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Unterwegs mit dem Armeeseelsorger

Am Dienstag, 17.03.2020 waren wir mit dem Armeeseelsorger des Genie Bataillons 9 und Gebirgsinfanteriebataillon 29 der Territorial Division 3, Hptm Markus Tschanz bei der Übung PRONTO unterwegs. PRONTO, ist die Auffrischung der militärischen Grundkenntnisse für einen subsidiären Einsatz.

18.03.2020 | PIO Geniebataillon 9

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Die Armeeseelsorge der Schweizer Armee bietet allen Angehörigen der Armee Begegnungen und Gespräche zu persönlichen, existentiellen, ethischen, spirituellen oder religiösen Fragen. Sie nimmt sich der Lebenssituation aller Angehörigen der Armee ganzheitlich an und erfüllt so in Achtung und Wertschätzung, mit Respekt, Annahme und Offenheit ihre Aufgaben. In jeder Einheit ist ein Armeeseelsorger zuständig, an den sich die Angehörigen der Armee direkt wenden können.

Zum Werdegang von Hptm Tschanz: Er ist reformierter Pfarrer und hat in Bern und Helsinki sein Theologie Studium (evangelisch) absolviert.  Nach einem  Vikariat (Pfarrer-Praktikum)  in Lauterbrunnen hat er anschliessend, am selben Standort, eine feste Stelle übernommen. Militärisch hat er den Weg über die Sanitätstruppe gemacht und war Spitalsoldat bis zum Unteroffizier (Korporal) und dann absolvierte Tschanz noch den Fourier Lehrgang. Die Armeeseelsorger/Innen sind ausgebildete Theologen, welche eine RS oder eine kurz RS abgeschlossen haben. Angesichts von Fragen, mit denen die Armeeseelsorger konfrontiert werden, sind sie darum besorgt, Ratsuchende beim Finden und Gehen der eigenen Lösungswege zu helfen.

Bei der Übung am Dienstag wurde die Truppe zusätzlich auf der Unterstützungsbrücke 46m, sowie der Stahlträgerbrücke ausgebildet. Die Unterstützungsbrücken sollen beispielsweise bei Überschwemmungen oder Erdrutschen zum Einsatz kommen, damit blockierte Verkehrswege rasch provisorisch wieder geöffnet werden können. Die Unterstützungsbrücke 46m wurde vom Parlament mit dem Rüstungsprogramm 11 und 13 genehmigt. Der Beschaffungsumfang beinhaltet 16 Brückeneinheiten mit Gehstegelementen für subsidiäre Katastropheneinsätze, 24 Verlegeeinheiten und diverses Logistikmaterial. Das Projekt wurde termin-, kostengerecht und in einwandfreier Qualität abgewickelt. Nebst der höchsten Priorisierung eines sicheren, schnellen Einsatzes standen auch Umweltaspekte im Vordergrund. Die Fahrzeuge übertreffen die Abgasnorm Euro V und das System wird mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl betrieben. Das System ist beim Lehrverband G/Rttg/ABC komplett eingeführt und wird seit 2014 in der Rekrutenschule geschult.

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