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«Das Geb Inf Bat 48 übernimmt die Fahne»

Das Geb Inf Bat 48 unter dem Kommando von Oberstlt i Gst Olaf Niederberger hat mit dem symbolischen Akt der Fahnenübernahme, den WK 2022 begonnen. Der Kommandant verwies dabei auf die aktuelle Entwicklung in der Ukraine und verdeutlichte die Wichtigkeit der Schweiz als Hort für den internationalen Austausch und Dialog, insbesondere in Zeiten der Konfrontation.

19.05.2022 | CUMINAIVEL | kh


Das Geb Inf Bat 48 hat seine Fahne bei wechselhaftem infanteristischen Wetter auf einem der schweizweit modernsten Waffenplätze in Chur übernommen. Besonders begrüsst wurde das Det der Hundeführer sowie der Militärpolizei, mit welchen das Geb Inf Bat 48 für diese Dienstleistung verstärkt wurde. Bei seiner Ansprache an das Bataillon erwähnte der Kommandant, Oberstlt i Gst Olaf Niederberger, dass die Zeiten, die Umstände sowie auch die Aufgabe im Umfeld des WKs speziell sind. Insbesondere in Anbetracht der Lage in Europa dürfte es wohl für manche ein spezielles Gefühl gewesen sein, die Uniform anzuziehen, die bereitgestellte Waffe zu schultern und dem Marschbefehl Folge zu leisten.

Daraufhin ging er auf die Entwicklung in der Ukraine ein und verdeutlichte, dass der 24. Februar eine Zäsur in der europäischen Geschichte darstellt, da seit 1945 das erste Mal in Europa Kampfhandlungen zur See, in der Luft und am Boden im Rahmen eines konventionellen, zwischenstaatlichen Krieges stattfinden.


Der Kommandant verdeutlichte mit seinen Ausführungen, dass Sicherheit und Freiheit auch im Europa des 21. Jahrhunderts kein Dauerzustand sind, sondern wie auch die Geschichtsbücher aufzeigen, von Zeit zu Zeit erkämpft werden müssen.

Hinsichtlich dieser Entwicklung erfährt die Fahnenübernahme, respektive der Ruf zur Fahne eine ganz neue Bedeutung. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass die Kernkompetenz der Verteidigung zukünftig mit noch grössere Ernsthaftigkeit trainiert werden muss. Oberstlt i Gst Olaf Niederberger, der das Kommando über das Geb Inf Bat 48 erst vergangenen Herbst übernommen hatte, verdeutlichte damit seine Ziele, die er als neuer Kommandant mit dem Geb Inf Bat 48 verfolgen will. In seinem ersten Kommandojahr steht jedoch die Unterstützung der zivilen Behörden im Fokus.

Pflichtbewusst führte der Kommandant aus, dass das Geb Inf Bat 48 dieses Jahr das militärische Hauptelement am Boden für den Schutz der kritischen Infrastruktur und der Raumüberwachung bildet und damit zusammen mit einer Variation an militärischen und zivilen Partnern die Durchführung des diesjährigen World Economic Forums sicherstellt. Die Wichtigkeit des Anlasses als Ort des internationalen Dialogs, sowie die Anwesenheit einer grossen Vielzahl an völkerrechtlich geschützten Personen machen diesen Einsatz, für welchen der Kanton Graubünden beim Bund um Unterstützung angefragt hat, notwendig. So bleibt die Schweiz auch in Zeiten der Konfrontation ein Hort für den internationalen Austausch und Dialog.


Durch den Assistenzdienst und die daraus zugewiesenen Aufgaben, kommt den Angehörigen des Geb Inf Bat 48 eine grosse Verantwortung zu teil. Sie werden über das Recht verfügen polizeiliche Zwangsmassnahmen anzuwenden, um die Aufträge zu erfüllen. Bis hin zum verhältnismässigen Einsatz von Schusswaffen um kritische Infrastrukturen, sich selbst und die Kameraden zu schützen. Mit diesem Recht geht eine hohe Verantwortung einher. Um Dieser Verantwortung gerecht zu werden, ist ein besonderes Mass an Selbstdisziplin notwendig.

Die Fahnenübernahme schloss der Kommandant mit den Worten: «Ich habe grosses Vertrauen, dass Sie ihrer Verantwortung bewusst sind und die Aufträge nach bestem Wissen und Gewissen umsetzen werden und ich habe grosses Vertrauen in meine Kader: Offiziere und Unteroffiziere, dass Sie dort wo es angezeigt ist, Einfluss nehmen. Kameraden, ich freue mich auf die bevorstehende Dienstleistung.»


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