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Nach dem Regen die Armee

Die heftigen Unwetter Anfang Juli haben in der Walliser Gemeinde Anniviers Spuren hinterlassen. Auf Ersuchen der Kantonsbehörden hat die Armee ein Detachement des Geniebataillons 2 in die Gemeinde entsandt. Mit seinem Auftrag, das Tal wieder durchgängig zu machen, leistet es wertvolle Unterstützung zugunsten von Gemeindebehörden und lokaler Bevölkerung.

01.11.2018 | Kommunikation Verteidigung

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Nach heftigen Gewittern anfangs Juli führte die Navizence im Val dʼAnniviers (Eifischtal) Hochwasser. Im kleinen Dorf Mission trat der Fluss über die Ufer und verwandelte das einst grüne Tal in eine Geröllhalde. Die Strasse, die durch das Tal bis nach Saint-Jean führt, wurde vollständig zerstört, das Fussballfeld des FC Anniviers dem Erdboden gleichgemacht.

Angesichts des Ausmasses des Schadens, der auf rund 80 Millionen Franken beziffert wird, hat die Gemeinde Anniviers den Kanton Wallis um Hilfe gebeten. Dieser wiederum ist an die Schweizer Armee gelangt, die der Gemeinde zwölf Armeeangehörige des Geniebataillons 2 im Wiederholungskurs während insgesamt 200 Personentagen zur Verfügung gestellt hat. Dabei handelte es sich um einen Unterstützungseinsatz zugunsten ziviler Tätigkeiten mit militärischen Mitteln (VUM) im Nachgang zu einer Naturkatastrophe.

Während drei Wochen konnten sich die Angehörigen des Geniebataillons 2 nicht über mangelnde Arbeit beklagen. «Die Strasse muss provisorisch wiederhergestellt werden, damit Pkw wieder Zugang haben. Ausserdem muss das Schneeräumfahrzeug diesen Winter seine Arbeit tun können», erklärt der Chef des Detachements, Wachtmeister Clément Favre. Auch die zwei Brücken über den Fluss waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine konnte mit Schienen gesichert werden, die zweite hingegen musste neu gebaut werden. «Parallel dazu muss das Flussbett geräumt und der Schutt abgetragen werden», erklärt Wachtmeister Favre weiter.

Der Gemeindepräsident von Anniviers, David Melly, ist dankbar für die Unterstützung: «Dank der Arbeit der Armee können wir die Zufahrt wieder öffnen. Die Gemeinde hätte dafür weder die notwendigen finanziellen noch technischen Mittel gehabt.» Gleichwohl bleibt noch viel zu tun. «Es wird wohl erst in drei bis vier Jahren wieder sein wie zuvor», so sein Fazit.