemeinsam als Übungsleiter. Unterstützt wurden diese vom Chef Lehrgänge/Kurse des Kommandos Genie/Rettung Lehrgänge und Kurse 74 in den Bereichen der Motorbootkompanie 10 sowie dem Kommandanten des Militärpolizei Spezialdetachements und einem Vertreter des Kommando KAMIR.

Erfolgreiche Kooperation

Innerhalb der Übung wurde möglichst nah an der angenommenen Realität gearbeitet. So wurde sogar ein Kursschiff eingesetzt. Eskortiert wurde dieses von den Patrouillenbooten 16 der Armee. Die Übungssequenzen konzentrierten sich auf den Personenschutz mit Verschiebungen per Fahrzeug, zu Fuss, mit der Bahn und dem Schiff. Zudem wurde eine Evakuation vom Kursschiff auf ein P-16 geübt. So konnten die Sicherheitsdirektoren der Kantone Luzern, Herr Regierungsrat Paul Winiker und Nidwalden, Frau Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi sowie die Vertreter der Territorialdivision 2 und dem Kommando Operationen direkt in die Übung mit eingebunden werden und sich dabei ein konkretes Bild der Qualität und der Effizienz der Einsatzkräfte machen.

Die Fäden der ganzen Übung liefen im Lageverfolgungszentrum der Polizei zusammen. Dabei wurde die besondere Aufbauorganisation der polizeilichen Einsatzleitung mit militärischen Spezialisten in den Bereichen der Lageaufbereitung und Verfolgung verstärkt.  Alle involvierten Stellen zeigten sich bei der Schlussbesprechung beeindruckt. Nicht nur wie die einzelnen Spezialisten die gestellten Herausforderungen gemeistert haben, auch wie reibungslos die Schnittstellen der involvierten Partner aus dem militärischen und zivilen Bereich harmonierten.