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Das Brandausbildungszentrum Phenix wird gebaut

Im Stationierungskonzept der Armee ist der Flugplatz Payerne Haupteinsatzstandort für alle Luftfahrzeuge und der Ausbildungsort aller Fliegerbodentruppen. Aus diesem Grund soll dort das Ausbildungszentrum für die Brandbekämpfung mit dem Namen Phenix entstehen. Nachdem das Parlament die Armeebotschaft 2017 verabschiedet hat, wird das Projekt ab 7. November 2017 öffentlich aufgelegt und in die Vernehmlassung geschickt.

06.11.2017 | Kommunikation Verteidigung

Das Modell des Ausbildungszentrums Phenix in Payerne mit einem brennenden Flugzeug im Vordergrund und dem Gebäude im Hintergrund.
Das Modell des Ausbildungszentrums Phenix in Payerne.

Das Umweltschutzgesetz und die Verordnung über den Schutz vor Störfällen verpflichten die Inhaber von Anlagen, welche bei ausserordentlichen Ereignissen den Menschen oder seine natürliche Umwelt schwer schädigen können, Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt zu treffen. Das Gesetz stellt Flugplätze solchen Anlagen gleich.

Redimensioniertes Projekt

Das Projekt Phenix wurde bereits 2010 öffentlich aufgelegt. Das Verfahren wurde dann jedoch eingestellt. Nun wird ein redimensioniertes und optimiertes Projekt vorgelegt. Aus Kostengründen wurde das Zentrum flächenmässig auf 26400 Quadratmeter reduziert (2010: 42650 Quadratmeter), ausserdem wird auf zwei Simulatoren verzichtet, darunter einer für grossflächige Brände.

Das Ausbildungszentrum wird über drei Brandsimulatoren verfügen, je einen für die Kampfflugzeuge des Typs F/A-18 Hornet, die Super-Puma-Helikopter und die Transportflugzeuge. Hinzu kommen drei Simulatoren für Brände in Werkstätten oder Flugzeughallen. Gebaut wird ausserdem ein Zentralgebäude mit Theoriesälen, Garderoben und den technischen Einrichtungen. Die Simulatoren werden mit Flüssiggas (Propan) betrieben. Löschmittel wird keines verwendet, für die Simulatoren wird lediglich Wasser eingesetzt. Dieses wird anschliessend recycelt, zwischengelagert und für Löschübungen wiederverwendet. Der Standort wird in erster Linie vom Berufs- und Milizpersonal der Flugplätze genutzt werden. Es ist aber auch eine Nutzung durch zivile Feuerwehren geplant. Pro Jahr sind zwischen 200 und 220 Betriebstage vorgesehen.

Gemäss aktueller Planung soll im Herbst 2018 mit dem Bau begonnen und das Zentrum 2021 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 28 Millionen Franken. Aus Kostengründen wird die Ausbildung auf den Standort Payerne beschränkt. Die beiden anderen Standorte, Meiringen und Dübendorf, werden abgebaut, da sie noch mit Benzin arbeiten und die Umweltschutzauflagen nicht mehr erfüllen.

Die Armeebotschaft 2017 wurde vom Parlament verabschiedet. Das Projekt Phenix kann somit ab dem 7. November 2017 öffentlich aufgelegt und in die Anhörung geschickt werden.