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Divisionär Luca Caduff trifft den italienischen Generalleutnant Claudio Berto

Der schweizerischer Divisionär Lucas Caduff hat heute den italienischen Generalleutnant Claudio Berto getroffen. Das Treffen fand im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für die zweite Ausgaben der gemeinsamen Übung “Odescalchi” statt, die man entlang der italienisch-schweizerischen Grenze im Juni 2022 durchführen wird.

14.11.2019 | Kommunikation Odescalchi, Oberst Graziano Regazzoni

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Es ist in einem verschneiten Andermatt, wo der Divisionär Luca Caduff, Kommandant der Territorialdivision 3, sich mit dem italienischen Generalleutnant Claudio Berto, Kommandant des Kommandos der Alpini-Truppe von Bolzen, getroffen hat. Für die beiden höhere Offiziere war dies die Gelegenheit, um den Stand der Vorbereitungsarbeiten für die internationale Übung “Odescalchi” zu vertiefen, an dessen Organisierung zwei ad hoc Stäbe, einer aus der Schweiz, einer aus Italien, seit zwei Jahren durch regelmässigen Kontakten und Kommunikationsaustauschen miteinander arbeiten.

Die Übung, die im Juni 2022 stattfinden wird, folgt auf jener die im 2016 entlang der Grenze im Raum zwischen Mendrisiotto und Como ablief. Dabei hatte man das Einsatzdispositiv und die gegenseitige Unterstützung zwischen der Schweiz und Italien eingeübt, indem man einen schweren chemischen Unfall aus der Kollision zweier Güterzügen am internationalen Bahnhof von Chiasso simulierte. Die neue Ausgabe der Übung wird hauptsächlich im Sottoceneri und in der Provinz von Varese stattfinden (genauer gesagt in der Gegend von Luino). Die Einsatzkräfte werden sich mit der Situation einer Naturkatastrophe während einer internationalen Konferenz auseinandersetzten.            

"Es ist wichtig, uns regelmässig auf Stufe Kader zu treffen, aber auch unsere Truppen gemeinsam einzuüben. Nur auf dieser Weisen werden wir zur gegenseitigen Unterstützung zugunsten der Zivilbehörden sein“. Auf dieser Weise hat Div Caduff die Wichtigkeit der Wechselbeziehungen zw. seinem Kommando und jener des GenLts Berto hervorgehoben. Das Prinzip KKK - in der Krise die Kopfen kennen - ist grundlegend für den Erfolg in den Einsatzvorgängen. "Man möge sich mit einer Krise, egal welches Natur, auseinandersetzten: da gibt es keine Zeit um die Sprache zu verfeinern oder die zutreffenden Zuständigkeiten kennenzulernen“ erklärt GenLt Berto.        

Im Dienste der Zivilbehörden

Für die schweizerische Armee, wie auch für die Italienische, wird diese Art von Operationen als Subsidiärer Einsatz auf ausdrücklicher Aufforderung der Zivilbehörden ausgeführt, deren die Verantwortung für den Einsatz zusteht. Auf der Tessiner Seite werden auch die Partner des Bevölkerungsschutzes an der Übung “Odescalchi” teilnehmen. Der ganze Einsatz wird vom kantonalen Führungsstab geleitet. Auf der italienischen Seite werden sich die Truppen mit dem italienischen Bevölkerungsschutz kommunizieren.   

Juristisch gesehen, wird die internationale Zusammenarbeit, sowie auch die gemeinsamen Übungen, vom Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik über die Zusammenarbeit im Bereich der Risikovorsorge und –Vorbeugung und der gegenseitiger Hilfeleistung bei natürlichen oder durch menschliche Tätigkeit verursachten Katastrophen vom 2. Mai 1995. 

Besuch der Gebirgstruppen der Schweizer Armee

Nach den Gesprächen konnten die zwei Kommandanten an einer Beweisführung der operativen Fähigkeiten der Angehörigen der Armee im Dienst beim Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee von Andermatt teilnehmen. "Da das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst im Sektor der Territorialdivison 3 ist, schien es mir natürlich, dass dieses Treffen in Andermattt stattfinden sollte“. Mit diesen Worten stellte der Div Caduff den Tessiner Kommandant des Kompetenzzentrums, den Oberst i Gst Marco Mudry, der sich dem GenLt Berto wendend erklärte: "Es ist eine Ehre für mich, Ihnen unsere Kompetenzen vorzustellen, dem Kommanden der vermutlich bekanntesten alpinischen Truppen der Welt“.    

Am Ende der Vorführung verabschiedeten sich die hohen Offiziere, wobei der Aufenthalt der italienischen Delegation in der Schweiz es den beiden ad hoc Stäben ermöglichen wird, mit den Vorbereitungsarbeiten, auch in Anbetracht dessen, was in den heutigen Gesprächen erkennt wurde, fortzufahren.