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Schaufeln, streuen, stampfen – Gebirgsinfanteristen ermöglichen Skirennen

In Crans-Montana ging am vergangenen Wochenende der FIS-Skiweltcup der Damen über die Bühne. Vor, während und nach dem grossen Rennwochenende unterstützten rund 220 Angehörige des Gebirgsinfanteriebataillons 85 die Organisatoren bei der Durchführung der Grossveranstaltung.

28.02.2020 | Fachof Thomas Färber, Komm Ter Div 4 / Kommunikation Verteidigung

Auffangnetze und Luftkissen wurden massenweise entlang der Strecke aufgestellt. (© VBS/DDPS Fotos: Fachof Thomas Färber)

Eines ist während des Rennwochenendes immer wieder zu hören: Der FIS-Skiweltcup der Damen in Crans-Montana ist ohne die Unterstützung der Schweizer Armee nicht zu stemmen. Das bestätigt auch Edgar Gillioz, der im Organisationskomitee des Skirennens als Bindeglied zur Armee fungiert. Er erklärt, dass ein Grossevent wie der Ski-Weltcup heutzutage ohne die Unterstützung der Armee kaum mehr durchzuführen sei. Was Manpower und Effizienz anbelange, sei die Armee ein Schlüsselelement. «Die hierarchische Organisationsstruktur führt zu einer extrem speditiven Arbeitsweise. Die Zusammenarbeit mit der Armee funktioniert in Crans-Montana seit Jahren hervorragend.»

Vielseitige Leistungen

Die Kompanien 85/1, 85/2 und 85/3 des Glarner Gebirgsinfanteriebataillons 85 (Geb Inf Bat 85) leisteten ihren Dienst am Berg aber nicht erst am Rennwochenende. Vor dem Hauptanlass wurden bereits drei Europacup-Rennen ausgetragen. Die rund 220 Armeeangehörigen (AdA) standen gesamthaft während zweier Wochen in Crans-Montana im Einsatz. Bei ihrem Dienst handelte es sich um sogenannte VUM-Leistungen, die sich nach der «Verordnung über die Unterstützung ziviler oder ausserdienstlicher Tätigkeiten mit militärischen Mitteln» richten.

Eine Kompanie kümmerte sich im Zielgelände zunächst um den Aufbau der drei Zuschauertribünen und mehrerer grosser Gäste- und Sponsorenzelte. Eine weitere Kompanie hatte Skier, Steigeisen, Helm und Skibrille gefasst und leisteten ihren Dienst auf der Piste. Auf der Rennstrecke am Mont Lachaux hatten sie dabei Fahnen zu stecken, über zehn Kilometer Sicherheitsnetze und Luftkissen aufzubauen, Werbebanner zu montieren und Pistenränder blau einzufärben. Natürlich gehörte auch das Räumen der Piste zu den Aufgaben, insbesondere nach den Schneefällen, die in dieser Zeit niedergingen.

Wichtiger Renneinsatz

Die Arbeit der Armee stand dann vor allem während der Liveübertragung der beiden Abfahrtsrennen am Freitag und Samstag sowie der Kombination am Sonntag im Fokus. Jeweils nach zehn Fahrerinnen rutschten in der Regel vier Armeeangehörige und vier zivile Partner der Rennorganisatoren mit Skiern die Piste hinab. Sie streuten zudem mit einem Gebläse Salz auf die Piste, damit diese hart und eisig blieb.

Während des Rennens selbst standen die AdA auf fünf eingeteilten Rennabschnitten in unterschiedlichen Funktionen im Einsatz. So räumten sie zum Beispiel mit Schaufel und Schaber den Schnee von der Piste oder waren als Salzstreuer unterwegs. Ebenfalls im Einsatz standen Wettersoldaten, die dem lokalen Organisationskomitee mit wertvollen Meteo-Daten zur Seite standen. Wegen der warmen Temperaturen in diesem Jahr war ihr Einsatz insbesondere auch für die einwandfreie Pistenpräparierung von hohem Nutzen. Am Rennwochenende sorgten mehrere Soldaten zudem als Eingangskontrolleure verschiedener Sektoren für Sicherheit.

Ruhe nach dem Sturm

Nach den Rennen galt es, den Berghang wieder in seinen Normalzustand zu bringen. Die Aufräumarbeiten sind weniger glamourös und öffentlichkeitswirksam, für den Skiort aber mindestens genauso bedeutend. Und auch hier war auf die Gebirgsinfanteristen Verlass, die ihren engagierten Service zur vollen Zufriedenheit der Leistungsbezüger erbrachten und selbst wertvolle Erfahrungen aus dem Dienst mitnehmen konnten.

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