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«Militärschoggi» auf dem Pausenplatz

Sie ist wohl die speziellste Unterkunft während des WEF. Unter einem Dach laufen sich Schulkinder und Soldaten täglich über den Weg. Und wenn das Militär schon im Haus ist, dann wollen die Kinder natürlich auch davon profitieren.

20.01.2020 | CUMINAIVEL | mr

«Militärschoggi» auf dem Pausenplatz

 

Es ist hier, auf diesem Pausenplatz, so wie früher. So wie damals, als das Militär im Dorf war. Als Kinder standen wir jeweils mit grossen Augen und offenen Händen vor den Militärs und fragte nach «Militär-Guetzli» und Schokolade. Verändert hat sich dies über all die Jahre nicht. Auch auf diesem Pausenplatz stehen die Primarschüler und Kindergärtner ungeduldig umher und stellen auch heute noch dieselben Fragen. Es sind dieselben leuchtenden Augen, wenn ein Soldat den Kindern Militärschokolade schenkt.

Eigenschutz hat oberste Priorität

Sonst erinnert dieser Pausenplatz und das Schulhaus aber eher an einen militärischen Platz als an eine Schule. Die Turnhalle wird als Materiallager verwendet und in den Räumlichkeiten der Schule ist das KP integriert. Oberleutnant Jean-Marc Ruchet vom Geb Inf Kp 29/1 erklärt auf dem Rundgang, dass der Eigenschutz des Militärs oberste Priorität habe: «Auch wenn diese militärische Unterkunft in einem Schulhaus integriert ist, müssen wir uns schützen. Den Stacheldraht, der die Unterkunft sichert, haben wir aber extra so angebracht, dass die Kinder nicht daran ziehen oder reinfallen können. Wir wollen keine verletzten Kinder hier oben.» Eine militärische Unterkunft in einem Schulhaus sei natürlich schon etwas Spezielles, nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Soldaten, so Oblt Ruchet. Aber gerade an dieser Schule seien sich die Kinder daran gewöhnt, dass einmal im Jahr die Militärs mit ihnen unter einem Dach seien. «Das Militär ist seit Jahren hier und auf diese Unterkunft angewiesen. Unsere Kompanie hat viele Soldaten, die sich nach ihren Wachtdiensten ja auch irgendwo ausruhen müssen. Dafür ist diese Unterkunft gut geeignet.» 

Ihr beschützt uns und die ganze Schweiz


Die Kinder sind ebenfalls eine Motivation für die Soldaten. «Sie rufen uns meistens schon von weitem zu. Wahrscheinlich schwingt nebst der Freude an den Militärs auch die Hoffnung mit, dass es wieder «Militärguetzli» und Schokolade gibt», schmunzelt Oblt Ruchet. Und weit weg sind die Kinder auch an diesem Morgen nicht. Auf dem Eisfeld neben dem Schulhaus haben sie gerade noch Unterricht, als Oblt Ruchet mit einer Packung Schokolade vor ihnen steht. «Wir freuen uns, wenn das Militär hier ist. Ihr beschützt uns und die ganze Schweiz», rufen die Kinder dem Oblt zu. Und strecken ihm dann ganz ungeduldig die Hände entgegen. Für ein Lob an die Adresse der Armee soll es ja auch eine Belohnung geben.