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Sicherheit am Gipfeltreffen dank Unterstützung der Armee

Die Armee sorgt beim Treffen der Präsidenten Biden und Putin für Sicherheit zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Als verlässliche und kompetente Partnerin steht sie den zivilen Behörden zur Verfügung – jederzeit bereit, wann und wo immer sie gebraucht wird.

11.06.2021 | Kommunikation Verteidigung, Roland Studer

Als Unterstützung im Bereich Luftraumüberwachung hat die Armee zusätzlich ein taktisches Fliegerradar (TAFLIR) der Mobilen Luftwaffen Radarabteilung 2 im Einsatz. Damit verdichtet die Abteilung das Schweizer Luftlagebild mit zusätzlichen Radardaten. © VBS/DDPS

Am 16. Juni 2021 treffen sich der US-Präsident Joe Biden und der russische Präsident Wladimir Putin in Genf. Um die Sicherheit der Teilnehmer dieses Gipfeltreffens garantieren zu können, unterstützt die Schweizer Armee im subsidiären Rahmen die zivilen Behörden. Diese erbringen unter anderem Leistungen beim Schutz des Flughafens Genf und beim Botschaftsschutz. Ohne den Einsatz der Armee wäre ein derart hochdekorierter Anlass in der Schweiz unmöglich. Dafür ist nebst neutralem Boden der Einsatz ziviler und militärischer Kräfte im Verbund nötig, um die Sicherheit der Teilnehmer gewährleisten zu können.

Luftwaffe sichert den Luftraum

Um die Sicherheit des Gipfeltreffens vollumfänglich und effektiv zu garantieren, sichert die Schweizer Luftwaffe im Rahmen ihres Auftrags den Luftraum. Dazu stellt sie Luftraumüberwachung und Luftpolizeidienst sicher. Zudem schränkt sie die Benützung des Luftraums über dem Raum Genf für den zivilen Luftverkehr von maximal 15. Juni um 8 Uhr bis am 17. Juni 17 Uhr ein. Diese vom Bundesrat verfügte «Restricted Area» setzt die Luftwaffe mit Teilen ihres Berufspersonals, Angehörigen der Milizformationen sowie Durchdienern durch. Für die Erfüllung des Auftrags ist die Luftwaffe in engem Austausch mit der Luftwaffe Frankreichs. Diese Zusammenarbeit ist mit einem bilateralen Abkommen geregelt, das grenzüberschreitende Operationen der Luftpolizei erlaubt. Zudem erbringt die Luftwaffe zugunsten der zivilen Behörden und der Armee Leistungen in den Bereichen Lufttransport und Luftaufklärung.

Bis zu 1'000 Angehörige der Armee

Die Armee wird die zivilen Sicherheitskräfte des Kantons Genf direkt vor Ort mit Einsatzkräften unterstützen. Gemäss Bundesratsbeschluss werden insgesamt bis zu 1’000 Angehörige der Armee im Einsatz stehen. Zusätzlich gehört die Seeüberwachung, unter anderem mit Patrouillenbooten P16, zum Auftragsspektrum. Geführt werden diese Einsätze durch die Territorialdivision 1. Sie kann für den Schutz des Flugplatzes Genf auf Teile des Heeres zählen.

Bereit, wenn sie benötigt wird

Mit diesem Einsatz in der Luft und am Boden zugunsten der Sicherheit des Gipfeltreffens und ganz im Rahmen der diplomatischen Tradition der Schweiz, zeigt sich die Schweizer Armee an der Seite der Kantonspolizei Genf einmal mehr als verlässliche, flexible und kompetente Partnerin. Sie unterstützt zum einen die zivilen Behörden und den Sicherheitsverbund effizient und pragmatisch und arbeitet zum andern professionell mit ausländischen Partnern zusammen. Die Schweizer Armee ist einsatzbereit, wann immer sie gerufen wird und hilft dort, wo sie benötigt wird. 

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